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hhvgoetz
hhvgoetz, Sonstiges
Kategorie: Sozialrecht
Zufriedene Kunden: 2789
Erfahrung:  Fachanwalt für SozialR
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betr. Krankenkassenbeitr ge - meine Rente,die ich von einem

Kundenfrage

betr. Krankenkassenbeiträge - meine Rente,die ich von einem "Versorgungswerk" (Apothekerversorgung) beziehe,beträgt monatlich 1085.84 Euro,diese wird von der DAK nicht als Rente,sondern als "Einkommen" eingestuft,d.h. ich bin (obwohl ich während meiner gesamten Berufstätigkeit als gesetzliches Mitglied krankenversichert war) verpflichtet,auch das Einkommen meines Ehemannes,der als ehemaliger Lehrer eine Pension bezieht,anzugeben und muß für 50% unserer gemeinsamen monatlichen Bezüge Krankenversicherungsbeiträge zahlen,obwohl mein Mann selbst privatversichert ist.Kann die Krankenkasse mich zum "freiwilligen Mitglied" machen,obwohl ich in der Apothekerversorgung pflichtversichert war?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Sozialrecht
Experte:  hhvgoetz hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Eine Beantwortung Ihrer Frage allein auf Grundlage der von Ihnen genannten Fakten kann unter Umständen eine individuelle Beratung unter Einsicht aller Unterlagen nicht ersetzen, um sicherzustellen, dass Sie keine wesentlichen Fakten ev. unbewusst nicht mitgeteilt haben.

Auf Grundlage Ihrer Angaben beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

 

 

Meines Wissens handelt es sich bei dem Versorgungswerk der Apotheker gerade um keine Pflichtrentenversicherung. Sie sind somit richtigerweise "freiwillig" versichert.

 

AMßgeblich ist aber ohnehin, dass Ihr Mann kein Mitglied der GKV ist.

Hier gilt § 2 IV der Beitragsverfahrensgrundsätze Selbstzahler

 

http://www.gkv-spitzenverband.de/upload/Grundsätze_Beitragsbemessung_Freiwillige_06052010_13601.pdf

 

Funktionieren tut die Berechnung dann so:

 

Es werden in einem ersten Schritt die eigenen Einnahmen des Mitglieds mit dem um etwaige Absetzungsbeträge für unterhaltspflichtige Kinder geminderten Einnahmen des nicht gesetzlich versicherten Ehegatten addiert.

 

Die hiernach ermittelten Gesamteinnahmen werden anschließend halbiert.

 

In dem dritten Schritt wird das ermittelte halbe Familieneinkommen mit der Hälfte der Beitragsbemessungsgrenze verglichen. Ist das halbe Familieneinkommen höher als die halbe Beitragsbemessungsrenze, bildet die halbe Beitragsbemessungsgrenze die Beitragsbemessungsgrundlage.

 

Ist das halbe Familieneinkommen niedriger als die halbe Beitragsbemessungsgrenze, bildet das halbe Familieneinkommen die Bemessungsgrundlage.

 

Klingt verwirrend, aber nach Ihren bisherigen Angaben erscheint mir die vorgenommene Berechnung plausibel.

 

Nach der Begründung zu dieser Vorschrift wird übrigens mit der anteiligen Zurechnung von Einnahmen des nicht in der gesetzlichen KV versicherten Ehegatten berücksichtigt, dass das Einkommen des den Lebensunterhalt überwiegend bestreitenden bzw. des höherverdienenden Ehegatten den entscheidenden Faktor für die wirtschaftliche Lage innerhalb der Ehe darstellt und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Mitglieds entscheidend bestimmt.


Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen muss ich Sie darauf aufmerksam machen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nach deutschem Recht unzulässig ist. Mit der Beantwortung Ihrer Anfrage auf dieser Plattform sind Sie zur Zahlung des von Ihnen ausgelobten Einsatzes verpflichtet.

Umso mehr würde es mich natürlich freuen, wenn Sie die eingezahlte Summe mit „Akzeptieren" freigeben, allein weil Ihnen meine Antwort weitergeholfen hat und nicht nur, weil Sie dazu verpflichtet sind.

 

Gruß

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