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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin
Kategorie: Sozialrecht
Zufriedene Kunden: 17028
Erfahrung:  20 Jahre Anwaltserfahrung
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ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe folgendes Problem Ich

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe folgendes Problem:

Ich war dieses Jahr knapp 10 Wochen im Krankenhaus. Ich bin nicht gesetzlich rentenversichert, sondern zahle meine Rentenversicherungsbeiträge an eine Kammer. Nun fordert mich die Kammer auf, für diesen Zeitraum meines Krankenhausaufenthaltes rund 500 € an Beitragsleistungen nachzuzahlen. Laut Aussage des Anwaltes der Kammer wurden diese Beiträge in ähnlich gelagerten Fällen normalerweise anstandslos von den jeweiligen Krankenkassen gezahlt. Meine Krankenkasse weigert sich jedoch. Kann ich etwas tun?

Schon jetzt recht herzlichen Dank für Ihre Bemühungen!!

Mit freundlichen Grüßen
V. Hummel
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Sozialrecht
Experte:  RASBurges hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Seitens der Kammer handelt es sich hier offensichtlich um den Mindestbeitrag während der Zeit des Krankenhausaufenthaltes, der von ihnen zu entrichten ist. Eine Zahlung durch die Krankenkasse kann hierbei nur indirekt erfolgen. Entweder in Form eines Krankentagegeldes, was dann an Sie auszuzahlen ist oder aufgrund eines Anspruches gegen einen Dritten, welcher von der Krankenkasse beigetrieben worden ist.

Lassen Sie sich von der Kammer eine Berechnungsgrundlage für die Geltendmachung der Ansprüche geben. Hilfreich wäre zudem, wenn Ihnen die Kammer mitteilen könnte, warum oder aus welchem Anspruch in anderen Fällen seitens der Krankenkasse der Beitrag entrichtet wurde.

Kommen Sie hier nicht weiter, sollten Sie einen Anwalt einschalten.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.


Mit freundlichen Grüßen

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Als Juristin aus dem Bereich InsolvenzR muss ich Ihnen sagen, dass dies für mich keine juristische Antwort darstellt. Ein Laie hätte mir das Gleiche geantwortet. Ich habe mich an Sie gewandt, um über Rechtsgrundlagen informiert zu werden. Vorab habe ich Ihnen mitgeteilt, dass ich bereits mit dem Juristen der Kammer telefoniert habe. Warum die anderen Krankenkassen gezahlt haben, habe ich folglich bereits erfragt.

 

Eine Anzahlung werde ich auf diese Antwort keinesfalls leisten, da hinter dieser Antwort keinerlei juristischer Aufwand steckt!

Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Frau Kollegin,


vielen Dank für Ihre Anfrage.

Handelt es sich um eine gesetzliche oder private Krankenkasse ?
Welche Leistungen genau haben Sie während der 4 Wochen bezogen?


Mit freundlichen kollegialen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin

Verändert von ClaudiaMarieSchiessl am 11.12.2010 um 21:19 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrte Frau Kollegin,

 

in aller Kürze:

 

- gesetzliche Krankenkasse

- von dieser habe ich während meines Krankenhausaufenthaltes "nur" Krankengeld erhalten

- die Krankenkasse begürndet ihre Zahlungsweigerung wie folgt:

ich zahle keine Rentenbeiträge, die sie "in irgendeiner Art u. Weise abführen", somit habe ich auch keinen Anspruch auf Leistungen (sprich die Bezahlung der Forderung der Kammer) von ihnen

- dass die Kammer "praktisch" meine Rentenversicherung ist, blieb bisher als Argument ungehört

 

Besten Dank.

 

Mit freundlichen Grüßen

V. Hummel

Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Frau Kollegin,

vielen Dank für Ihren klärenden Nachtrag.

Grundsätzlich sind von Krankengeld von der Krankenkasse Beiträge zur Rentenversicherung und zur Arbeitslosenversicherung abzuführen, das ist schon richtig.

Nach § 3 SGB VI muss jedoch , wenn auf Entgeltersatzleistungen Rentenbeiträge abgeführt werden, eine Versicherungspflicht bestehen, ab dem letzten Jahr vor Beginn der Leistung .

Wir Anwälte sind aber von der Versicherungspflicht befreit.

Die Krankenkasse handelte daher formal korrekt. Wenn andere Krankenkassen diese Beiträge übernehmen, dass wahrscheinlich aus Kulanz ( oder Ignoranz)

Nach den Satzungen der meisten Versorgungswerke ( zB. Nordrhein- Westfalen) ist Krankengeld übrigens kein beitragspflichtiges Einkommen, da hier nur Arbeitseinkommen und Arbeitsentgelt iSv. § 14,15 SGB IV beitragspflichtig ist.

Es muss dann der Mindestbeitrag entrichtet werden.


Ich hoffe sehr, Ihnen geholfen zu haben .

Wenn Sie eine Bewertung abgeben möchten, denken Sie bitte daran, dass Sie speziell mich bewerten und ich nichts dafür kann, das die erste Antwort für Sie wenig zufriedenstellend ausgefallen ist.

Vielen Dank

Mit freundlichen kollegialen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin



Wenn Ihre Frage beantwortet ist bitte ich um Akzeptierung

Vielen Dank



Verändert von ClaudiaMarieSchiessl am 12.12.2010 um 21:13 Uhr EST
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Frau Kollegin.

wenn Sie keine Fragen mehr haben, würde ich darum bitten, meine Antwort entsprechend den allgemeinen Geschäftsbedingungen von just answer zu akzeptieren.

Vielen Dank

Verändert von ClaudiaMarieSchiessl am 13.12.2010 um 13:08 Uhr EST