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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Sozialrecht
Zufriedene Kunden: 16989
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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wer zahlt bei meinem fall die anwalts kosten 100%

Kundenfrage

wer zahlt bei meinem fall die anwalts kosten 100%?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Sozialrecht
Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

wenn es in Ihrem Fall zur gerichtlichen Auseinandersetzung kommt und Sie obsiegen, trägt die Gegenseite Ihre Anwalts- und Gerichtskosten, meist auch die Kosten, die durch die vorgerichtliche Inanspruchnahme eines RA entstanden sind.

Ich hoffe, weitergeholfen zu haben. Bei Unklarheiten Fragen Sie nach. Wenn Ihre Frage beantwortet sein sollte, bitte ich, die Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz, RA
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage zu meinen Ausgangsantworten wie folgt:

Hier haben Sie einen Anspruch auf Beratungshilfe.

Wer rechtliche Unterstützung, Rechtsrat oder Rechtshilfe von einem Rechtsanwalt benötigt, aber nur ein geringes Einkommen oder Leistungen nach dem SGB III (ALG), SGB II (ALG 2, Hartz 4) oder sonstiges bezieht, kann bei dem für den Wohnsitz zuständigen Amtsgericht einen Beratungshilfeschein beantragen. Es besteht auch die Möglichkeit, diesen vom beauftragten Rechtsanwalt einholen zu lassen.

Über den Schein rechnet der Rechtsanwalt die Gebühren für seine Tätigkeit, in erster Linie die Rechtsberatung und andere Tätigkeiten, dann direkt mit dem Gericht ab. Dabei ist vom Antragsteller ein Eigenanteil von 10 Euro zu zahlen, den der Rechtsanwalt allerdings unter Umständen auch erlassen kann.

Rechtsgrundlage für diese staatliche Unterstützung ist das Beratungshilfegesetz (BerHG). Nach § 2 BerHG ist der Beratungshilfeschein unter anderem anwendbar für Angelegenheiten im Zivilrecht (inklusive Arbeitsrecht), im Verwaltungsrecht und im Sozialrecht.

Die Beantragung der Beratungshilfe beim Amtsgericht ist kostenfrei. Auch die Beantragung durch den Rechtsanwalt verursacht keine weiteren Kosten für den Antragsteller.

Soweit in der Angelegenheit eine Rechtsschutzversicherung greift, kann keine Beratungshilfe durch das Gericht gewährt werden.

Die anwaltlichen Leistungen, für die der Schein gilt, umfassen neben der Beratung die Vertretung, den Schriftverkehr und die komplette außergerichtliche Regelung von Streitfällen.

Nach § 1 BerHG wird die Hilfe also dann gewährt, wenn der Antragsteller die erforderlichen Mittel für die Inanspruchnahme eines Rechtsanwaltes nach seinen persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen nicht aufbringen kann, keine andere Möglichkeit der Hilfe gegeben ist und insbesondere die Wahrnehmung der Rechte nicht mutwillig ist.

Beratungshilfe bekommt also, wer so wenig Geld im Monat zur Verfügung hat, dass er auch Prozesskostenhilfe nach den §§ 114 ff. ZPO erhalten würde ohne Raten aus seinem Einkommen oder Vermögen zahlen zu können.

Die wirtschaftlichen und persönlichen Verhältnisse sind also mittels des amtlichen Vordrucks dem Amtsgericht mitzuteilen und entsprechend darzulegen. Leistungsempfänger (ALG 2) können durch Vorlage des aktuelle Leistungsbescheides ihre wirtschaftlichen und persönlichen Verhältnisse darlegen.

Es lohnt sich auf jeden Fall, die Erfolgsaussichten eines Beratungshilfeantrags zu prüfen. Manchmal kann man die Einkommensgrenze durch Angabe von Ausgaben und Belastungen ungeahnt günstig verschieben.

Nutzen Sie also diese Möglichkeit und beantragen den Beratungshilfeschein vor Ihrem Termin beim Rechtsanwalt oder lassen sich von diesem ausführlich zur Beratungshilfe beraten.

Das Antragsformular erhalten Sie auf Anfrage beim Amtsgericht oder auch von Ihrem Rechtsanwalt. Hier kann das Formular auch gern per Email übersandt werden.


Die Anwaltskosten werden zu 100 % übernommen.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und darf Sie bitten, meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten.

Durch die Akzeptierung wird meine Tätigkeit Ihnen gegenüber bezahlt. Dies ist insbesondere unter Berücksichtigung berufsrechtlicher Aspekte erforderlich, da eine kostenlose Rechtsberatung in Deutschland nicht erlaubt ist.

Ich danke Ihnen vielmals und stehe für Rückfragen und eine weitergehende Beauftragung natürlich jederzeit gern zur Verfügung.

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