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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin
Kategorie: Sozialrecht
Zufriedene Kunden: 16762
Erfahrung:  20 Jahre Anwaltserfahrung
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Sozialrecht hier ein
ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

Hallo ! Ich habe f r meine 33Jahrige Tochter wohn. in K ln,eine

Kundenfrage

Hallo ! Ich habe für meine 33Jahrige Tochter wohn. in Köln,eine Mietbürgschaft unterschrieben.Meine Tochter arbeitet nicht, bezieht Geld vom AGA . Die Bürgschaft ist damals erpresst worden von Ihrem Vermieter .Die Wohnungen in dem Haus waren damals nacheinander renoviert und sie mußte darauf hin ihre damalige Wohnung verlassen und jetztige beziehen. Sie und den Hausbesitzer haben mich am So tel terroriziert ,daß ich schliesslich ein fax mit dem Bürgschaft zugeschickt habe . Seit dem habe ich immer wieder Probleme mit der Tochter,die die Miete nicht bezahlt hat ,weil aus gesundheitlichen Grunden mit den Behörden nicht zu Recht kommt . Bis jetzt hat Stadt Köln immer die Miete übernommmen und dann müßte sie die Schulden abstocken.
Ich will unbedingt aus dem Bürgschaft raus! .Ist das möglich?? Unten welchen Voraussätzungen??
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Sozialrecht
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Grundsätzlich müssen Verträge eingehalten werden.

Es gibt aber Ausnahmen.

Es besteht die Möglichkeit, eine Willenserklärung ( hier: die Abgabe der Bürgschaft) wegen Täuschung oder Drohung anzufechten, § 123 BGB.

Dies ist dann der Fall, wenn derjenige, der die Willenserklärung abgegeben hat, durch Täuschung oder Drohung zu der Abgabe bestimmt wurde.

Drohung ist hierbei das Inaussichtstellen eines künftigen Übels, das Sie in eine Zwangslage versetzt haben muss. Übel ist jeder Nachteil entweder für Sie oder Ihre Tochter.
Bloßer Zeitdruck allein reicht jedoch nicht.

Die Anfechtung kann jedoch nach § 124 BGB nur binnen Jahresfrist erfolgen. Diese Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem die Zwangslage aufhört.

Sie müssen die Anfechtung gegenüber dem erkären, gegenüber dem Sie die Willenserklärung abgegeben haben.

Ansonsten endet die Bürgschaft wenn die Hauptschuld endet, also wenn Ihre Tochter sich eine andere Wohnung sucht.

Wenn sich die Vermögensverhältnisse IhrerTochter seit Abgabe der Bürgschaftserklärung wesentlich verschlechtert hätten, bestünde auch gem. § 775 BGB
die Möglichkeit, von Ihrer Tochter Befreiung von der Bügschaft zu verlangen.

Ich würde empfehlen, sich dr Hilfe eines Anwalts vor Ort zu bedienen.


´Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben und bitte, folgendes zu beachten:

Sollte Ihre Frage hiermit beantwortet sein , bitte ich um Akzeptierung meiner Antwort. Erst mit Ihrer Akzeptierung wird die von Ihnen geleistete Anzahlung zum Zwecke des Ausgleichs der hier entstandenen Gebühren verwendet.

Just Answer ist kein kostenfreies Forum. Dies ist schon aus standesrechtlichen Gründen nicht möglich. Insoweit wird auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen verwiesen.

Die Beantwortung Ihrer Frage erfolgte unter der Bedingung, dass der von Ihnen angebotene Zahlbetrag auch zum Ausgleich gebracht wird.

Wegen etwaiger Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung . Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Abschließend möchte ich Sie noch auf folgendes hinweisen : Bitte beachten Sie, dass bereits geringfügige Änderungen des geschilderten Sachverhaltes zu anderen rechtlichen Ergebnissen führen können. Stellen Sie Ihre Frage daher möglichst präzise.

Der hier erteilte Rat kann eine ausführliche anwaltliche Beratung nebst Prüfung aller Unterlagen nicht ersetzen. Ihnen soll lediglich eine erste juristische Orientierung gegeben werden.

Über eine positive Bewertung und eine rasche Akzeptierung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Sie akzeptieren diese Antwort, indem Sie auf den grünen Button klicken.


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin





Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn Sie keine Fragen mehr haben, würde ich darum bitten, meine Antwort entsprechend den allgemeinen Geschäftsbedingungen von just answer zu azeptieren.

Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Grundsätzlich müssen Verträge eingehalten werden.

Es gibt aber Ausnahmen.

Es besteht die Möglichkeit, eine Willenserklärung ( hier: die Abgabe der Bürgschaft) wegen Täuschung oder Drohung anzufechten, § 123 BGB.

Dies ist dann der Fall, wenn derjenige, der die Willenserklärung abgegeben hat, durch Täuschung oder Drohung zu der Abgabe bestimmt wurde.

Drohung ist hierbei das Inaussichtstellen eines künftigen Übels, das Sie in eine Zwangslage versetzt haben muss. Übel ist jeder Nachteil entweder für Sie oder Ihre Tochter.
Bloßer Zeitdruck allein reicht jedoch nicht.

Die Anfechtung kann jedoch nach § 124 BGB nur binnen Jahresfrist erfolgen. Diese Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem die Zwangslage aufhört.

Sie müssen die Anfechtung gegenüber dem erkären, gegenüber dem Sie die Willenserklärung abgegeben haben.

Ansonsten endet die Bürgschaft wenn die Hauptschuld endet, also wenn Ihre Tochter sich eine andere Wohnung sucht.

Wenn sich die Vermögensverhältnisse IhrerTochter seit Abgabe der Bürgschaftserklärung wesentlich verschlechtert hätten, bestünde auch gem. § 775 BGB
die Möglichkeit, von Ihrer Tochter Befreiung von der Bügschaft zu verlangen.

Ich würde empfehlen, sich dr Hilfe eines Anwalts vor Ort zu bedienen.


´Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben und bitte, folgendes zu beachten:

Sollte Ihre Frage hiermit beantwortet sein , bitte ich um Akzeptierung meiner Antwort. Erst mit Ihrer Akzeptierung wird die von Ihnen geleistete Anzahlung zum Zwecke des Ausgleichs der hier entstandenen Gebühren verwendet.

Just Answer ist kein kostenfreies Forum. Dies ist schon aus standesrechtlichen Gründen nicht möglich. Insoweit wird auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen verwiesen.

Die Beantwortung Ihrer Frage erfolgte unter der Bedingung, dass der von Ihnen angebotene Zahlbetrag auch zum Ausgleich gebracht wird.

Wegen etwaiger Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung . Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Abschließend möchte ich Sie noch auf folgendes hinweisen : Bitte beachten Sie, dass bereits geringfügige Änderungen des geschilderten Sachverhaltes zu anderen rechtlichen Ergebnissen führen können. Stellen Sie Ihre Frage daher möglichst präzise.

Der hier erteilte Rat kann eine ausführliche anwaltliche Beratung nebst Prüfung aller Unterlagen nicht ersetzen. Ihnen soll lediglich eine erste juristische Orientierung gegeben werden.

Über eine positive Bewertung und eine rasche Akzeptierung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

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Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin