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RainNitschke
RainNitschke, Rechtsanwältin
Kategorie: Schenkungssteuer
Zufriedene Kunden: 1465
Erfahrung:  Fachanwaltslehrgang Steuerrecht
49776616
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RainNitschke ist jetzt online.

Vor einigen Jahren bekam ich (Sohn) ein Haus von meinem Vater

Kundenfrage

Vor einigen Jahren bekam ich (Sohn) ein Haus von meinem Vater (verstorben) vererbt. Nun stellt sich die Frage wenn ich das Haus meinem Bruder "vererben" möchte, wie ich die Schenkungssteuer umgehen oder "veringern" kann?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Schenkungssteuer
Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 6 Jahren.

 

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

Ihre Ausführungen sind leider nicht ganz eindeutig, daher zunächst eine Info-Anfrage meinerseits:

 

Soll das Haus auf den Bruder zu Lebzeiten übertragen werden oder tatsächlich vererbt werden?

Wie lange ist das Haus jetzt in Ihrem Eigentum?

 

Danke

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo , Eigentümer des Hauses bin ich seit 2007.Meinem Bruder soll das Haus komplett "überschrieben" bzw. vererbt werden.
Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 6 Jahren.

 

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

es ist schon ein Unterschied, ob Sie Ihrem Bruder das Haus im Moment, also zu Lebzeiten, übertragen wollen oder ihn erst in Ihrem Testament bedenken möchten.

 

Wenn er das Haus erst nach Ihrem Ableben bekommen soll, dann bleibt es leider bei einem Freibetrag von 20.000,00 EUR unter Geschwistern, es sei denn, dass sich bis dahin die Gesetze noch mal ändern und Geschwister wieder positiver berücksichtigt werden. Alles was über die 20.000,00 EUR geht, muss mit derzeit zwischen 15 und 43 % versteuert werden. Der Prozentsatz ist abhängig von dem Wert des Hauses. Bis 75.000,00 EUR (nach Abzug des Freibetrages) zahlt Ihr Bruder 15 %, bei bis zu 300.000,00 EUR wären es 20% usw.

 

Im Prinzip ist es beim Schenken ähnlich, mit dem Unterschied, dass Sie den Freibetrag in Höhe von 20.000,00 EUR alle 10 Jahre neu ausnutzen können. Sie können Ihrem Bruder also einen Teil des Hauses übertragen und in 10 Jahren noch mal einen Teil usw.

 

Möglich ware auch, dass Haus zu verkaufen und in regelmäßigen Abständen die 20.000,00 EUR auszuzahlen, was allerdings nur geht, wenn Sie nicht konkret beabsichtigen, das Haus in der Familie zu halten.

 

Im übrigen können auch Wohnrechte die Steuerlast mindern, da auch diese einen gewissen Wert haben, welcher bei der Bewertung des Hauses in Abzug gebracht wird. Hier muss jedoch aufgepasst werden, dass nicht nachträglich Steuern zu zahlen sind, wenn das Wohnrecht irgendwann einmal aufgegen wird. Hier kommt es auf eine richtige Vertragsgestaltung an, die jedoch von einem Notar vorgenommen werden sollte.

 

 

Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 6 Jahren.

 

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

ich darf Sie bitten, die Antwort gemäß der AGB durch Anklicken des grünen "Akzeptieren" - Feldes zu akzeptieren. Dies gilt auch für den Fall, dass Sie eine Flatrate gebucht haben. Kostenlose Nachfragen sind selbstverständlich auch noch im Anschluss möglich. Vielen Dank!