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a.merkel
a.merkel, Rechtsanwältin
Kategorie: Scheidungsrecht
Zufriedene Kunden: 2263
Erfahrung:  LL.M.
35164805
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a.merkel ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe eine Frage bezüglich der Scheidung meines

Kundenfrage

Guten Tag,
ich habe eine Frage bezüglich der Scheidung meines Bruders. Mein Bruder und meine Schwägerin möchten sich trennen. Sie wohnen im Haus, das mein Bruder nur auf seinen Namen von meiner Mutter überschrieben bekommen hat. Meine Schwägerin möchte die Scheidung auf jeden Fall auch, aber sie will nicht aus dem Haus ausziehen. Mein Bruder erträgt die Situation jetzt nicht mehr und hat sich auf den 1.06.12 eine Wohnung gemietet. Er muss aber auch noch die Schulden von einer Hauserweiterung abbezahlen. Die drei gemeinsamen Kinder sind volljährig, wohnen aber momentan alle noch zu Hause. Meine Schwägerin arbeitet auf 400,00 Euro-Basis.
Wird bei einer Scheidung meinem Bruder der Auszug aus dem Haus als böswilliges Verlassen ausgelegt und muss er meiner Schwägerin einen Anteil am Haus bezahlen, obwohl es nur ihm gehört?
Ich bin gespannt auf Ihre Antwort
mit freundlichen Grüßen
Sonja Faller
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Scheidungsrecht
Experte:  a.merkel hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sehr geehrte Ratsuchende,


ich beantworte Ihre Frage aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben folgendermaßen.


Wird bei einer Scheidung meinem Bruder der Auszug aus dem Haus als böswilliges Verlassen ausgelegt und muss er meiner Schwägerin einen Anteil am Haus bezahlen, obwohl es nur ihm gehört?

1. Der Auszug aus dem Haus kann Ihrem Bruder nicht ohne weiteres als böswilliges Verlassen ausgelegt werden. Im Gegenteil, fordert das Gesetz bei einer Ehe, welche länger als 3 Jahre bestanden hat das so genannte Trennungsjahr. Dies bedeutet, dass die Ehepartner mindestens 1 Jahr getrennt leben müssen, damit eine Ehe überhaupt geschieden werden kann. Eine solche Trennung erfordert zwar nicht dringend 2 separte Wohnungen, jedoch ist ein Auszug immer eindeutiger und klarer hinsichtlich des Beginns des Trennungsjahres, als eine Aufteilung der Wohnung.

2. Haben die Eheleute mittels Ehevertrag nichts anderes geregelt, so wird ein Vermögensausgelich nach dem Zugewinnausgleich ermittelt. Dies bedeutet, dass die jeweiligen Vermögen beider Eheleute zum Zeitpunkt der Trauung mit denen zum Zeitpunkt der Scheidung verglichen werden. Die Differenz des jeweiligen Anfangs- und Endvermögen bildet hierbei den Vermögenszuwachs. Derjenige, der den größeren Vermögenszuwachs zu verzeichenen hat, muss dem anderen einen Anteil des Zuwachses geben. Jedoch werden Erbschaften und Schenkungen, die ein Ehepartner allein erhalten hat, zum Anfangsvermögen hinzugerechtnet. Somit ist ein Ausgleich hinsichtlich des Hauses nur dann notwendig, wenn das Haus an Wert gewonnen hat, z.B. Wertsteigerung durch gestiegene Immobilienpreise, Sanierung etc.

ein Zugewinnausgleich ist nicht vorgeschrieben und kann durch einvernehlichen verzicht bei Scheidung auch ausgeschlossen werden.


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Mit besten Grüssen

Anja Merkel, LL.M.

Rechtsanwältin

Experte:  a.merkel hat geantwortet vor 5 Jahren.
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Beste Grüße

Anja Merkel, LL.M.
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Anja Merkel, LL.M.
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