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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Scheidungsrecht
Zufriedene Kunden: 26348
Erfahrung:  Fachanwalt für Familienrecht
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Scheidungsrecht hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Mein Haus, das ich vor meiner Ehe kaufte habe ich (geb. 1943) meinen beiden Töchtern gesch

Kundenfrage

Mein Haus, das ich vor meiner Ehe kaufte habe ich (geb. 1943) meinen beiden Töchtern geschenkt. Bei den Scheidungsverhandlungen verlangt der Gegenanwalt meines Mann einen
größeren Betrag weil ich das Nießbrauchrecht habe. Das Haus ist für € 1.200 vermietet. Wie berechne ich den Wert?
MfG Nesthorn
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Scheidungsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Nießbrauch und beschränkte persönliche Dienstbarkeiten sind im Scheidungsverfahren mit ihrem Ertragswert einzubeziehen, da bei diesen Rechten der wirtschaftliche Wert in der Ertragschance liegt

Bei lebenszeitbezogenen Nutzungsrechten ist nicht die tatsächliche Nutzungsdauer maßgebend; eine Bewertung erfolgt vielmehr nach objektiven Maßstäben, also nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer des Berechtigten zum Stichtag;

Rechnerisch erfolgt dies in der Weise, dass der Nettowert der jährlich erzielbaren Nutzungsdauer anhand der letzten Sterbestatistik festzustellen ist.

Beim Wohnrecht richtet sich dies nach der Wertermittlungsverordnung vom 6.12.1988

Die Bewertung erfolgt regelmäßig nach der Rentenbarwertformel erfolgt ( die vom Statistischen Bundesamt herausgegebenen Tabellen - Fachserie A Bevölkerung und Kultur Tabelle 3).

Die Berechnung selbst kann in der Tat nur durch einen Sachverständigen durchgeführt werden.




Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt







Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ihre Antwort löst nicht mein Problem: Der Gegenanwalt hat als Nießbrauch für mein
Haus € 127.212,-- "errechnet". Wie kommt er zu diesem Wert? Könnte es sein, daß ein Sachverständiger den Wert noch höher beziffert? Wenn das der Fall sein könnte, würde ich lieber auf ihn verzichten - denn so ein Gutachten kostet ja auch eine Menge Geld -
deswegen: ist es sinnvoll, einen Sachverständigen einzuschalten - oder lasse ich das lieber?
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Wie hoch ist denn der Verkehrswert des Hauses?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Schiessl,

den genauen Verkehrswert kenn ich nicht - aber schätzungsweise zwischen
€ 325.000 bis € 350.000.
MfG Nesthorn
Experte:  hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

OK, dann gehe ich bei der Berechnung von 350.000 EUR aus.

Die Berechnung (natürlich nur überschlägig): Ich gehe davon aus, dass es sich um die Nettomiete handelt

Wir bestimmen zunächst den Kapitalwert aus der Muliplikation des Jahreswertes mit dem Vervielfältiger 12*1200= 14.400 EUR Jahreswert. Von diesem Jahreswert könnten Sie noch jährliche Hauskosten abziehen.

Aufgrund Ihres Alters 69 beträgt der Vervielfältiger 9,325, also 134.280 EUR, als Wert des Nießbrauchs.

Der Jahreswert ist begrenzt nach § 16 BewG: 350.000 EUR : 18,6= 18.817 EUR. Die Begrenzung wird also nicht überschritten.

Wenn also Ihr Gegenanwalt einen Wert von ca. 127.000 EUR errechnet hat, so liegt er in einem durchaus reellem Bereich.

Ein genaueres Ergebnis können Sie nur durch einen Gutachter feststellen.




Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und weitere Experten für Scheidungsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Schiessl,

danke für Ihre Beantwortung - damit komme ich schon weiter - nur eine Sache müsste ich noch klären: Ich bezahle ja auch 30% Steuern auf die Mieteinnahmen - kann ich diese Kosten bei der Bewertung von der Miete abziehen? Und was ist mit anderen Kosten z.B. Instandhaltungskosten - können die auch irgendwie berücksichtigt werden?
Was versteht man unter " Nettomiete"?
Danke für Ihre Antwort.
MfG
Nesthorn
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Nein, die Steuer können Sie nicht berücksichtigen.

Sofern Sie Instandhaltungskosten haben (Ich habe sie in meiner Antwort als Hauskosten bezeichnet) können Sie diese vom Jahreswert abziehen.

Die Nettomiete ist die Kaltmiete, also die Miete ohne Nebenkosten.


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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