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RA Staemmler
RA Staemmler, Rechtsanwalt
Kategorie: Scheidungsrecht
Zufriedene Kunden: 915
Erfahrung:  Als Rechtsanwalt berate und vertrete ich Sie u.a. auf dem Gebiet des Familienrecht sowie im Unterhalts- und Scheidungsrecht.
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RA Staemmler ist jetzt online.

Ich lebe in Trennung mit meinem Mann,er wollte im Januar ausziehen

Kundenfrage

Ich lebe in Trennung mit meinem Mann,er wollte im Januar ausziehen ich hatte Ihm die Eigentumswohnung im Oktober überschrieben/geschenkt und jetzt will er nicht mehr ausziehen und seine Eltern pflegen.Durch seinen Anwalt habe ich gestern ein Fax am Abend erhalten,dass ich die Wohnung zu räumen habe.Ich verdiene nur 400.-Euro.War alles während der Ehe so besprochen,denn bei einem 100% Job hätte ich nehr Abzüge und wäre knapp über 400.-Euro gekommen und so hatten wie beschlossen,dass der 400.-Euro Job für mich reicht.Kann er mich jetzt einfach so rausschmeissen?Zur Gewalt kam es auch schon in dem er in "meinem Zimmer" mich bedrängte in dem ich nur ausweichen konnte und Ihm meine Hand als Abstand entgegenstreckte und ich dadurch mit dem Kopf an den Gefrierschrank und Heizung knallte.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Scheidungsrecht
Experte:  RA Staemmler hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

Ihre Frage beantworte ich anhand der vorliegenden Informationen wie folgt:

Ich gehe davon aus, dass die benannte Eigentumswohnung nicht die Wohnung ist in der sei und ihr Noch-Ehemann derzeit leben?

Jeder Ehegatte kann während des Getrenntlebens die Wohnung für sich beantragen. Der Antrag ist beim Familiengericht zu stellen. Gute Chancen haben Sie insbesondere, wenn ihr Noch-Ehemann gegen Sie Gewalt ausgeübt hat oder damit gedroht hat. Dies sollte hier der Fall sein.

Ich rate ihnen einen Anwalt mit der Wahrnehmung ihrer Interessen zu beauftragen. Da Sie nach ihren eigenen Angaben ein Einkommen von 400 EUR haben, sollten die Kosten über Beratungshilfe gedeckt werden.

Sollten Sie Nachfragen haben, stehe ich gerne zur Verfügung. Sofern keine Nachfragen bestehen akzeptieren Sie bitte die Antwort durch einen Klick auf den grünen Button.

Abschließend weise ich darauf hin, dass diese Plattform lediglich eine erste Einschätzung liefern kann und nicht geeignet ist eine ausführliche anwaltliche Beratung zu ersetzen. Die erstellte Antwort ist maßgeblich von den zur Verfügung gestelllten Informationen abhängig.

Mit freundlichen Grüßen

André Stämmler
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Es handelt sich um die eheliche Wohnung die eine Eigentumswohnung ist.Wir leben Beide noch in dieser Wohnung.Von meinen 400.-EUR kann ich mir ja kaum eine Wohnung leisten.Habe ich anrecht auf Unterstützung von meinem Noch-Ehemann wenn ich ausziehen muss?Wie lange darf ich noch in dieser gemeinsamen Ehewohnung bleiben obwohl ich sie Ihm im Oktober 2011 überschrieben habe?Da diese noch nicht abbezahlt ist und ich Angst hatte er lässt mich damit sitzen habe ich diese Wohnung Ihm geschenkt.Nun muss ich nur noch aus dem Kreditvertag raus.Jetzt will mein Noch-Ehemann auch das wir einen gemeinsamen Anwalt nehmen ,der gleichzeitig auch sein Freund ist,damit es günstiger für mich wird.Mit welchen Kosten habe ich bei einem eigenen Anwalt zu rechnen bei einer Scheidung?
Experte:  RA Staemmler hat geantwortet vor 5 Jahren.
Grundsätzlich steht die Ehewohung beiden Ehegatten zur gemeinsamen Nutzung zu. Ihr Ehemann kann also nicht ohne Weiteres den Auszug verlangen. Sie sollten sich daher gegen das Räumungsverlangen zur wehr setzen und selbst einen Anwalt einschalten. Ggf. sollten Sie das alleinige Wohnrecht beantragen.

Ehegatten sind zur gegenseitigen Unterstützung verpflichtet, auch finanziell. Wenn ihr Ehemann mehr verdient besteht auch grundsätzlich ein Anspruch auf Trennungsunterhalt bis zum Zeitpunkt der Scheidung und nachehelicher Unterhalt. Die Höhe des Unterhalts richtet sich nach den ehelichen Lebensverhältnissen. Einfach berechnet bildet man die Differenz aus beiden Einkommen. Von dieser Differenz sind 3/7 als Unterhalt an den anderen Part zu zahlen. Verdient ihr Mann z.B. 2500 € netto und Sie 400 €, ergibt sich eine Differenz von 2100 €. 3/7 sind 900€. Dies wäre ihr UNterhaltsanspruch. Unterhalt kann nicht rückwirckend verlangt werden. Sofern Sie Unterhalt wünschen sollten Sie diesen schriftlich von ihrem Mann fordern.

Eine Scheidung kann grundsätzlich auch mit nur einem Anwalt vollzogen werden. Ich rede hier vom reinen Scheidungstermin. Nach anwaltlichen Berufsrecht darf dieser aber nur eine Person beraten wenn widerstreitende Interessen im Raum stehen. Dies ist hier anzunehmen, insbesondere unter Berücksichtigung von Unterhalt und Zugewinnausgleich (der Ausgleich des in der Ehe angewachsenen Vermögens).

Sie sollten sich ernsthaft überlegen ob Sie dem Anwalt vertrauen der Sie zum Verlassen der Wohnung auffordert?!

Ich gehe - nach den vorliegenden Informationen - nicht davon aus, dass ihr Ehemann nur in ihrem Sinne handelt.

In aller Deutlichkeit rate ich Ihnen daher nochmals einen Anwalt mit der Wahrnehmung ihrer rechtlichen Intessen zu beauftagen!
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Wie sieht es mit seiner Unterhaltspflicht von seinen Kindern aus 1.Ehe aus? Wird das noch von seinem Nettoverdienst abgezogen bzw.wie errechnet sich dann mein Unterhalt. Der eine Sohn ist behindert und 21 Jahre,da ist mir klar das er für den immer zahlen muss. Der andere ist 18Jahre und hat keine Ausbildung.Mit der Schule ist

er fertig.

Experte:  RA Staemmler hat geantwortet vor 5 Jahren.
Der Kindesunterhalt errechnet sich nach der Düsseldorfer Tabelle. Diese kann hier eingesehen werden.

http://www.olg-duesseldorf.nrw.de/07service/07_ddorftab/07_ddorf_tab_2011/index.php

Der Kindesunterhalt ist vom Einkommen abzuziehen. Die Verteiung des Unterhalts ist aber gleichrangig. Die Berechnung bleibt dann gleich mit 3/7.

Bitte vergessen Sie nicht meine Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen
A.Stämmler
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sorry..aber das mit dem Unterhalt verstehe ich nicht! Die Tabelle hilft mir da recht wenig,wenn ich von Ihnen erfahren möchte wie sich der Unterhalt verhält.Mir geht es darum zu erfahren was ich von meinem Noch-Ehemann für Unterhalt zu erwarten habe.Denn sein Anwalt hätte zu Ihm gesagt,ich muss mir Arbeit suchen und würde daher keinen bekommen.Das ich Arbeit suche ist selbstverständlich für mich,denn ich möchte keine staatliche Unterstützung.Da Sie ja alle verfügbare Daten bzw.Einkommen von uns wissen und was an Unterhalt abgeht,können Sie mir sagen was ich an Unterhalt von meinem Noch-Ehemann zu erwarten hätte!?
Experte:  RA Staemmler hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr gerne nehme ich auch eine Unterhaltsberechnung für Sie vor. Hierfür benötige aber zusätzliche Angaben:

Nettoverdienst des Ehemannes. Kreditraten für Wohnung. Wer zahlt diese? Sonstige Belastungen wie Krnakenversicherung etc., Unterhalt für die Kinder.

Ohne diese Angaben kann ich den Unterhalt nicht berechnen.

Hinsichtlich der Aussage des gegnerischen Anwalts. Bis zur Scheidung haben Sie Anspruch auf Trennungsunterhalt. Nach der Scheidung ist der Unterhalsanspruch u. a. abhänig von der Ehezeit und auch wieder der Einkommen. Es kann dann sog. Aufstockungsunterhalt gewährt werden wenn SIe auch mit einer Arbeit nicht das gleiche Niveau erreichen wie es zu Ehezeiten vorherrschte. Aber grundsätzlich sind Sie verpflichtet sich eine Stelle zu suchen. Etwas anderes gilt wenn Sie gemeinsame Kinder haben.

Bitte stellen Sie noch die Daten zur Verfügung oder akzeptieren Sie die Antwort
Experte:  RA Staemmler hat geantwortet vor 5 Jahren.
Bitte akzeptieren Sie die Antwort wenn Sie keine weiteren Fragen haben.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Der Nettoverdinest beträgt 2438.-Euro Ehegatte meiner beträgt 400 .- Euro.Er zahlt die Eigentumswohnung mit 350.-Euro monatl. und für die Kinder die ich oben schon benannt habe 700.-Euro..so hat er es mit seiner Ex-Frau ausgehandelt.Krankenversicherung wird ja vom Lohn abgezogen.Für Hausrat und Haftpflicht ca.80.-Euro monatl.Telefon 40.-Euro.Autoversicherung 300.- Euro im Jahr und KFZ-Steuern knapp 100.-Euro jährlich.Ich hoffe ich habe jetzt alle Fakten zusammen für Sie.
Experte:  RA Staemmler hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

eine abschließende Unterhaltsberchnung wird hier sehr schwierig. Insbesondere muss geklärt werden, ob der 18 j. Sohn noch bei der Mutter wohnt oder selbst schon Einkommen hat. Dann ist für diesen kein Unterhalt zu gewähren. Dies gilt auch für den behinderten Sohn. Wenn dieser eigenes Einkommen (ggf. auch aus einer Behindertenwerkstatt) hat, ist dieses anzurechnen. Dadurch das ihr Mann in der eigenen Wohnung wohnt ist ein sog. Wohnvorteil anzurechnen. Dieser entspricht dem Wert, den eine vergleichbare Wohnung auf dem örtlichen lokalen Markt ihrer Region an Miete erzielen würde. Bis zum Scheidungsantrag, ist ein geringerer Wohnwert anzusetzen. Man geht hier von 1/3 des mtl. Nettoeinkommens aus. Also hier ca. 800 € Darüber hinaus wären auch noch Betriebskosten, Wasser und Strom anzurechnen.

Der Unterhalt errechnet sich wie folgt:

2438,00 €
- 121,90 € (5% berufsbedingte Aufwenungen, Pauschale)
- 350,00 € (Hauskredit)
- 700,00 € (Kindesunterhalt)
+ 800,00 € (Wohnvorteil)
= 1266,10 € (breinigtes Nettoeinkommen)

Davon wird die Differenz mit ihrem Einkommen gebildet, also

2066,10 €
- 380,00 € (400 - 5% berufsbedingte Aufwendungen)
= 1686,10 €

Ihr Unterhaltsanspruch ist 3/7 aus dieser Differenz, also:

3/7 aus 1686,10 = 722,61 €

Wie bereits dargestellt kann dies in anbetracht des Wohnwertes und der anderen Umstände schwanken. Darüber hinaus trifft Sie grundsätlich auch die Verpflichtung für selbst zu sorgen. Auch hierauf wird sich ihr Mann berufen. Sie sollten sich daher eines eigenen ANwalts ihres Vertrauens in ihrer Nähe bedienen. Diese Plattform kann nur eine erste Einschätzung liefern und keine Vollumfängliche Beratung ersetzen. Diese ist aber in Anbetracht der zu erwartenden Probem dirngend anzuraten. Die Kosten können ggf. über Beratungshilfe gedeckt werden.

Sofern keine Nachfragen bestehen akzeptieren Sie bitte die Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

A.Stämmler