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RA_UJSCHWERIN
RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwalt
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
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RA_UJSCHWERIN ist jetzt online.

Guten Tag, ich bin seit 5 JAhren geschieden, meine Frau hat

Kundenfrage

Guten Tag, ich bin seit 5 JAhren geschieden, meine Frau hat ein Attest, dass sie nur ca. 3 Std. arbeiten könnte. Muss ich ihr Unterhalt zahlen? und wenn ja wieviel? Ich bin in Alterteilzeit und habe mtl. ca. 2100,-€ Gehalt.
Vielen Dank XXXXX XXXXX H. Frauenschuh
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Scheidungsrecht
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werter Fragesteller,

zu Ihrem Anliegen möchte ich gern wie folgt ausführen:

Ob Sie Ihrer Ehefrau nachehelichen Unterhalt schulden, hängt von vielerlei Faktoren ab.
Zunächst muss die Unterhaltskette seit der Scheidung ununterbrochen sein. Dies bedeutet, dass Ihre geschiedene Ehefrau zum einen seit der Scheidung ununterbrochen einen Unterhaltsanspruch gehabt hätte, unabhängig davon, ob sie diesen geltend gemacht hat.
Wenn hier nun Unterhalt wegen Erwerbsminderung bzw. Krankheit verlangt wird, müsste zudem die Krankheit bereits ihren Anfang in der Ehezeit genommen haben, damit Sie jetzt noch zum Unterhalt herangezogen werden können.

Dies müsste nunmehr erst einmal eingehend geprüft werden.

Wenn ein Unterhaltsanspruch bejaht werden sollte, so wäre dieser der Höhe nach mit der Hälfte der Einkommensdifferenz zwischen Ihrem Einkommen und dem Einkommen der geschiedenen Ehefrau zu beziffern. Ihnen müssen aber in jedem Fall 1.050 € verbleiben.
RA_UJSCHWERIN und weitere Experten für Scheidungsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
kann meine geschiedene Frau (58 Jahre alt) Gewissermaßen "gezwungen" werden zu arbeiten, oder kann/ müsste sie Rente beantragen?
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werter Fragesteller,

zwingen kann man Ihre geschiedene Ehefrau zur Arbeit nicht. Wenn es um den Unterhalt geht, wird Ihrer geschiedenen Frau das Einkommen angerechnet, welches sie verdienen könnte, wenn sie einer Arbeit nachgeht.

Im Unterhaltsrecht trifft Ihre geschiedene Ehefrau auch die Obliegenheit einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
was bedeutet das konkret in meinem Fall? was kann angerechnet werden bzw. wie hoch ist mein Unterhaltsanteil? Ich zahlte bisher 323€ und bis August 2011und 461 € an meine studierende Tochter (geb 1987). 2010 bekam ich vom Sozialamt, das für meine Frau zuständig ist, die Mitteilung, dass mir mehr als die 323 € nicht zuzumuten seien. Daraufhin habe ich ihr, nachdem ich ja für meine Tochter nichts mehr zahlen musste, deren Anteil überwiesen. Durch eine RA`in klagt sie nun über einen höheren Betrag. WAs folgt daraus für mich?
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werter Fragesteller,

wenn hier bereits eine Klage anhängig ist, benötigen Sie zwingend einen Anwalt. Im Unterhaltsrecht herrscht Anwaltszwang.

Wenn Ihre geschiedene Ehefrau Leistungen vom Sozialamt erhält, ist Sie außerdem nicht berechtigt, den Unterhalt einzuklagen, weil der Unterhaltsanspruch dann auf das Sozialamt übergeht. Dort haben Sie eine Vereinbarung getroffen.

Wenn Ihre geschiedene Ehefrau 3 Stunden arbeiten könnte, dann wird hier fiktiv das Einkommen errechnet, welches Ihre geschiedene Ehefrau mit 3 Stunden Erwerbstätigkeit erzielen könnte. Wie hoch dieses ist, hängt vom Beruf Ihrer geschiedenen Ehefrau ab.

Ich kann Ihnen nur dringend empfehlen, sich in die Vertretung eines Fachanwaltes für Familienrecht zu begeben.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich habe bereits einen Anwalt, der meint, dass ich zahlen müsste. DA aber Bekannte mir gesagt haben, dass nach dem neuen Scheidungsrecht soetwas nicht mehr möglich sei, wollte ich die Meinung eines anderen Experten/in einholen, um zu sehen, wie meine Chancen stehen, den bisherigen Betrag oder garnichtsmehr zahlen zu müssen. Ich finde, dass man in jedem Fall auch andere Experten zu Rate zieht, die evtl in einer solchen Sache schon Erfolge - in meinem Sinne- erziehlt haben. Gut wäre es deshalb auch für mich, auf entsprechende Urteile verweisen zu können. Vielen Dank im Voraus für Ihre Bemühungen!
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werter Fragesteller,

leider lässt sich die Erfolgsaussicht abschließend über eine Onlineberatung nicht geklärt werden. Eine einheitliche Rechtsprechung gibt es seit der Reform des Unterhaltsrechtes nicht.

So hat der BGH einmal den nachehelichen Unterhaltsanspruch eines kranken geschiedenen Ehepartners bei einer Ehedauer von 11 Jahren auf 3 Jahre befristet.

Im gleichen Jahr fällte der BGH aber eine Entscheidung gegen die Befristung von Krankheitsunterhalt mit seinem Urteil vom 27. Mai 2009 XII ZR 111/08 –
Im 2. Fall hatte die Frau sehr jung geheiratet und 4 Kinder während der Ehe bekommen und war dann an Krebs erkrankt. Hier sagt der BGH, dass eine eheliche Solidarität gegeben ist.

In Ihrem Fall hängt es also davon ab, wie lange Sie verheiratet waren und wann Ihre Ehefrau erkrankt ist. Daneben wäre im Verfahren einzuwerfen, dass die Ehefrau zumindest eine Erwerbsminderungsrente beantragen müsste.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
DANKE!
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr gerne. Sie sollten in dem Verfahren in jedem Fall alle Argumentationen einwerfen, die Sie vorbringen können. Wichtig ist, dass in jedem Fall, sollte sich ein Unterhaltsanspruch abzeichnen, hier eine Befristung beantragt wird. Eine nachträgliche Befristung ist nämlich nicht möglich. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

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