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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Scheidungsrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Zweites juristisches Staatsexamen Diplom Jurist
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Jetzt ist es raus. Nach einem Jahr nebeneinander herleben hat

Kundenfrage

Jetzt ist es raus. Nach einem Jahr nebeneinander herleben hat mein Mann mir an den Kopf geworfen ich solle mit den Kindern doch zu meinen Eltern gehen! Mein Papa ist 81 und die Mama 80 und beide werden von mir betreut. Wir haben zwei Kinder 7 und 10 und das Haus fällt im Trennungsfall der Mutter meines Mannes zurück. Wie soll ich seit 10 Jahren Hausfrau ohne Einkommen jetzt ohne einen Cent ausziehen? Welche Möglichkeiten habe ich. In das Haus meiner Eltern kann ich nicht. Ist alt und baufällig und zu klein für uns alle.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Scheidungsrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Ratsuchende,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:








Diese stellt in der Tat ein Problem dar. Hier gibt es zwei Ansatzpunkte hinsichtlich der weiteren Bewerkstelligung ihres Lebensunterhalts.

 

Hier müsste zunächst geschaut werden, ob sie gegenüber ihrem Mann Unterhaltsansprüche geltend machen können und falls dieses nicht möglich ist, beispielsweise weil ihr Mann nicht genügend verdient, müssten sie sich zumindest vorübergehend, bis sie beispielsweise eine angemessene Erwerbstätigkeit gefunden haben, an die zuständige ARGE wenden, um Leistungen nach dem SGB II zu beantragen.

 

Bevor aber der Staat hier in Anspruch genommen werden kann, müssten sie wie bereits ausgeführt versuchen, ihren Mann auf Unterhalt in Anspruch zu nehmen.

 

Sobald sie sich trennen, haben sie unter Umständen einen Rechtsanspruch auf so genannten Trennungsunterhalt.

 

Trennungsunterhalt muss ihr Mann grundsätzlich dann zahlen, wenn sie bedürftig sind (dass ist nach ihrer Schilderung unzweifelhaft der Fall) und wenn ihr Mann leistungsfähig ist.

 

Leistungsfähig ist ihr Mann grundsätzlich dann, wenn er in Bezug auf den Trennungsunterhalt über dem sog. Selbstbehalt nach Düsseldorfer Tabelle in Höhe von derzeit 1050.- € liegt.

 

Hiermit ist aber nicht das steuerliche Nettoeinkommen ihres Mannes gemeint, sondern das so genannte unterhaltsrelevante bereinigten Nettoeinkommen.

 

Bevor also das Einkommen ihres Mannes zu Unterhaltsberechnung herangezogen werden kann, kann er noch bestimmte Positionen, wie insbesondere Kindesunterhalt und berufsbedingte Aufwendungen abziehen.

 

Wenn dann nach allen Abzügen noch ein Betrag von über 1050.- € monatlich zur Verfügung steht, liegt Ihr Mann über dem Selbstbehalt und könnte von ihnen auf Unterhalt in Anspruch genommen werden.

 

Um das Einkommen zu ermitteln beziehungsweise den Unterhalt zu berechnen, stellt ihnen das Gesetz einen so genannten Auskunftsanspruch zur Verfügung. Ihr Mann muss ihnen seine vollständige Vermögenssituation und Einkommenssituation offen legen.


Sie sollten hier einen im Familienrecht erfahrenen Kollegen vor Ort mit der Wahrnehmung ihrer rechtlichen Interessen und insbesondere der Durchführung einer konkreten Unterhaltsberechnung beauftragen.







Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Sonntagabend!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt





Advopro und weitere Experten für Scheidungsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Das Netto meines Mannes ist 2.160,- Euro. Was wird da noch abgezogen? Ich bin mir sicher, dass er sämtliche Zahlungen verweigern wird. Woher bekomme ich schnell Geld für Miete z.b.?
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
vielen Dank für den Nachtrag.

Wie bereits mitgeteilt wird der Kindesunterhalt abgezogen so wie berufsbedingte Aufwendungen und bestimmte ehebedingte Schulden.

Es gibt aber auch noch weitere Abzugspositionen.

Nachfolgend habe ich Ihnen einen Link beigefügt, dem Sie eine relativ vollständige Auflistung abzugsfähiger Positionen entnehmen können (Bitte auf dieser seite links auf "Unterhalt" klicken und anschliessend auf "Das unterhaltsrelevante Einkommen: was zählt dazu, welche Abzüge sind möglich?"):


http://www.scheidung-online.de/


Wenn er Zahlungen verweigert, müssten sie den Unterhalt notfalls gerichtlich geltend machen.

Sie sollten schnellstmöglich einen im Familienrecht erfahrenen Kollegen vor Ort mit der Durchführung von Auskunftsansprüchen und der Berechnung sowie gegebenenfalls anschließenden Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen beauftragen.



Ich hoffe ihre Nachfrage zu ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Sonntagabend und alles Gute!




Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt