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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 15714
Erfahrung:  Rechtsanwältin, seit dem Jahr 2000 auch Fachanwältin für Familienrecht,Korrespondenzsprachen : deutsch und englisch, 20 Jahre Anwaltserfahrung
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Scheidungsrecht hier ein
ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

Hallo, ich bin im Februar 2009 geschieden worden und zahle

Kundenfrage

Hallo,
ich bin im Februar 2009 geschieden worden und zahle seitdem freiwillig Unterhalt an meine geschiedene Ehefrau. Ich habe drei Kinder (24, 20 und 11 Jahre), von denen natürlich nur noch der jüngste Sohn betreut werden muß. Meine geschiedene Ehefrau ist berufstätig, arbeitet im 2-Schicht-Betrieb in einem Krankenhaus (3/4-Stelle; Einkommen etwa 800 €). Sofern sich mein Sohn zu dieser Zeit zu Hause aufhält, wird er nicht betreut. Mein Sohn hat ADS, bekommt entsprechende Medikamente und ist regelmäßig in ärztlicher Bertreuung.
Zur Sicherung des Einkommens habe ich nach mündlicher Absprache meiner geschiedenen Ehefrau in 2007 den Erlös unseres gemeinsamen Hauses überlassen. Damit hat sie Eigentum erworden, wohnt jetzt belastungsfrei.

In 2010 habe ich den Unterhalt für die Kinder durch das Jugendamt berechnen lassen, dabei wurde als Service (ohne Rechtsanspruch) der Ehegattenunterhalt berechnet.
In der letzten Woche habe ich wieder geheiratet.
Meine Frage: muß ich weiterhin Unterhalt an meine geschiedene Ehefrau zahlen? Falls ja, wie lange noch? Anzumerken ist noch, dass sie gesundheitlich "angeschlagen" ist (mehrere Bandscheibenfälle, Asthma).
Vielen Dank XXXXX XXXXX
Dietmar Riediger
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Scheidungsrecht
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für Ihre Anfrage.


Beim nachehelichen Unterhalt gilt, im Gegensatz zum Trennungsunterhalt, der Grundsatz der Eigenverantwortlichkeit.

Grundsätzlich ist der bedürftige Ehegatte dazu verpflichtet, für seinen eigenen Unterhalt zu sorgen.

Er muss also ganztags arbeiten.

Das gilt auch dann, wenn minderjährige Kinder vorhanden sind

Eine Ausnahme wird dann gemacht,wenn die Kinder der Betreuung bedürfen.

Bei Kindern die ADHS haben wird regelmäßig davon ausgegangen,dass diese betreut werden müssen, was eine Ganztagstätigkeit ausschließt.

Die Ehefrau ist also nach wie vor unterhaltsbedürftig.


Die alte Ehefrau geht der neuen Ehefrau nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs vor, da sie darauf vertrauen durfte dass Unterhalt bezahlt wird.


Der Unterhaltsanspruch findet dann sein Ende wenn die Betreuung des elf jährigen Sohnes nicht mehr erforderlich ist.



Die Tatsache, dass die ehemalige Ehefrau mietfrei im Eigenheim wohnt wird ihr wie Einkommen zugerechnet, so dass sich dadurch der von Ihnen zu zahlende Unterhalt reduziert.


Ich hoffe, dass ich Ihnen einen ersten Überblick verschaffen konnte

Wenn Sie noch Fragen haben ,gerne .




mit freundlichen Grüßen



Rechtsanwältin



Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung vielen Dank.






Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,


Haben Sie noch Fragen, sehr gerne!

wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich höflichum Akzeptierung vielen Dank
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Knackpunkt ist also offensichtlich die Betreuung meines Sohnes wg. ADHS. Die Frage, die sich für mich daraus ergibt, ist: kann sich meine gesch. Ehefrau auf einen nicht zumutbaren Vollerwerb berufen, wenn mein Sohn tatsächlich wg. der Schichtarbeit oft allein ist?
Danke!
D. Riediger
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
sehr geehrter Fragesteller,


Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Ob sich die Ehefrau auf den nicht zumutbaren Vollerwerb berufen kann wird davon abhängen wie genau sich die Betreuung des Sohnes gestaltet.

Seitdem das neue Unterhaltsrecht in Kraft getreten ist kann nicht mehr generell etwas gesagt werden sondern es kommt sehr darauf an, was im Einzelfall vorgetragen wird.

Wenn also die Frau geltend macht, dass der Sohn wegen der Hausaufgaben et cetera eine verstärkte Betreuung benötigt und gleichzeitig ein ärztliches Attest wegen des ADHS vorliegt ist es wahrscheinlichdass ihre Ex Ehefrau ein Vollzeiterwerb nicht zugemutet werden kann.

Die Rechtsprechung ist hier wie gesagt uneinheitlich und stellt überwiegend darauf ab wie die Kinder betreut werden können.

Bei entsprechender Betreuungsmöglichkeit wird schon von den Müttern dreijährige Kinder verlangt, dass die ganztags arbeiten.

Viele Familiengerichte halten sich jedoch nicht an diese Vorgaben sondern entscheiden sehr einzelfallbezogen

Es wird also darauf ankommen, was ihre Exfrau in Bezug auf die Betreuungsbedürftigkeit des Sohnes vorträgt.

meist wird hier vor dem Familiengericht der Tagesablauf mit dem Kind geschildert und dargelegt wann das Kind besonderer Betreuung bedarf




Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben

Sehr gerne können Sie nachfragen.


Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung vielen Dank

.
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Scheidungsrecht
Zufriedene Kunden: 15714
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ClaudiaMarieSchiessl und weitere Experten für Scheidungsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für die freundliche Akzeptierung


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