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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Scheidungsrecht
Zufriedene Kunden: 21606
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Scheidungsrecht hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag meine Damen und Herren. Folgende Frage beschäftigt

Kundenfrage

Guten Tag meine Damen und Herren.

Folgende Frage beschäftigt mich:
Ein Freund möchte sich scheiden lassen und wohnt bereits ca. 2 Jahre getrennt von seiner Frau.
Seine Frau möchte die Scheidung nicht und gibt deshalb vor, ihn weiter zu "lieben".
Unter welchen Umständen, ist beweisbar, dass diese "Liebe" nicht mehr ehrlich ist?

Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort.
M. Meier
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Scheidungsrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Maßgeblich für die Beantwortung Ihrer Frage ist § 1566 BGB, der folgenden Wortlaut hat:

(1) Es wird unwiderlegbar vermutet, dass die Ehe gescheitert ist, wenn die Ehegatten seit einem Jahr getrennt leben und beide Ehegatten die Scheidung beantragen oder der Antragsgegner der Scheidung zustimmt.
(2) Es wird unwiderlegbar vermutet, dass die Ehe gescheitert ist, wenn die Ehegatten seit drei Jahren getrennt leben.

Das bedeutet, dass eine Ehe spätestens nach Ablauf der Dreijahresfrist des § 1566 Absatz 2 BGB gescheitert ist. Selbst wenn nach Ablauf dieser Zeitspanne einer der Ehegatten an der Ehe festhalten will, kann er dies nicht gegen den Willen des anderen durchsetzen.

Die Ehe wäre also spätestens nach drei Jahren Getrenntleben gescheiitert, auch wenn die Frau vorgibt, den Mann weiterhin zu lieben und eine Scheidung nicht wünscht. Dies wäre rechtlich unbeachtlich.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

-Was wäre der Fall, wenn es innerhalb dieser 3 Jahres Frist zu sexuellen Handlungen, zwichen den verheirateteten Personen, kommen würde?

 

-Unter welchen Bedingungen wäre die Ehe vor Ablauf der 3 Jahres Frist als gescheitert anzusehen, wenn ein Ehepartner noch an der Ehe festhält.

Beispiel: Der Ehepartner, der an der Ehe festhält hat sexuellen Kontakt zu einer oder mehreren anderen Personen.

 

 

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Kommt es zu sexuellen Handlungen während des Getrenntlebens muss dies nicht automatisch bedeuten, dass die eheliche Gemeinschaft damit wiederhergestellt ist. Denn kurzzeitige Versöhnungsversuche - unter Einschluss sexueller Handlungen - stehen dem Getrenntleben grundsätzlich nicht entgegen.

Die Ehe gilt als gescheitert, wenn die Lebensgemeinschaft der Ehegatten nicht mehr besteht und eine Prognose ergibt, dass eine Wiederherstellung der Ehe nicht zu erwarten ist (Zerrüttungsprinzip - § 1565 BGB).

Die Lebensgemeinschaft besteht dann nicht mehr, wenn zwischen den Ehegatten keine innere Bindung mehr vorliegt. Dazu ist ausreichend, wenn die Zerrüttung der innerlichen Verhältnisse von nur einem Teil ausgeht. Das Familiengericht kann die Ehe deshalb auch dann als endgültig gescheitert betrachten, wenn einer der Ehepartner noch an ihr festhalten will. Dann ist auch eine Scheidung vor Ablauf der drei Jahre möglich. Dies ist auch dann möglich, wenn - wie in Ihrem Beispiel - der Ehepartner, der an der Ehe festhalten will, sexuelle Kontakte zu einem oder mehreren anderen Personen unterhält.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Die Erbringung kostenloser Rechtsberatung ist gesetzlich nicht erlaubt.

Bestehen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Besteht hierzu noch Klärungsbedarf? Soweit das nicht der Fall ist, darf ich um Akzeptierung bitten. Der Sachverhalt ist mit einem für Sie positiven Resultat rechtlich maximal ausgeschöpft. Kostenlose Rechtsberatung ist zudem nach zwingendem Recht nicht zulässig.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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