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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 16348
Erfahrung:  Rechtsanwältin, seit dem Jahr 2000 auch Fachanwältin für Familienrecht,Korrespondenzsprachen : deutsch und englisch, 20 Jahre Anwaltserfahrung
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Scheidungsrecht hier ein
ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

Folgendes Ich bin seid 10 Jahren Verheiratet (Unsere Ehe

Kundenfrage

Folgendes:
Ich bin seid 10 Jahren Verheiratet (Unsere Ehe startete mit €0,00) Damals war ich Student und meine Frau Auszubildende.
Vor 6 Jahren gründete ich ein Unternehmen (GmbH) mit einem Partner. Er 51% und Ich 49%
Die Firma läuft immer mal gut, mal schlecht, mal besser, mal ok!

Seit Oktober letzten Jahre leben ich nun im Trennungsjahr von meiner noch-Frau! Im September soll die Scheidung erfolgen. Einen Termin zum "Zugewinnausgleich" habe ich ich bekommen für August 2011!

Ich will meiner Frau (es gibt keinen Ehevertrag) nichts abgeben, vorallem nichts von der Firma!
Wir haben einen Insolvenzantrag gestellt und mom. einen Insolvenzverwalter da!
Werde dann die Firma wie auch immer neu Gründen irgendwann...

Was halten Sie davon? Mach ich das so richtig?
Die Firma hat wie gesagt immer mal schlechte Zeiten und jetzt haben wir es genutzt eine Insolvenz zu provozieren!

Kann ich Probleme bekommen? Also das man mir/uns Absicht unterstellt? Der Anwalt meiner Frau?

Kann Sie Ansprüchen stellen... Wenn ich mich nochmals Selbständig irgendwann mache?

Meine Frau hat die 10 Jahre nie gearbeitet... Ich wollte es nicht! Kinder haben wir nicht... Aber Stressen wollte ich Sie auch nicht! Sollte sich um Haus & Hof lieber kümmern! Das macht Sie mir momentan auch zum Vorwurf!

Wielange werde ich Unterhalt zahlen müßen? Gehe mal davon aus?
Würde es geschickt sein auch eine Privatinsolvenz zu machen um dieser Sache aus dem Wege zu gehen? Ich habe genug Hilfen um die Insolvenzzeit zu Überstehen!

Ich will nur den Zugewinnausgleich gering haben! Und sowenig oder keinen Unterhalt zahlen?

Gibt es Tipps? Was machen andere Unternehmer in ähnlichen Situationen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Scheidungsrecht
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchte:


Ihrer Frau steht zunächst ein Trennungsunterhalt zu.

Nach Ablauf des Trennungsjahres ist sie verpflichtet, Vollzeit zu arbeiten.

Das, was Sie verdienen kann, wird ihr auf den Unterhalt angerechnet.

Wenn sie sich nicht ausreichend bewirbt ( 20-30 mal pro Monat ) und ihre Bewerbungsbemühungen nicht lückernlos dokumentieren kann, wird ihr das, was sie verdienen kann auch dann zugerechnet, wenn sie Einkommen in dieser Höhe nicht erzielt.



Dies gilt übrigens auch für Sie.

Sie sind leider verpflichtet, sich leistungsfähig zu halten, so dass die Privatinsolvenz das Problem nicht beseitigen würde.



Nach der Scheidung steht ihr Unterhalt als sog. Aufstockungsunterhalt zu, der nach der derzeitigen Rechtsprechung für 30 % der Ehezeit geschuldet ist.




Was den Zugewinn anbelangt, so wird auf den sog. Stichtag abgestellt.

Das ist der Tag der Zustellung des Scheidungsantrags.


Der Wert der GmbH wird zu diesem Stichtag von einem öffentlich bestellten und beeidigten Sachverständigen begutachtet werden.



Es muss hier zuerst der sog. volle wirkliche Wert ermittelt werden, also der nach dem Ertragswertverfahren bestimmte Verkehrswert.

Nach der Höhe der Beteiligung an der GmBH bestimmt sich auch der Anteil an Ihrem Wert.


Beim Ertragswertverfahren wird der Wert ermittelt, den ein potentieller Erwerber auszugeben bereit ist, um sein Kapital in der Zukunft verzinst zu erhalten.

Beurteilt wird der zu erwartende Gewinn.


Dazu ist aber stets eine Vergangenheitsanalyse vorzunehmen, so dass ich sehr befürchte, dass Ihnen die Insolvenz zum jetzigen Zeitpunkt nicht viel nützen wird.


Es wird der Durchschnittswert aus den verschiedenen Wirtschaftsjahren gerechnet.



Andere Unternehmer in solchen Situationen haben leider meistens vorgebaut und Gütertrnnung , oder aber eine modifizierte Zugewinngemeinschaft vereinbart, bei der das Unternehmen ausgeklammert wird.


Auch die Verträge mit den anderen Gesellschaftern enthalten meist entsprechende Klauseln.





Ich bedauere sehr, Ihnen keine angenehmere Auskunft erteilen zu können.

Sehr gerne können Sie nachfragen.






Mit freundlichen Grüßen





Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht




Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung


Danke














Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,



haben Sie noch Fragen ? Sehr gerne.


Wenn Sie keine Fragen mehr haben bitte ich um Akzeptierung


Vielen Dank
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Also meine Firmeninsolvenz bringt jetzt nichts?
Die Scheidung ist für September angesetzt!

Also wird meine Ex-Frau unabhänig von der Firmeninsolvenz Ansprüche aus der Vergangenheit der GmbH haben?

Können Sie mir denn ein Beispiel geben? Was soll ich Ihr geben wenn die Firma Insolvent ist?!
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


die Firma wird nach den Ergebnissen aus der Vergangenheit bewertet werden.

Stichtag ist der Tag an dem Sie den Scheidungsantrag erhalten haben.

Wie hoch istallein Angelegenheit des Sachverständigen und kann nur nach einem Sachverständigengutachten überhaupt beurteilt werden.

Erst dann wird sich zeigen, welchen Einfluss die Firmeninsolvenz auf die Bewertung der Firma haben wird.



Die Firma ist ja nicht allein maßgeblich, sondern es wird ein Vermögensverzeichnis mit allen Aktiva und Passiva zu Beginn und zu Ende der Ehezeit erstellt.

Dieses Verzeichnis müssen beide fertigen.


Was dann an mehr bei einem Ehegatten heruskommt ist der sog. Zugewinn und muss geteilt werden.


Da es bei Ihnen um einiges geht , rate ich Ihnen dringend dazu, die Hilfe eines Fachanwalts für Familienrecht in Anspruch zu nehmen.



Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Familienrecht




Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung



Danke











Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ich habe für August den Termin bezgl. "Zugewinnausgleich", der Scheidungstermin folgt im September.

Also heißt das... Meine Firmeninsolvenz ist quasi zuspät und wird nicht wirklich den Zugewinnausgleich beeinflußen?

Und die 10 Ehejahre werden scheinbar teuer?!
Die 6 Jahre meiner Selbständikeit... Da werden alle Gewinne usw. berücksichtigt für den Zugewinn?

Also auch wenn die Firma Insolvent geht... Die Berechnung efolgt für die Vergangenheit? Bringt also nicht wirklich viel eine Firmeninsolvenz?
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

bei der Berechnung werden die Werte der Vergangenheit zugrunde gelegt.


Inwieweit die Firmeninsolvenz Einfluss auf die Bewertung hat, ist eine Frage, die Ihnen nur der Sachverständige beantworten kann.


Es bleibt hier also abzuwarten.



Die 10 Ehejahre werden nicht so teuer, wie sie noch vor ein paar Jahren geworden wären, da sich das Unterhaltsrecht grundsätzlich geändert hat und nunmehr eine Befristung möglich ist, die bis vor ein paar Jahren so noch nicht möglich gewesen wäre.




Mit freundlichen Grüßen



Rechtsanwältin




Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung


ClaudiaMarieSchiessl und weitere Experten für Scheidungsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Letzte Frage;

Wielange müßte ich denn dann noch Unterhalt, nach der Scheidung zahlen? Gibt es eine Pflicht Zeit?

Letzte Frage zum Unternehmen,
Welche Zeit in Jahren wird aus der Vergangenheit Berücksichtigt?

Könnte der Insolvenzverwalter vermuten, dass ich/wir bewust die Insolvenz in Kauf nehmen wegen der Scheidung? Und dies mir Vorwerfen?

Es könnte also sein... Das die Firma Insolvent geht! Und ich dennoch begründet aus den letzten Jahren, meiner ExFrau Geld abdrücken muß?

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Bedeutet...

Auch wenn die Firma Insolvent geht... Und die Letzten Jahre OK lief! Kann es sein das ich trotz Firmeninsolvenz meiner Ex-Frau Verpflichtet bin aus der Vergangenheit durch die Firma Geld zu zahlen?

Insolvenz ist scheinbar jetzt etwas zu spät?
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

wie ich Ihnen oben geschrieben habe, zahlen Sie für 30 % der Ehezeit nachehelichen Unterhalt.


Den Unterhalt bemisst man beim Selbständigen idR. aus dem Durchschnittseinkommen der letzten drei Jahre.-

Ja, es kann sein, dass aufgrund des engen zeitlichen Zusammenhangs zur Scheidung der Insolvenzverwalter hier einige Fragen an Sie hat.

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