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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Scheidungsrecht
Zufriedene Kunden: 16760
Erfahrung:  Rechtsanwältin, seit dem Jahr 2000 auch Fachanwältin für Familienrecht,Korrespondenzsprachen : deutsch und englisch, 20 Jahre Anwaltserfahrung
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ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Dame bzw. sehr geehrter Herr! Ich bin seit 6.

Kundenfrage

Sehr geehrte Dame bzw. sehr geehrter Herr!
Ich bin seit 6. Mai 2005 mit einer Polin verheiratet, die mir im Oktober 2010 mitteilte, daß Sie die Scheidung möchte und eine Aussöhnung für Sie nicht in Frage kommt. Seit November 2010 leben wir in Trennung. Sie hat in Unserer Ehe einen Job in einer Zahnarztpraxis angenommen, bei dem Sie jetzt ca. 600 € im Monat verdienen dürfte(3 Tage/Woche) und noch nebenbei einen Minijob angenommen, bei dem Sie offiziell 120 € im Monat verdient. Sie hätte in der Trennungsphase einen Vollzeitjob annehmen können, was Sie aber nicht tat. Ich bin im November 2010 zudem arbeitslos geworden, beziehe ein Transferkurzarbeitergeld von 1.335 €. Ich muß noch erwähnen, daß ich eine
Abfindung erhalten habe. Kurz nachdem meine Frau das wußte, sagte Sie mir, daß Sie sich scheiden lassen will. Sie verlangt nun 200 € Unterhalt im Monat. Die Mietkosten für
unsere gemeinsame Wohnung(450 € + 150 € Nebenkosten) habe ich bis zur Kündigung
dieser Wohnung im Mai diesen Jahres alleine getragen. Im September könnte ich eine neue Stelle antreten, bei der ich ca. 1850 € im Monat verdienen würde.
Macht es überhaupt sinn, diese Stelle anzutreten? Bin ich in jedem Fall unterhaltspflichtig? Meine Frau ist 30 Jahre alt, gesund und könnte mehr arbeiten.
Wir haben keine Kinder, eine Aussöhnung hat meine Frau kategorisch abgelehnt.
Wenn ich Unterhalt zahlen müßte, wäre meine Frage, in welcher Höhe und wie lange?
Muß ich dann vielleicht bis zur Rente "bluten"?
Vielen dank XXXXX XXXXX Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Heitbrock
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Scheidungsrecht
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchte.


Ihre Frau ist nach dem geltenden Familienrecht dann verpflichtet, einen Vollzeitjob anzunehmen, wenn das Trennungsjahr abgelaufen ist.

Das ist deshalb so, weil der Gesetzgeber wollte, dass sich während dieses Jahres möglichst nichts ändert, um den Ehegatten eine Versöhnung zu erleichtern.







Ihre Abfindung, die Sie für den Verlust des Arbeitsplatzes bekommen haben, zählt zu Ihrem Einkommen. Sie wird auf einen angemessenen Zeitraum umgelegt, meist 5 Jahre und erhöht so Ihr monatliches Einkommen.

Unterhaltsrechtlich sind Sie sogar verpflichtet, den Job anzunehmen. Lehnen Sie dieses Angebot ab, kann es sein, dass man Ihnen die 1800 Euro, die Sie dort verdienen so zurechnet, als wäre es wirkliches Einkommen.



Ihr Unterhalt kann auf jeden Fall befristet und begrenzt werden.

Zwar ist das beim Trennungsunterhalt nur dann der Fall, wenn die Ehegatten lange getrennt leben.


Beim nachehelichen Unterhalt erfolgt aber nach der Rechtsprechung eine Befristung auf 30 % der Ehezeit, die Sie beantragen müssen.


Spätestens ab Dezember diesen Jahres ist Ihre Frau verpflichtet, Vollzeit zu arbeiten und wird sich dann selbst vesorgen können, also nicht mehr bedürftig sein.



Wenn Ihre Frau sich nicht ausreichend auf Vollzeitjoab bewirbt, also 20-30 mal im Monat wird ihr das Einkommen, das sie Vollzeit erzielen könnte so zugerechnet, als würde sie es verdienen.



Unterhalt errechnet sich grob wie folgt:


Einkommen beider Ehegatten addieren. Durch 2 teilen. Von der einen Hälfte das Einkommen der Frau abziehen.


Das ist der Unterhalt.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Sehr gerne können Sie bei Unklarheiten nachfragen.


Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht





Wenn Ihre Frage beantwortet ist, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

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Vielen Dank







ClaudiaMarieSchiessl und weitere Experten für Scheidungsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch Fragen ? Sehr gerne.

Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin


Wenn Ihre Fragen beantwortet sind, bitte ich höflichst um Akzeptierung


Vielen Dank
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Das meine Frau eine Aussöhnung von vornherein ausgeschlossen hat, ist also vollkommen unerheblich? Muß das Trennungsjahr unter diesen Vorraussetzungen
überhaupt sein? Eine sofortige Scheidung wäre doch angebrachter.
Könnten Sie mir freundlicherweise diese fragen noch beantworten, bin ich zufrieden.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Heitbrock
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Das Trennungsjahr muss nach dem Willen des Gesetzgebers leider immer sein.

Eine Ausnahme sind sog.Härtefälle , die aber von den Gerichten wirklich nur in Extremfällen ( extreme Gewalt )angenommen werden und so zögerlich bearbeitet werden, dass dann das Trennungsjahr ohnehin schon abgelaufen ist.


Je nach Gericht kann schon zwei bis drei Monate vor Ablauf des Trennungsjahres die Scheidung eingereicht werden, da für den Ablauf des Trennungsjahres auf den Tag der mündlichen Verhandlung abgestellt wird






Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht




Wenn ich Ihre Fragen beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung


Danke