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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Scheidungsrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  sselbständiger Rechtsanwalt
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Hallo, derzeit steht bei uns eine Trennung an. Mein Mann

Kundenfrage

Hallo,

derzeit steht bei uns eine Trennung an. Mein Mann und ich sind erst seit einem Jahr verheiratet. Jetzt habe ich jemand neues kennen gelernt und mich vor ca. 10 Tagen getrennt.
Derzeit sind wir dabei unseren Haushalt aufzuteilen. Leider klappt das alles nicht ganz so gut wie erwartet.
Fast die komplette Einrichtung, bis auf wenige Stücke gehörten vor der Ehe mir. Unser Bett haben wir während der Ehe gekauft.
Eigentlich wollte ich von den ganzen Möbeln nur 3 Teile mitnehmen und mich mit dem Rest einigen wer was behällt. Jetzt ist mein Mann leider so extrem in seinem Stolz verletzt das er kein Stück bereit ist über irgendetwas zu verhandeln. Im Gegenteil, er stellt sogar noch finanzielle Forderungen.
Was kann ich in so einem Fall machen? Ich überlasse ihm ja schon den großteil unserer Möbel.
Bisher bestand ich nur darauf das wenn er das Bett behalten will, die Hälfte des Wertes ja eigentlich mir zustehen würde. Dies lehnt er ab mit der Begründung schließlich hätte ich Schuld am scheitern unserer Ehe.

Was steht mir zu wenn wir keinen Ehevertrag geschlossen haben? Wie kann ich das durchsetzen? Schließlich soll ja nicht erst in einem Jahr alles aufgeteilt werden sondern vorab geklärt sein wem was gehört und ob es noch einen Ausgleich für den anderen geben muss.

Bin ich da ich meinen Mann verlassen habe denn automatisch gezwungen einfach alles aufzugeben wenn er sich quer stellt?
Er lässt mich ja schon nicht mehr ohne jemanden in die noch gemeinsame Wohnung um mir persönlich Gegenstände bzw. Kleidung zu holen.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Scheidungsrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Das Gesetz sieht die Realteilung des ehelichen Hausrates vor. Gemeint sind naturgemäß nur die Gegenstände, die während der Ehe und für den gemeinsamen Haushalt angeschafft worden sind. Einen Wertausgleich kennt wiederum das Gesetz nicht, ebenso spielt die Schuldfrage für die Aufteilung keinerlei Rolle.

Es ist daher aus vielerlei Gründen ratsam, bezüglich des Hausrates eine einvernehmliche Aufteilung vorzunehmen.

Kommt keine Einigung zustande, bleibt nur die gerichtliche Aufteilung durch entsprechenden Antrag beim zuständigen Familiengericht, wobei während der Trennung nur Anspruch auf vorläufige Teilung und mit der Scheidung dann auf endgültige Teilung besteht.

Unabhängig davon besteht für die persönlichen Gegenstände ein Herausgabeanspruch. Sollte auch hier wegen der Herausgabe keine Einigung erzielt werden können, muss auch dieses gerichtlich geklärt werden. Hier kann eine einstweilige Verfügung erwirkt werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Bitte fragen Sie nach, wenn etwas unklar geblieben ist oder weiterer Klärungsbedarf besteht.
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Scheidungsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Ich möchte meinem Mann logischerweise nicht das Geld aus der Tasche ziehen, sehe aber auch nicht ein ihm alles zu überlassen. Schließlich haben wir während unserer Ehe ja auch das eine oder andere zusammengespart.

Ist es sinnvoll jetzt schon einen Anwalt aufzusuchen falls wir es schaffen den Hausrat soweit möglich aufzuteilen und uns zu einigen?
Oder brauche ich den Anwalt erst wenn das Trennungsjahr soweit durch ist und die Scheidung ansteht? Was passiert in der Zeit mit dem gemeinsamen Vermögen wenn mein Mann das Geld ausgibt?
Gibt es unterschiede wer wie viel angespart hat?
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Wenn es Ihnen gelingt, eine Einigung zu erzielen, reicht es wenn Sie erst für den Scheidungsantrag nach Ablauf des Trennungsjahres einen Anwalt hinzuziehen.

Am Ende der Ehe besteht nur ein Anspruch aus Ausgleich des in der Ehe erwirtschafteten Zugewinns, also einer Vermögenssteigerung.

Hinsichtlich etwaiger Zugewinnsausgleichsansprüche besteht für den Zeitpunkt der Trennung ein Auskunftsanspruch über den Bestand des Vermögens, damit illoyale Vermögensverschiebungen vermieden werden können.

Gemeinsames Vermögen, soweit vorhanden, sollte ggf. jetzt bereits aufgeteilt werden, wobei dies schriftlich zu fixieren ist.

Im Übrigen bedürfen Regelungen zum Zugewinnsausgleich der notariellen Beurkundung.