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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Scheidungsrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  sselbständiger Rechtsanwalt
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Ende des Monats werden wir nach 14 Jahren Ehe das Trennungsjahr

Kundenfrage

Ende des Monats werden wir nach 14 Jahren Ehe das Trennungsjahr beginnen. Ich bin Hauptverdiener (ca. 4200,00 EUR/Monat), meine Frau hat einen 400,00 EUR Job. Unsere große Tochter (20) studiert, unser kleinere Tochter (13) geht zur Schule. Meine Frau hat eine eigene Wohnung unsere Tochter bleibt aber bei mir wohnen. Für den Unterhalt unserer Kinder und für die Darlehen unsers Hauses komme ich allein auf.
Frage: Hat grundsätzlich meine Frau während des Trennungsjahres und nach der Scheidung Anspruch auf Unterhalt, obwohl beide Kinder von mir versorgt werden und sie praktisch uneingeschränkt erwerbsfähig ist (3 Berufe + Kurs zur Kosmetikerin, vor der Heirat nicht erwerbstätig)
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Scheidungsrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

Der Trennungsunterhaltsanspruch ist zunächst an nur wenige Voraussetzung gebunden und zwar an die räumliche und wirtschaftliche Trennung der Eheleute und das Vorliegen unterschiedlich hohen Einkommen (Einkommensdifferenz unter Berücksichtigung vorrangiger Unterhaltspflichten gegenüber minderj. Kindern und ehebedingten Verbindlichkeiten).

Der Trennungsunterhalt ist regelmäßig bis zur Rechtskraft der Scheidung zu zahlen, wobei den unterhaltsberechtigten Ehegatten nach Ablauf des Trennungsjahres eine Erwerbsobliegenheit trifft.

Die Verletzung dieser Erwerbsobliegenheit kann zur Kürzung bzw. zum Verlust des Unterhaltsanspruches führen.

Hinsichtlich es nachehelichen Unterhaltes dürfte in Anbetracht Ihrer Sachverhaltsschilderung davon auszugehen sein, dass ein solcher nicht bestehen dürfte, da weder Betreuung gemeinsamer Kinder, noch andere Unterhaltstatbestände (Krankheit, Alter...) vorgetragen werden können.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste angemessen Orientierung geben. Bitte fragen Sie nach, falls etwas unklar geblieben sein sollte.



Tobias Rösemeier und weitere Experten für Scheidungsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Das bedeutet also, wenn ich das richtig verstehe, das im Trennungsjahr ungeachtet Kinder etc. vom "bereinigten" Netto-Einkommen gesetztlich die 3/7 zustehen (falls nicht anders vereinbart) ?

Weiter schreiben Sie "wobei den unterhaltsberechtigten Ehegatten nach Ablauf des Trennungsjahres eine Erwerbsobliegenheit trifft." , gilt dies auch wenn wir dann nicht geschieden sind oder müsste ich dann weiter Unterhalt leisten ?

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Sie haben meine Antwort richtig interpretiert, allerdings ist Ihr Einkommen auch um die Unterhaltsleistung für die Kinder zu bereinigen. (also nicht ungeachtet der Kinder)

Hinsichtlich der Erwerbsobliegenheit ist lediglich zu ergänzen, dass diese Ihre nach Ablauf des Trennungsjahres Frau trifft, unabhängig davon, ob dann schon die Scheidung vorliegt oder nicht.

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