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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Scheidungsrecht
Zufriedene Kunden: 22337
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, ich habe folgendes problem meine freundin hat sich von

Kundenfrage

Hallo, ich habe folgendes problem meine freundin hat sich von einen tag auf den anderen von mir getrennt, wir haben ein gemeinsames kind. nun möchte sie nach dresden ziehen, leider leidet sie unter das burnout syndrom und nimmt auch medikamente dagegen. Nach meiner auffassung ist sie nicht in der lage sich um unser kind ausreichend zukümmern. Dazu kommt das sie mit ihren cousin zusammen ist der selber soviel ich weis unter depressionen und alkohol leidet inwiefern er in behandlung ist kann ich nicht sagen. Meine freundin möchte aber keine therapy in anspruch nehmen. Dazu kommt das sie unseren sohn aus seiner gewohnten umgebung reist ohne an die konsequenzen zu denken. In meinen augen ist sie nicht in der lage entscheidungen zutreffen die so weit reichend sind.Wir haben auch beide die elterliche sorge.meine anliegen ist nun was kann ich tun damit mein kind nicht untergeht oder darunter leidet.da ich ja eigentlich in berlin arbeite und mein kind auf der insel usedom lebt, da hier auch die ganze familie lebt von ihr und von mir.Daher kann ich nur am wochenende von berlin zur insel usedom fahren. Ich würde aber gerne das aufentaltsrecht für mein kind haben, zum wohle des kindes.Was kann ich nun unternehmen und wie stehen die chancen in meinen fall.
vielen dank XXXXX XXXXX
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Scheidungsrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Das Aufenthaltsbestimmungsrecht (ABR) umfasst die Befugnis der Eltern, festzulegen, wo das Kind lebt und sich aufhält. Das ABR ist Teil des Sorgerechts, das Ihnen nach Ihren Angaben gemeinschaftlich mit der Kindsmutter zusteht.

Die Übertragung des alleinigen Sorgerechts oder des ABR auf einen Elternteil ist nur durch eine entsprechende familiegrichtliche Entscheidung möglich.

Eine solche Übertragung setzt stets voraus, dass Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass das Kindeswohl gefährdet ist, wenn die Übertragung nicht erfolgt. Das zentrale Kriterium für die gerichtliche Entscheidung ist in jedem Fall das Kindeswohl.

Eine Kindeswohlgefährdung ist insbesondere dann anzunehmen, wenn das Kind körperlicher oder psychisch-seelischer Gewalt ausgesetzt ist, wenn das Kind zu verwahrlosen droht oder wenn die Eltern sich als nicht erziehungsfähig erweisen.

Für eine solche Kindeswohlgefährdung reicht allein die von Ihnen beschriebene Erkrankung der Kindesmutter noch nicht aus, um die Übertragung des Sorgerechts oder des ABR auf Sie zu rechtfertigen. Vielmehr müsste aufgrund medizinischer Befunde und eines gegebenenfalls zu erstellenden Gutachtens zur psychischen Verfassung Ihrer Freundin feststehen, dass Ihre Freundin als Folge der Erkrankung und der Einnahme von Medikamenten tatsächlich nicht mehr in der Lage ist, Ihrer Verantwortung als Mutter gerecht zu werden.

Auch die Tatsache, dass Ihre Freundin mit dem Cousin zusammenlebt, ändert diese Beurteilung grundsätzlich nicht, denn soweit hiervon noch keine Kindeswohlgefährdung ausgeht, ist dies als Lebensentscheidung Ihrer Freundin so hinzunehmen.

Allerdings würde es auch nicht der gedeihlichen Entwicklung Ihres Kindes dienlich sein, wenn dieses aus den bestehenden sozial-familiären Bezügen an seinem gegenwärtigen Wohn- und Lebensort herausgerissen würde.

Sie sollten daher zunächst, eine gütliche Einigung mit Ihrer Freundin anstreben und Sie noch einmal auf sämtliche Ihrer Bedenken hinweisen. Überlegenswert wäre auch die Einschaltung einer Familienberatungsstelle zur Aufarbeitung der Problematik.

Sie können auch Verbindung mit dem zuständigen Jugendamt aufnehmen und um die Anberaumung eines Gesprächstermins gemeinsam mit Ihrer Freundin bitten, wenn Ihre Bemühungen um eine einvernehmliche Lösung scheitern. Dort kann dann der Versuch einer weiteren Vermittlung zwischen Ihnen und Ihrer Freundin erfolgen.



Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich um Akzeptierung der Rechtsauskunft bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.



Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Da sie zu allem abblockt, oder keine genauen antworten gibt. ist es für mich nicht einfach eine einigung zufinden. sie gestattet mir zwar das umgangsrecht mit unserem kind.
In vergangen gesprächen wollte sie mir ja unser kind geben, hat dann aber wieder ein rückzieher gemacht. Auch ein teil ihrer verwandschaft bestätigt das sie überfordet mit den kind ist. Daher möchte ich auch nicht zulassen das sie unser kind vernachlässigt. Ihre krankheit wurde ja von einen arzt bestätigt, sie muss ja jetzt eine höhere dosis nehmen da sie mit den "stress" oder "situation" nicht klar kommt. Und für mich wird es schwieriger die nötigen schritte einzuleiten wenn sie nach dresden gezogen ist. Da der absturz ihrer seits früher oder später kommt.
Besteht denn die möglichkeit das der kleine erstmal auf der insel usedom bleibt.Da ich glaube das es im guten nicht mehr funktionieren wird, sie wird sich dagegen verweigern, da sie auch von ihren cousin beeinflusst wird. Mit dem jugendamt habe ich schon gesprochen. Die haben gesagt ich soll zum anwalt gehn. Und die rechtslage prüfen lassen. Kämpfe ich nun auf verlorenen posten oder besteht die möglich keit das der kleine bei mir bleiben kann.
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Ihre Besorgnisse sind sehr verständlich. Es besteht die Möglichkeit, Ihnen im Wege der einstweiligen Anordnung vorläufig das ABR zu übertragen, wenn Ihre Freundin konkrete Anstalten trifft, gegen Ihren Willen mit dem Kind nach Dresden umzuziehen und wenn das Familiengericht zu der Einschätzung gelangt, dass die Übertragung des ABR auf Sie am ehesten dem Kindeswohl entspricht.

Allerdings steht diese Entscheidung im Ermessen des Familiengerichts, und es muss tatsächlich von der mit dem Umzug verbundenen Kindeswohlgefährdung überzeugt sein.

Schutz- und rechtlos sind Sie also keinesfalls gestellt. Wenn bisherige Einigungsversuche gänzlich fehlgeschlagen sind, empfehle ich Ihnen zur Wahrung Ihrer Rechte als Vater die zeitnahe Einschaltung eines Rechtsanwalts, möglichst eines Fachanwalts für Familienrecht. Mit diesem sollten Sie die Situation besprechen und die weiteren Schritte erwägen.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Rechtsanwälten ist die Erbringung kostenloser Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet. Der zur Beurteilung gestellte Sachverhalt ist mit einem für Sie günstigen Ergebnis rechtlich maximal ausgeschöpft.

Bestehen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich um Akzeptierung der Rechtsauskunft bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.



Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt