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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Scheidungsrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  sselbständiger Rechtsanwalt
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Guten Tag, meine Frau und ich sind 17 Jahre verheiratet

Kundenfrage

Guten Tag,

meine Frau und ich sind 17 Jahre verheiratet und habe drei gemeinsame Kinder 3,12 und 15 Jahre. Nun steht wohl die Scheidung an.
Wie lange bin ich eigentlich gegenüber meiner Frau unterhaltspflichtig? Der Unterhalt für die Kinder ist ja klar, tue mich aber schwer mit dem Gedanken, bis ans Lebensende die Hälfte meines Einkommens an meine Frau abzutreten.
Nun erwartet auch meine Freundin ein Kind von mir. Wir sind uns nicht sicher, ob wir das Kind gemeinsam großziehen wollen und können. Welche Unterhaltspflichten habe ich im Falle dieses unehelichen Kindes?
MfG
L.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Scheidungsrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern würde ich Ihre Frage beantworten, wäre aber zwecks Konkretisierung dankbar, wenn Sie mir Nettoeinkommen und das Ihrer Frau mitteilen würden.

Mit freundlichen Grüßen

Verändert von Tobias Rösemeier am 03.01.2011 um 10:29 Uhr EST
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern würde ich Ihre Frage beantworten, wäre aber zwecks Konkretisierung dankbar, wenn Sie mir Nettoeinkommen und das Ihrer Frau mitteilen würden.

Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo Herr Rösemeier,

als Unternehmer/freiberufler ist mein Nettoeinkommen sehr schwankend und bewegt sich zwischen 7000 bis 13000,- netto monatlich. Mein Frau ist bei mir angestellt mit einem Gehalt von rund 400,- Euro monatlich.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Aufgrund Ihres Einkommens ist zunächst einmal der Kindesunterhalt nach den Höchstsätzen der Düsseldorfer Tabelle zu bezahlen.

Da Ihr jüngstes Kind erst 3 Jahre alt ist, steht Ihrer Ehefrau noch Betreuungsunterhalt zu, da ja 3 Kinder aus der Ehe hervorgegangen sind. Aufgrund Ihrer Schilderung gehe ich zunächst einmal davon aus, dass ein voller Betreuungsunterhalt so lange noch vorliegt, bis Ihr jüngstes Kind eingeschult wird. Dann wäre Ihrer Ehefrau zumindest die Aufnahme einer Teilzeittätigkeit zuzumuten.
Danach wäre dann auf die ehebedingten Nachteile Ihrer Ehefrau aufgrund der Kinderbetreuung abzustellen.
Eine Befristung des Unterhalts kommt in jedem Fall der Höhe und auch der Dauer nach in Betracht. Da es sich hierbei aber generell um Einzelfallentscheidungen handelt, die einer eingehenden Prüfung unterliegen, kann ich Ihnen nicht abschließend beantworten, wie lange Sie künftig Ehegattenunterhalt bezahlen müssen.

Auf jeden Fall rate ich Ihnen in Ihrem Fall an, sich von Anfang an von einem Fachanwalt für Familienrecht bereits während der Trennung vertreten zu lassen, da hier sehr komplexe Unterhaltberechnungen vorzunehmen sind. Außerdem ist darauf zu achten, dass von Anfang an der Unterhalt jeweils befristet wird.

Ich hoffe ich konnte Ihnen die Rechtslage verständlich darlegen. Falls Sie Nachfragen haben, können Sie diese gern stellen.

Abschließend darf ich Sie um Akzeptanz meiner Antwort entsprechend den AGB´s des Seitenbetreibers bitten. Eine kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland nicht zulässig.


Mit freundlichen Grüßen

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo Herr Rösemeier,

ich hatte noch eine zweite Frage in dem Anschreiben. Mögen Sie mir dazu auch noch antworten?
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

selbstverständlich nehme ich hierzu auch noch gerne wie folgt Stellung, bitte entschuldigen Sie.

Der Kindesunterhalt dürfte sich der Höhe nach auch zunächst am Höchstsatz der Düsseldorfer Tabelle orientieren. Hierneben bestünde, sollten Sie nicht gemeinsam das Kind betreuen wollen, ein Anspruch der Kindesmutter auf Übernahme der Erstausstattung für das Baby.

Ebenso hätte die Kindesmutter einen Anspruch auf Betreuungsunterhalt für 3 Jahre. Ein weitergehender Unterhaltsanspruch nach Ablauf der 3 Jahre müsste dann im Betreuungsbedarf des Kindes begründet sein.

Der Unterhaltsbedarf der Kindesmutter richtet sich nach dem Einkommen der Kindesmutter vor der Geburt des Kindes. Der Unterhaltsanspruch besteht dann in der Differenz zwischen vorgeburtlichem Einkommen und Elterngeld.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu azeptieren.

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Scheidungsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo Herr Rösemeier, habe ich das richtig verstanden: Ich muesste das komplette bisherige Einkommen meiner Freundin abzüglich des Elterngeldes für mindestens 3 Jahre bezahlen?
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

ja, das ist leider so. Der Unterhaltsbedarf der nichtehelichen Kindesmutter richtet sich nach deren Einkommen vor der Geburt des Kindes.

Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Unglaublich ;-) Wie ist das, wenn das mehr Geld ist, als man selbst verdient???
Müssen Sie mir nicht beantworten.
Na ja, das kann ja alles heiter werden.
Haben Sie einen guten Tipp für einen Anwalt in HH?
MFG
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Unterhalt kann man natürlich nur soviel zahlen, wie man auch leistungsfähig ist. Es müssen sogenannte Selbstbehalte beachtet werden.

Zuerst sind die Unterhaltsansprüche der minderjährigen Kinder zu bedienen und dann die "Ihrer" beiden Frauen.

Sie sollten sich in der Tat einen guten Familienrechtsanwalt suchen, am besten einen Fachanwalt. Eine Empfehlung für HH kann ich leider nicht geben.

Mit freundlichen Grüßen