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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Scheidungsrecht
Zufriedene Kunden: 26369
Erfahrung:  Fachanwalt für Familienrecht
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Scheidungsrecht hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Guten Morgen, vor einem Jahr hat sich mein Mann von mir getrennt.

Kundenfrage

Guten Morgen,
vor einem Jahr hat sich mein Mann von mir getrennt. Ich bin aus unserem haus ausgezogen, das noch hoch belastet ist. Er wohnt noch im Haus, will jetzt aber nicht mehr für die Darlehen bezahlen. Welche Möglichkeiten habe ich?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Scheidungsrecht
Experte:  hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Ich gehe davon aus, dass das Haus Ihnen und Ihrem Mann zur Hälfte gehört, Sie also Miteigentümer zu 1/2 sind und aus diesem Grunde auch den Darlehensvertrag mitunterzeichnet haben, beziehungsweise eine Bürgschaft als Sicherheit gestellt haben.

Als Miteigentümerin zu 1/2 sind Sie gegenüber Ihrem Mann verpflichtet die Hälfte der monatlichen Darlehensbelastung mitzutragen.

Es ergibt sich folgender Lösungsansatz:

Soweit Ihr Mann das Haus bewohnt schuldet er Ihnen Nutzungsersatz für die Ihre Haushälfte. Der Nutzungsersatz bemisst sich dabei nach der ortsüblichen Marktmiete.

In den meisten Fällen wird die monatlich zu zahlende Nutzungsentschädigung mit dem geschuldeten Darlehensanteil verrechnet, so dass für den Miteigentümer, welcher ausgezogen ist, keine oder nur eine geringe Zahlungslast verbleibt.

Soweit sich Ihr Mann nicht zur Zahlung /Verrechnung mit/ einer Nutzungsentschädigung bereit erklärt, können Sie ihn insoweit verklagen.

Hinsichtlich der verbleibenden Darlehensratenhälfte (für den Eigentumsanteil Ihres Mannes) gilt, dass diese Zahlung im Innenverhältnis, also im Verhältnis Mann-Frau von ihm geschuldet ist.

Im Außenverhältnis haften Sie jedoch als Gesamtschuldner für den Darlehensbetrag in voller Höhe. Wenn nun Ihr Mann seinen Ratenanteil nicht bezahlt, so haben Sie gegen ihn einen Anspruch auf Freistellung von diesem Ratenanteil. Diesen Anspruch können Sie gerichtlich einklagen, mit der Folge, dass Ihr Mann verurteilt wird, seinen Ratenanteil zu zahlen.

Zusammenfassend: Ihren Ratenanteil können Sie (zum größten Teil) im Wege des Nutzungsentschädigungsanspruchs abdecken, bezüglich des Ratenanteils Ihres Mannes haben Sie einen gerichtlich Durchsetzbaren Anspruch darauf, dass der Mann diesen bezahlt.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht


Verändert von RASchiessl am 28.12.2010 um 06:35 Uhr EST
RASchiessl und weitere Experten für Scheidungsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Verändert von RASchiessl am 28.12.2010 um 06:44 Uhr EST

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