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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Scheidungsrecht
Zufriedene Kunden: 16570
Erfahrung:  Rechtsanwältin, seit dem Jahr 2000 auch Fachanwältin für Familienrecht,Korrespondenzsprachen : deutsch und englisch, 20 Jahre Anwaltserfahrung
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Scheidungsrecht hier ein
ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

Hallo, meine Frau und ich leben seit Anfang Juni dieses Jahres

Kundenfrage

Hallo,
meine Frau und ich leben seit Anfang Juni dieses Jahres getrennt, hatten aber (Treu und Glauben) unser gemeinsames Konto bis letzte Woche behalten. Wir sind sogar in einer Mediation.

Auf das Konto floss im Juni Geld aus dem Verkauf des gemeinsamen Hauses. Bereinigt standen jedem von uns ca. 30000 € zu. Ich erklärte mich damit einverstanden, dass meine Frau das Geld vom Girokonto abhebt auch meinen Anteil für mich anlegt.

Letzte Woche trafen wir uns mit unserem Bankberater, um das gemeinsame Girokonto aufzulösen. Ich hatte mich bereits vorher bereit erklärt, einen Trennungsunterhalt zu zahlen, der vermutlich deutlich über dem gesetzlich vorgeschriebenen liegt.

Nachdem die Auflösung des Kontos per Unterschrift vollzogen war, erklärte mir meine Frau, die habe im Juni meinen Anteil - also 30000 € - auf einem Sparbuch angelegt, auf das nur sie Zugriff hat: Als Sicherheit, dass sie auch nach dem Trennungsjahr ausreichend Unterhalt von mir erhalte etc. Aber die Begründung ist ja egal. Auf der Bank erklärte man mir, dass dieser Vorgang auf einem Gemeinschaftskonto völlig legal sei und ich hätte halt Pech gehabt.

Meine Frage ist nun, ob ich eine Möglichkeit habe, juristisch gegen diese formalrechtlich legale, gleichwohl 'gefühlte' Unterschlagung vorzugehen.



Mit freundlichen Grüßen und Vielen Dank XXXXX XXXXX

Dr. Michael Küttner
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Scheidungsrecht
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Bei einem Gemeinschaftskonto sind verschiedene Rechtsverhältnisse zu unterscheiden.

Zum einen das Rechtsverhältnis der Kontoinhaber zur bank, zum anderen das Rechtsverhältnis der Kontoinhaber zueinander.

Im Rechtsverhältnis zur Bank darf sich jeder Ehegatte mit der gesamten Summe bedienen, die das Konto aufweist.( Außenverhältnis).

Im Rechtsverhältnis der Eheleute untereinander wird bei einem Gemeinschaftskonto vermutet, dass die dort angelegte Summe jedem Ehegatten zur Hälfte zusteht, egal wer diese Summe eingezahlt hat.( Innenverhältnis)

Als Begründung dafür wird angeführt, dass der eine Ehegatte dem anderen nicht die Verfügungsbefungnis über das Konto einräumen würde, wenn er dies nicht wolle.

Von der Hälfetregelung kann aber dann abgewichen werden, wenn die Ehegatten eine andere Regelung getroffen haben.

Wer sich aber auf eine derartige Absprache beruft, muss dies beweisen.


Ihre Frau hat sich also im Innenverhältnis zu Ihnen illegalerweise mit dem Ihnen zustehenden Anteil bedient.

Sie war nicht berechtigt, über beide Anteile zu verfügen.

Sie ist auch nicht berechtigt, sich selbst eine Sicherheit für den Trennungsunterhalt zu verschaffen, sondern ist auf die dafür vom Gesetz vorgesehenen Mittel beschränkt.





Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben. Wenn noch Fragen offen sind, bitte ich, nachzufragen.


Sollte Ihre Frage hiermit beantwortet sein , bitte ich um Akzeptierung meiner Antwort. Erst mit Ihrer Akzeptierung wird die von Ihnen geleistete Anzahlung zum Zwecke des Ausgleichs der hier entstandenen Gebühren verwendet.

Just Answer ist kein kostenfreies Forum. Dies ist schon aus standesrechtlichen Gründen nicht möglich. Insoweit wird auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen verwiesen.

Die Beantwortung Ihrer Frage erfolgte unter der Bedingung, dass der von Ihnen angebotene Zahlbetrag auch zum Ausgleich gebracht wird.

Wegen etwaiger Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung . Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Abschließend möchte ich Sie noch auf folgendes hinweisen : Bitte beachten Sie, dass bereits geringfügige Änderungen des geschilderten Sachverhaltes zu anderen rechtlichen Ergebnissen führen können. Stellen Sie Ihre Frage daher möglichst präzise.

Der hier erteilte Rat kann eine ausführliche anwaltliche Beratung nebst Prüfung aller Unterlagen nicht ersetzen. Ihnen soll lediglich eine erste juristische Orientierung gegeben werden.

Über eine positive Bewertung und eine rasche Akzeptierung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.


Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Familienrecht



Wenn Ihre Frage beantwortet ist bitte ich um Akzeptierung

Vielen Dank






Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch Fragen Gerne beantworte ich Ihnen diese.


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin



Wenn Ihre Frage beantwortet ist bitte ich um Akzeptierung

Vielen Dank

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank XXXXX XXXXX (ich bin zufrieden :-)) und akzeptiere die Antwort, bitte aber um kurze Ergänzung:

Wie würden Sie an meiner Stelle nun konkret vorgehen? Meine Vorstellung ist, beim nächsten Treffen mit der Mediatorin den Sachverhalt und die von Ihnen beschriebene Rechtslage vorzutragen und meine Frau aufzufordern, den Betrag innerhalb einer Woche zurück zuerstatten. Falls sie das nicht tut: Hätte eine zivilrechtliche Klage auf Herausgabe des Geldes Aussicht auf Erfolg?
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Ich würde ebenfalls empfehlen , zuerst mithilfe der Mediatorin das Geld wiederzubekommen, auf die von Ihnen geschilderte Weise.

Sie müssten , wenn dies nicht geschieht vor dem Familiengericht auf Herausgabe klagen.

Da sich der Sachverhalt lückenlos nachvollziehen lässt ( Hausverkauf, Überweisung der Kaufsumme auf das gemeinsame Konto, Überschreitung der Befugnis im Innenverhältnis durch Ansichnahme des Geldbetrags) haben Sie recht gute Chancen.

Wenn ihre Frau behauptet, das Geld sei geschenkt wird sie es beweisen müssen.


Ich wünsche Ihnen alles Gute


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Familienrecht
ClaudiaMarieSchiessl und weitere Experten für Scheidungsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank!!! :-))
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr gerne

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