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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Scheidungsrecht
Zufriedene Kunden: 16762
Erfahrung:  Rechtsanwältin, seit dem Jahr 2000 auch Fachanwältin für Familienrecht,Korrespondenzsprachen : deutsch und englisch, 20 Jahre Anwaltserfahrung
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ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

Hallo hier meine Frage ich habe 1990 mit meiner Frau ein Haus

Kundenfrage

Hallo hier meine Frage: ich habe 1990 mit meiner Frau ein Haus gebaut. Ein Teil des Grundstückes gehörte meinen Schwiegereltern. Dieser Anteil wurde zur Hälfte an mich und an meine Frau (Tochter) vor dem Bauantrag übertragen. Dann haben wir noch Grundstücks anteile darum dazu gekauft. Bei der Scheidungsvereinbarung soll nun der Grundstückswert zu 100 Prozent nach Aussgae des Gegenanwalt meiner Frau zugerechnet werden. Ich nahm an das Alles zu 50/50 uns Beiden zusteht - da auch so im Grundbuch eingetragen! Bitte um Hilfe in meiner Sache, Danke
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Scheidungsrecht
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworte:

Sie müssen hier unterscheiden:


Zum einen zwischen den Grundstück als solchen, das nach wie vor Ihnen beiden gehört und das normalerweise nach den Grundsätzen der Bruchteilsgemeinschaft abgewickelt würde.


Zum anderen zwischen dem Zugewinnausgleich als Ausgleich der während der Ehe hinzuerworbenen Vermögenspositionen in Geld.


Es handelt sich hier um die Problematik der sogenannten Schwiegerelternschenkung.


Hier geht man davon aus, dass die Schwiegereltern das Grundstück nur deswegen geschenkt haben, weilsie vom Bestand der Ehe ausgegangen sind.

Wo früher ein Ausgleich der Schenkung nur durch Berücksichtigung im Zugewinnausgleich erfolgte, geht der Bundesgerichtshof in seiner neueren Rechtsprechung vom Februar dieses Jahres nunmehr davon aus, dass solche Schenkungen auch von den Schwiegereltern zurückgefordert werden können.


Diese Schenkungen erfolgen nämlich in der Erwartung, die Schenkung werde auf Dauer der Ehegemeinschaft zwischen dem eigenen Kind und dem Schwiegerkind zugute kommen.


Scheitert diese Ehe nun, hat sich diese Erwartung nicht erfüllt und das Grundstück kann zurückgefordert werden.

Ihre Schwiegereltern können also das Grundstück zurückfordern.

Allerdings vermindert sich der Rückforderungsanspruch um die Summe, in deren Höhe die Schenkung bereits dem eigenen Kind zugute gekommen ist ( ZB ersparte Miete)

Wenn man den Grundstückswert über den Zugewinn ausgleicht, erfolgt der Ansatz im Anfangs und im Endvermögen und zwar bei beiden Ehegatten.

Bei Ihnen ist der Ansatz im Endvermögen allerdings um den Rückforderungsanspruch der Schwiegereltern zu kürzen.

Sie müsen nunmehr beachten:

Ansatz im Zugewinn einerseits und Rückforderung durch die Schwiegereltern andererseits.

Aus diesem Grund müssen Sie, um Doppelzahlungen zu vermeiden strategisch vorgehen.

Es ist also zwingend notwendig, sich einen eigenen Anwalt zu nehmen, der möglichst Fachanwalt für Familienrecht sein sollte.


Just Answer ist kein kostenfreies Forum. Dies ist schon aus standesrechtlichen Gründen nicht möglich. Insoweit wird auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen verwiesen.

Die Beantwortung Ihrer Frage erfolgte unter der Prämisse, dass der von Ihnen angebotene Zahlbetrag auch zum Ausgleich gebracht wird.

Wegen etwaiger Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung . Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Abschließend möchte ich Sie noch auf folgendes hinweisen : Bitte beachten Sie, dass bereits geringfügige Änderungen des geschilderten Sachverhaltes zu anderen rechtlichen Ergebnissen führen können. Stellen Sie Ihre Frage daher möglichst präzise.

Der hier erteilte Rat kann eine ausführliche anwaltliche Beratung nebst Prüfung aller Unterlagen nicht ersetzen. Ihnen soll lediglich eine erste juristische Orientierung gegeben werden.

Über eine positive Bewertung würde ich mich freuen.

Sie akzeptieren diese Antwort durch Klicken auf das grüne Feld.


Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Familienrecht




Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
SSehr geehrter Ratsuchender,

wenn Sie keine Fragen mehr zu dieser sehr komplexen Thematik haben, würde ich darum bitten, meine Antwort entsprechend den allgemeinen Geschäftsbedingungen von just answer zu akzeptieren.

Die Antwort mag nicht schön für Sie sein,, aber Sie wissen nun, dass Sie aufpassen müssen, da Sie sonst zweimal zahlen.

Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Familienrecht

Verändert von ClaudiaMarieSchiessl am 12.09.2010 um 10:43 Uhr EST
ClaudiaMarieSchiessl und weitere Experten für Scheidungsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Danke XXXXX XXXXX gestatten sie mir eine kurze Nachfrage: der Wert des Grundstücks in 1990 (ca. 10000 DM) war wohl sehr viel geringer als heute da er 100.000 Euro betragen soll?...ist das zulässig? Was zählt bei der Zugewinnberechnung/Ausgleich, Danke
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

der Wert wird normalerweise indexiert, d.h. man nimmt den Wert einer Sache so wie er zur Zeit der Übereigung war und gleicht den Kaufkraftschwund aus, den diese Sache zum Stichtag erlitten hat.

Bei Grundstücken, bei denen es um wirklich viel Geld geht, wird der Wert im Anfangs - und Endvermögen meist durch Sachverständigengutachten bestimmt, es sei denn, die Parteien sind sich einig.

Wenn Sie ein Sachverständigengutachten machen lassen sollten Sie sich darünber einigen, dss die Kosten hälftig übernpmmen werden und dass das Ergebnis einem späteren gerichtlichen Verfahren zugrunde gelegt wird.

Wenn Sie keine Fragen mehr haben, bitte ich um Akzeptierung und ich wünsche Ihnen viel Glück und Erfolg bei der Auseinandersetzung.



Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Familienrecht