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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Scheidungsrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  sselbständiger Rechtsanwalt
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Scheidungsrecht hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Ich habe heute das Scheidungsurteil erhalten. Ich wurde schuldig

Kundenfrage

Ich habe heute das Scheidungsurteil erhalten. Ich wurde schuldig gesprochen, der klagenden Partei die Prozesskosten zu ersetzen. Es ist unglaublich, wie stark sich die Richterin auf Seiten meiner Frau gestellt hat. Ich dachte immer, Richter und Richterinnen sind unabhängig. Die Richterin hat mir schon bei der 1. Verhandlung wissen lassen, dass ich verlieren werde, zu einem Zeitpunkt, wo ich noch gar nicht auf die Scheidungsklage geantwortet hatt.

Wir leben gemeinsam in einem Zweifamilien-Wohnhaus mit zwei erwachsenen Kindern. Meine Frau ist Beamtin und verdient € 2.500 netto. Ich bin als Versicherungsagent selbständig und habe ein Monatseinkommen von ca. € 800,- netto. Ich kann mir das Urteil gar nicht durchlesen, da so viele unrichtige Behauptungen aufgestellt sind. Meine Frau hat immer wieder bei Gericht vorgesprochen und hat es offenbar geschafft, die Richterin auf ihre Seite zu bekommen. Ich habe mich gegen die Scheidung ausgesprochen und habe mich für eine Mediation ausgesprochen.

Hat es angesichts dessen überhaupt einen Sinn, in die Berufung zu gehen? Was ändert sich jetzt für uns nach der Scheidung? Meine Frau möchte im Haus bleiben, ich auch. Ist es unmoralisch, als Mann Unterhaltusleistungen zu beantragen? Meine Frau konnte nur den Beruf ausüben, da ich zu Hause die Kinder betreute. Oder gilt das für einen Mann nicht? Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort

Mit freundlichen Grüßen

Wilhelm Scheidl
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Scheidungsrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

der Beantwortung Ihrer Frage stelle ich folgendes voran:

Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen in Deutschland bin ich gehalten, darauf hinzuweisen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nicht erlaubt ist. Sie haben die AGB des Portalbetreibers zur Kenntnis genommen, so dass ich davon ausgehe, dass Sie bereit sind, eine angemessene Vergütung für die untenstehende Beantwortung durch Akzeptieren zu bezahlen. Das vorangestellt möchte ich im weiteren darauf hinweisen, dass es im Rahmen dieses Mediums nur möglich ist, eine mehr oder weniger allgemeingehalte Antwort zu geben, da ich weder Einblick in Unterlagen, noch ein eingehendes Gespräch zur Sachverhaltsaufklärung führen kann. Die untenstehende Antwort dient daher der ersten rechtlichen Orientierung bzw. der Verschaffung eines angemessenen Überblicks über die rechtliche Situation und kann und soll keinesfalls die Einholung rechtlichen Rates vor Ort ersetzen.


Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Zunächst einmal ist es unüblich, dass Ihnen im Scheidungsverfahren die Verfahrenskosten auferlegt werden. In der Regel werden die Kosten gegeneinander aufgehoben, so dass lediglich die Gerichtskosten von jeder Partei zur Hälfte getragen werden müssen, sowie die eigenen Anwaltskosten.
Selbstverständlich können Sie auch als Mann Unterhalt von Ihrer Ehefrau begehren. Dies jedoch erst ab dem Zeitpunkt, in dem Sie Ihre Ehefrau hierzu aufgefordert haben.
Desweiteren ist in Ihrem Fall noch nicht einmal die Wohnsituation geklärt, geschweige denn die Vermögensauseinandersetzung.
Wenn Sie mir etwas mehr Sachverhalt in einer Nachfrage zur Verfügung stellen, kann ich hierauf detailliert eingehen.



Ich hoffe, Ihnen im Rahmen dieses Mediums einen angemessenen Überblick über die rechtliche Situation verschafft zu haben.

Bitte vergessen Sie nicht meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten. Falls Sie eine Nachfrage haben stehe ich sodann gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Scheidungsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Da das Scheidungsurteil aus meiner Sicht viele falsche Behauptungenn enthält würde ich es gerne bekämpfen. Andererseits muss ich auch auf die Sinnhaftigkeit und die Kosten achten. Was kann ich tun? Es gibt keine Vermögensaufteilung, die Wohnsituation ist nicht geklärt. Wie geht es weiter, wenn niemand etwas unternimmt?
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

aus der Ferne ist der Sachverhalt leider nicht vollumfänglich nachvollziehbar und offensichtlich so komplex, dass Ihre speziellen Fragen im Rahmen dieses Mediums leider nicht sinnvoll beantwortet werden können.

Ich muss Ihnen daher dringend anraten, einen örtliche Anwaltskanzlei aufzusuchen, die auf Scheidungsrecht spezialisiert ist. Dort können Sie Ihr Urteil vorlegen und prüfen lassen, insbesondere ob und in welcher Form Rechtsmittel einzulegen sind und wie die noch nicht geklärten Sachverhalte einer Klärung zugeführt werden können.

Jedenfalls beträgt die Berufungsfrist vier Wochen, so dass Eile geboten ist. Dies insbesondere unter dem Gesichtspunkt, da Sie bei Rechtskraft des Urteils wegen des Schuldspruches Sie einen etwaigen Unterhaltsanspruch gegen Ihre Frau verlustig gehen. Dies scheint auch die Absicht Ihrer Frau zu sein, die hier offensichtlich ausgesprochen taktisch vorgegangen ist.

Die anderen Angelegenheit wären erst dannach durch gesondere Verfahren zu klären.

Insgesamt läßt sich vielleicht, dass bisher streitige Verfahren in ein einvernehmliches umwandeln.

Mit freundlichen Grüßen

Verändert von Tobias Rösemeier am 13.08.2010 um 10:39 Uhr EST

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