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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Schadensersatz
Zufriedene Kunden: 23101
Erfahrung:  Erfahrung mit schadensersatzrechtlichen Mandaten.
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ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, vor 6 Jahren haben wir uns

Beantwortete Frage:

Sehr geehrte Damen und Herren,
vor 6 Jahren haben wir uns an unseren Balkon eine Verglasung anbringen lassen. Nach 3 Jahren ging Scheibe 1 kaputt, voriges Jahr Scheibe 2 und jetzt im Februar die Scheibe (3), die uns im August vorigen Jahres eingesetzt wurde. Immer ohne Fremdeinwirkung !!! Die Firma die die Verglasung eingebaut hat wurde von mir aufgefordert, Ursachenforschung zu betreiben, wo denn der Fehler liegen könnte, doch weit gefehlt, es wurde kein Interesse signalisiert. Nun bekomme ich für die Scheibe 3, die grad mal vor einem halben Jahr eingebaut wurde natürlich wieder eine Rechnung. Meine Frage dazu wäre: Muss ich diese Rechnung bezahlen ???? Mit frdl Grüßen
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Schadensersatz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Nein; Sie sind nicht zur Zahlung verpflichtet, solange die Firma Ihnen nicht konkret nachweist, dass der Glasbruch auf Fremdeinwirkung zurückzuführen ist.

Ihnen stehen vorliegend die gesetzlichen Gewährleistungsansprüche aus den §§ 434 ff. BGB gegenüber der Firma zur Seite, da unter den gegebenen Umständen offenbar ein Materialfehler - also ein Mangel der Kaufsache im Sinne des § 434 BGB - vorliegt.

Soweit der Abschluss des Kaufvertrages und der Gefahrübergang erst sechs Monate zurückliegt, gilt für Sie zudem die Beweislastumkehrregelung aus § 476 BGB. Danach gilt: Zeigt sich innerhalb von sechs Monaten seit Gefahrübergang ein Sachmangel, so wird vermutet, dass die Sache bereits bei Gefahrübergang mangelhaft war.

Das bedeutet, dass die Firma - der Verkäufer - Ihnen nun unter Beweis stellen muss, dass der Glasbruch gerade nicht auf einem Materialfehler beruht, also kein Mangel im Sinne des § 434 BGB vorliegt.

Sie sollten daher die Firma unter Berufung auf die vorstehend erläuterte Rechtslage auffordern, Nacherfüllung nach § 439 BGB zu leisten oder Ihnen nachzuweisen, dass kein Mangel vorliegt.

Gelingt der Firma der erforderliche Entlastungsbeweis nicht, können Sie Nacherfüllung nach § 439 BGB verlangen. Die Nacherfüllung wäre vorliegend auf die Lieferung einer Ersatzscheibe gerichtet, da eine Reparatur ausscheidet.



Fragen Sie bei Unklarheiten bitte nach: Um mir zu antworten, nutzen Sie bitte ausschließlich die Nachfragefunktion "Antworten Sie dem Experten".

Geben Sie bitte eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen haben, denn nur so erhalte ich die für die Rechtsberatung vorgesehene Vergütung.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt


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