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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Schadensersatz
Zufriedene Kunden: 26434
Erfahrung:  Rechtsanwalt im Bereich des Schadensersatzrechts
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Schadensersatz hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, vielen Dank XXXXX XXXXX Information. Ich

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, vielen Dank für Ihre Information. Ich möchte Sie daher um Rat in einer anderen Angelegenheit befragen. Im April und Mai war ich auf einer 5-wöchigen Dienstreise u.a. in Tianjin (China). In dieser Stadt hatte eine Bekannte von mir eine Kunstausstellung, die verkürzt wurde, da in der Ausstellungshalle eine Musikergruppe auftreten sollte. Um Schäden an ihren Kunstwerken zu vermeiden, wollte meine Bekannte in großer Eile ihre Kunstwerke abbauen und in Sicherheit bringen, wobei sie von einigen Mitarbeiter/innen der Kuratorin Frau Wang Hui unterstützt wurde. Ich bot angesichts der Hektik meine Hilfe an und versuchte, zwei Kunstwerke von den Keilrahmen zu entfernen, so dass sie wieder zusammengerollt werden konnten und in die USA, dem derzeitigen Wohnort der Künstlerin zurückgeschickt werden konnten. Dies gelang mir jedoch nicht besonders gut, so dass ich davon Abstand nahm und mich mehr darauf konzentrierte, Hilfe zu leisten, indem ich den intensiv arbeitenden Personen Getränke zu reichen und für Erfrischungen zu sorgen mich bemühte. Die Ausstellung fand in einer 2-geschossigen ehemaligen Kirche statt, die zu einer Ausstellungshalle umfunktioniert worden war. Auf einem meiner Wege von der ersten Etage ins Erdgeschoss nahm ich nun einige der Kunstwerke, die von den Keilrahmen entfernt worden waren und wollte sie ins Erdgeschoss tragen, wo die Hartplastikbehälter standen, in denen die Kunstwerke wieder zurücktransportiert werden sollten. Am Fuße der Treppe geriet ich ins Stolpern und trat dadurch bedingt auf einige der Kunstwerke, die am Fuße der Treppe gelegen hatten, um ebenfalls verpackt zu werden. Durch mein Drauftreten wurden diese Kunstwerke zerstört und es entstand ein Schaden in Höhe von ca. 18.000 €. Die Versicherung (Allianz) argumentiert nun, es handele sich um einen Gefälligkeitsschaden, der nur mit pauschal 3.000 € abgegolten werden könne. Ich hätte sogar noch Glück, dass ich diese Gefälligkeitsregelung in meinem Vertrag hätte, da ich sonst gar nichts bekommen hätte. Auch meine Hilfe an diesem Tag (Reichen von Getränken und Erfrischungen sowie Aufheiterung der hektisch bemühten Mitarbeiterinnen) bestärke den Eindruck, dass es sich um einen Lebenszusammenhang handele, der eindeutig auf eine Gefälligkeitshandlung hinweise. Meiner Meinung nach trifft dies nicht zu, denn der Schaden wurde an Kunstwerken verursacht, die nicht ursächlich mit dem Transport der Bilder durch mich in einem Zusammenhang stehen, sondern durch mein Stolpern am Fuße der Treppe, was auch geschehen wäre, wenn ich nicht zufällig einige der Kunstwerke mit nach unten genommen hätte. Es wurden schließlich nicht die Kunstwerke beschädigt, die ich trug, sondern die, die am Fuße der Treppe zur weiteren Bearbeitung platziert waren. Wäre ich als "normaler" Gast an diesem Tag anwesend gewesen und wäre ich als solcher die Treppe hinuntergegangen, so wäre der Schaden ebenfalls entstanden. In der Zwischenzeit hat die Versicherung mir die Summe von 3000,- € überwiesen. Aufgrund meiner Unzufriedenheit habe ich alle Versicherungsverträge bei der Allianz gekündigt, bei der ich teilweise 35 Jahre versichert war. Ich bitte Sie daher um Ihre Einschätzung, ob es sich tatsächlich um einen Gefälligkeitsschaden handelt und ob es sich lohnt, weitergehende Schritte zu unternehmen. Ich fühle mich von der Versicherung auch deswegen schlecht behandelt, weil man mir immer wieder mitteilte, dass ich mir keine Sorgen zu machen brauche, da mich die Geschädigte nicht haftbar machen könne. Das es neben eventuellen rechtlichen Gedankengängen auch moralische Verpflichtungen gibt, die problematisch sind, ist für diese Versicherung absolut unerheblich. Persönlich fällt es mir jedoch schwer, einer stark geschädigten Person zu erklären, dass ich mich in keinster Weise für den Schaden verantwortlich fühle, den ich verursacht habe. Wäre ich überhaupt nicht an diesem Ort anwesend gewesen, so hätte die geschädigte Person aller Voraussicht nach keinen Verlust erlitten, für dessen Entstehen ich verantwortlich bin. Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass nach meiner Einschätzung der Schaden ebenso entstanden wäre, wenn ich nicht zufällig einige der Kunstwerke nach unten getragen hätte. Dass die Versicherung nun einen Gesamtzusammenhang daraus konstruiert, der einen Schadensersatz auf die Höhe von 3.000€ im Rahmen einer Gefälligkeitshandlung reduziert, erscheint mir so, dass man sich um seine Verantwortung drückt. Für eine offene und ehrliche Einschätzung Ihrerseits wäre ich Ihnen daher sehr verbunden. Mit freundlichen Grüßen XXX (Name von Moderation entfernt)

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Schadensersatz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Offen und ehrlich ist meine Ansicht, dass ein Gefälligkeitsschaden vorliegt.

Sie haben die Arbeiten unentgeltlich für Ihre Bekannte durchgeführt.

Der Schaden ist bei dieser unentgeltlichen Hilfeleistung geschehen.

Selbst wenn Sie mit den Bildern in die Sie getreten sind nicht hantiert haben, so haben Sie den Schaden im Rahmen Ihrer Helfertätigkeit (Bilder nach unten tragen) verursacht.

Darauf, dass Sie die beschädigten Bilder nicht transportiert hatte, kommt es nicht an. Wichtig ist nur dass der Schaden während Ihrer Hilfetätigkeit entstanden ist.




Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch weitere Fragen?

Wenn nein, so möchte ich Sie höflich bitten, mich zu bewerten und dadurch meine Arbeit zu honorieren


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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