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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Schadensersatz
Zufriedene Kunden: 21877
Erfahrung:  Erfahrung mit schadensersatzrechtlichen Mandaten.
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo Ich habe mir vor ungefähr einem dreiviertel Jahr ein

Kundenfrage

Hallo

Ich habe mir vor ungefähr einem dreiviertel Jahr ein Tattoo in insgesamt zwei Sitzungen stechen lassen, in einem Studio wohlgemerkt, Unterschrieben habe ich im Vorfeld nichts. Bereits nach der ersten Sitzung hat sich das Tattoo extrem Entzündet da zu tief gestochen wurde und nach dem Abheilen waren an den betroffenen Stellen auch deutliche, von der Farbe abweichende, Stellen erkennbar. Sowie insgesamt sehr schlechte Ausführung der Arbeit.
Dies nahm ich erst mal so hin da mir versichert wurde in der zweiten Sitzung würde dies mit neu gestochen, kostenfrei. Die erste Sitzung bezahlte ich noch. Einige Wochen später stand dann die zweite Sitzung an, bei der dann nicht wie versichert ALLE verpfuschten Stellen neu gestochen wurden und ich die Sitzung zudem noch bezahlen sollte. Ich sagte ihm daraufhin das ich nicht zufrieden bin da etwas anderes ausgemacht war und sein er sein Geld sehr wahrscheinlich nicht von mir bekommt. Bis heute nicht. Nun frage ich mich ob es möglich ist ihn auf Schadensersatz oder wenigstens die Kosten für eine Entfernung zu verklagen. Bilder während seiner "Arbeit" und zwischen den Sitzungen existieren auch, leider nur keines auf dem die Entzündung deutlich zu erkennen ist. Allerdings gibt es genug Leute die dies bezeugen können.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Schadensersatz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Unter den geschilderten Bedingungen steht Ihnen ein Schadesnersatzanspruch zu: Der Tätowierer schuldete Ihnen vertraglich eine fachgerechte Tätowierung.
Dies ist hier ganz offensichtlich nicht erfolgt.

Erfolgt eine unprofessionelle oder technisch mangelhafte Behandlung, bei der der Körper fahrlässig und widerrechtlich verletzt wurde, besteht nach der Rechtsprechung Anspruch auf Schadenersatz gegen den Tätowierer (Oberlandesgericht Nürnberg, Urteil v. 5.8.2003, AZ.: 3 U 1663/03).

Sind negative Folgen durch eine unsachgemäße Ausführung oder gar Verwendung unhygienischer Geräte aufgetreten, kann der Kunde ebenfalls auf Schadenersatz und Rückerstattung der Kosten klagen (Urteil Amtsgericht Neubrandenburg, AZ.: 18 C 160/00).

Sie haben daher Anspruch auf Ersatz derjenigen Kosten, die Ihnen durch die Entfernung des Tatoos entstehen. Dabei müssen Sie selbstverständlich nicht erneut den schädigenden Tätowierer aufsuchen, sondern Sie sind vielmehr frei in der Wahl eines Studios.

Darüber hinaus ist der Tätowierer verpflichtet, Ihnen sämtliche weitere Kosten zu erstatten, die im Rahmen etwa einer ärztlichen/medikamentösen Behandlung zur Linderung oder Beseitigung der Folgen des fehlerhaften Tatoos angefallen sind.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt


Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Unter den geschilderten Bedingungen steht Ihnen ein Schadesnersatzanspruch zu: Der Tätowierer schuldete Ihnen vertraglich eine fachgerechte Tätowierung. Dies ist hier ganz offensichtlich nicht erfolgt.

Erfolgt eine unprofessionelle oder technisch mangelhafte Behandlung, bei der der Körper fahrlässig und widerrechtlich verletzt wurde, besteht nach der Rechtsprechung Anspruch auf Schadenersatz gegen den Tätowierer (Oberlandesgericht Nürnberg, Urteil v. 5.8.2003, AZ.: 3 U 1663/03).

Sind negative Folgen durch eine unsachgemäße Ausführung oder gar Verwendung unhygienischer Geräte aufgetreten, kann der Kunde ebenfalls auf Schadenersatz und Rückerstattung der Kosten klagen (Urteil Amtsgericht Neubrandenburg, AZ.: 18 C 160/00).

Sie haben daher Anspruch auf Ersatz derjenigen Kosten, die Ihnen durch die Entfernung des Tatoos entstehen. Dabei müssen Sie selbstverständlich nicht erneut den schädigenden Tätowierer aufsuchen, sondern Sie sind vielmehr frei in der Wahl eines Studios.

Darüber hinaus ist der Tätowierer verpflichtet, Ihnen sämtliche weitere Kosten zu erstatten, die im Rahmen etwa einer ärztlichen/medikamentösen Behandlung zur Linderung oder Beseitigung der Folgen des fehlerhaften Tatoos angefallen sind.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Besteht hierzu noch Klärungsbedarf? Soweit das nicht der Fall ist, darf ich um Akzeptierung bitten. Der Sachverhalt ist mit einem für Sie positiven Resultat rechtlich maximal ausgeschöpft. Kostenlose Rechtsberatung ist zudem nach zwingendem Recht nicht zulässig.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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