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RASchroeter
RASchroeter, Rechtsanwalt
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 7691
Erfahrung:  Rechtsanwalt, Immobilienökonom, MBA, Bankkaufmann
33364821
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Schadensersatz hier ein
RASchroeter ist jetzt online.

Hallo, als Unternehmer in Rechtsform einer GmbH&Co.KG habe

Kundenfrage

Hallo, als Unternehmer in Rechtsform einer GmbH&Co.KG habe ich eine größere Halle
erbauen lassen. Diese Halle wurde mit einer Trapetzblechbedachung ausgerüstet.
Als Privatperson mietete ich nunmehr die Dachfläche der GmbH&Co.KG und ließ darauf
eine Photovoltaikanlage montieren.
Sowohl die Trapetzblechmontage, als auch die Montage der PV-Dachanlage wurde von der selbigen Firma und dem gleichen Arbeitsteam übernommen und im Nov/Dez.2011 auch
ausgeführt. Zu den Moteuren stellte sich heraus, dass sämtliche Mitarbeiter durch einen
Subunternehmer aus Litauen in Form nicht deutsch sprechender und nicht speziell ausgebildeter Arbeitskräfte organisiert war. Also komplett mit unwissenden Anlernkräften
verschiedenster Nationalitäten wie Ukraine, Russland, Litauen, Rumänien ect.
Zur PV-Montage wurde nunmehr nachweislich das speziell beschichtete Trapetzblechdach
mit Schutzverzinkung teils bis auf den Stahlkern mit tiefen Kratzern und Scharten kompett
übersät beschädigt.
d.h. diese Monteure hatten scharfkantige Aluspiralen zur Unterkonstruktionsmontage
in ihren Arbeitsschuhen neben ungereinigten Profilen mit spitzen Steinen an den Schuhen
und beschädigten somit die Dachhaut. Wie allseits bekannt muß eine Bedachung mindestens 30-50 Jahre standhalten und dicht bleiben. Ein Wassereintritt darf nicht stattfinden. Speziell zur Vermeidung von Kondenzwasserbildung wurde hierzu zusätzlich
eine Antikondenzunterbeschichtung gekauft.
d.h. das Trapetzblechdach wurde nach Verzinkung der Oberfläche speziell zusätzlich pulverbeschichtet und zur Unterfläche mit einem Anti-Kondenzvlies beschichtet.
Zur Oberflächenbeschädigung in Form vielzähliger tiefer Kratzer ist nunmehr die Gewährleistung und Produkthaftung des Lieferanten/Herstellers erloschen und es muß
befürchtet werden, dass diese Trapetzblechbedachung innerhalb der nächsten Jahre durchrostet und somit unweigerlich Regenwasser in die Produktionshalle eintritt.

Hierzu ist höchster Schaden zu erwarten:

1. Blechdach trotz vieler Grundvoraussetzung einer dauerhaften und langfristig anzu-
zusehenden Nutzungsdauer über viele Jahre (50 Jahre Lebensdauer ) rostet inner-
halb weniger Jahre durch.
2. Eindringendes Oberflächen- und Regenwasser sickert in die tragende Holzkonstruktion
und die statischen Nachweise können somit durch Schimmel und Fäulnis nicht ge-
währleistet werden.
Im schlimmsten Falle könnte die Produktionshalle bei hohen Schnee- und Windlasten
einbrechen und Arbeitskräfte werden gefährdet.

Noch vor Montage der PV-Dachanlage stellte ich als Betreiber diese Schäden fest und
brachte diese gravierdenden Mängel sowohl schriftlich, wie mündlich vor.
Der Auftragnehmer hat in Folge versucht kurzfristig Ruhe zu verschaffen indem ein sogenannter Rostschutzprimmer bei Minusgraden aufgetragen wurde. Mit dieser Mass-
nahme kann jedoch lediglich eine kurzfristige Korossion verhindert werden. Ein flächendeckender Schutz in Form einer schlüßigen Oberflächenverzinkung und Pulverbeschichtung kann mit dieser Art der Mängelbeseitigung mit dauerhaftem Schutz
nicht bewerkstelligt werden. Auf längere Sicht gesehen wird das Trapetzblech unweigerlich
durchrosten.
Vergleich: ein PKW mit Verzinkung wird durch einen Unfall beschädigt und der Eigentümer
trägt Rostschutzfarbe auf. Diese stellt in der Tat lediglich kurzfristigen Schutz dar und nach gewisser Zeit rostet das Blech.

Welche rechtlichen Möglichkeiten stehen mir nunmehr zur Verfügung.

Ich möchte, dass die Montagefirma meine Trapetzblechbedachtung wieder in den ursprünglichen und schadfreien Zustand gemäß Lieferantenangaben zurückversetzt
damit dessen Gewährleistungen greifen können.
d.h. ich mit ruhigem Gewissen auf eine dichte Trapetzblechbedachung der Produktionshalle meiner GmbH.&Co.KG über viele Jahre zählen kann.

Die Montagefirma erklärt, dass Ihrerseit kein Schaden verursacht wurde !
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Schadensersatz
Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 4 Jahren.

 

 

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

der Generalunternehmer kann sich nicht aus der Verantwortung stehlen, wenn er einen Subunternehmer mit Ausführungen von Arbeiten beauftragt. Sie haben prinzipiell erst einmal einen Vertrag mit Ihrem Hauptunternehmer und müssen sich auch an diesen halten. Dieser kann dann den Subunternehmer in Regress nehmen. Etwas anderes kann sich lediglich aus den AGB des Unternehmers ergeben. Aber auch in diesem Fall kann die Haftung nicht uneingeschränkt ausgeschlossen werden. In erster Linie bleibt Ihnen also der Generalunternehmer zur Haftung verpflichtet - das gilt auch für den vorliegenden sogen. Mangelfolgeschaden. Prüfen Sie bitte die Verträge und die AGB auf abweichende Regelungen.

 

Lediglich bei Ansprüchen aus unerlaubter Handlung (§ 823 BGB) können Sie sich direkt an den Subunternehmer halten. Da hier die Monteure scheinbar grob fahrlässig gehandelt haben, hätten Sie einen direkten Anspruch auf Schadensersatz.

 

Auch wenn der § 823 BGB zur Anwendung kommt, hat auch der Generalunternehmer im vorliegenden Fall seinen Erfüllungsgehilfen offenbar nicht sorgfältig ausgewählt, wenn Sie schreiben, dass die Monteure nicht speziell ausgebildet waren. Insofern käme auch ein Anspruch aus der deliktischen Haftung ausnahmsweise ggf. auch gegen den Generalunternehmer aufgrund § 831 BGB in Betracht.

 

Bei derartigen Summen, kann ich jedoch nur raten, einen Anwalt mit der Abwehr der Ansprüche und der Geltendmachung der Forderung zu beauftragen. Ab einem Streitwert von 5.000,00 EUR besteht vor den Gerichten Answaltszwang. Diesbezüglich stehe ich gerne zur Verfügung.

 

Bei weiteren Fragen nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

K.Nitschke

Rechtsanwältin

 

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Wie Sie sich sicherlich vorstellen konnten, war mir ebenso bewußt, dass sich der Auftragnehmer zu den Mängelfolgeschäden nicht aus der Haftung ziehen kann. Jedoch behauptet der Auftraggeber er hätte keinen Schaden verursacht, bzw. vielmehr hätte ich die Ausführungen zur Schadensbehebung
so akzeptiert.
Und gerade das ist nicht der Fall, denn wie bereits erklärt kann die Auftragung einer Rostschutzfarbe lediglich eine kurzfristige
Korossionsverzögerung bewirken und keinen langfristigen und dauerhaften Schutz bewerkstelligen.
Kann ich zum Mangelfolgeschaden die Benennung des Haftpflichversicherers fordern ?
Kann ich bis zur vollständigen Klärung den Montagerestbetrag von ca. 50 000,-€ einbehalten
zumal der komplette Mangelfolgeschade sich im höchst anzunehmendem Umfang bei evtl. bis zu
300000,- € Schadenssumme bewegen könnte.
Kann ich im Sinne der Schadensminimierungspflicht
die Fertigstellung der PV-Anlage und der Trapetzbedachung zum First verlangen da evtl. das
Firstholz durch Regenwasser zu faulen droht, bzw.
hohe Ertragsausfälle der PV-Dachanlagen anstehen.

Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Sie haben gegen den Unternehmer einen Anspruch auf Erstellung eines mangelfreien Werkes. Da das Werk nicht mangelfrei erstellt wurde und eine Abnahme nicht erfolgt ist, kann der Werkunternehmer solange keine Schlussrechnung erstellen bis, eine Abnahme eines mangefreien Werkes erfolgt ist. Eine Ausnahme besteht dann, wenn der Werkunternehmer nach Leistungsabschnitten abrechnen konnte. Soweit das Dach bereits abgenommen wurde, haben Sie einen Gewährleistungsanspruch der je nach Regelung nach BGB oder VOB bis zu 10 Jahren betragen kann.

Die richtige Vorgehensweise ist den Schaden anzuzeigen. Da der Werkunternehmer diesen zurückweist, ist als nächster Schritt ein Beweissicherungsverfahren zu beantragen. Hier wird bei Gericht der bestehende Mangel durch einen Sachverständigen ermittelt. Vorteil eines solchen Beweissicherungsverfahren ist die Unterbrechnung der Verjährung. Weiterhin kann sich bei einem eindeutigen Gutachten, wenn die Parteien sich danach einig sind, ein Hauptverfahren erspart werden.

Die Zurückbehaltung eines Teils des Werklohnes ist sicherlich ein Mittel um den Werkunternehmer unter Druck zu setzen. Soweit aber eine Abnahme erfolgt ist, ist der Vergütungsanspruch fällig, so dass es sich hier anbieten wurde, den einbehaltenen Betrag bei Gericht zu hinterlgegen, um den Lauf der Verzugszinsen, die immerhin 8 % über dem jeweiligen Basiszinssatz betragen können zu unterbrechen.

Wichtig ist insbesondere, dass Sie keine Schadensbehebungbeauftragen, da Sie sich dann den Beweis des vorliegenden Schadens abschneiden. Zuerst muss der Schaden in einem Beweissicherungsverfahren gerichtfest festgestellt werden.

ist vorbehaltlich der Gegebenheiten vor Ort der Rechnungsbetrag

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und Ihnen einen ersten Überblick verschaffen. Ich darf Sie bitten meine Antwort durch das Anklicken des grünen Feldes zu akzeptieren.

Die Beantwortung erfolgte unter der Voraussetzung, dass Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Plattformbetreibers gelesen haben und die Antwort akzeptieren.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter, MBA
Rechtsanwalt & Immobilienökonom

Zertifizierter Zwangsverwalter

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

 

Herzlichen Dank Ihrer kompetenten Stellungnahme.

Wie Sie sehen ist diese Angelegenheit äußerst komplex gelagert.

Der Auftragnehmer hat keines der übernommenen Gewerke, d.h. weder die Trapetzblechbedachung, noch die Montage der PV-Dachanlage ordnungsgemäß

fertiggestellt. Hierzu habe ich wie bereits erwähnt schriftliche, wie mündliche Mängel-

anzeige an den Auftragnehmer gestellt.

Die Montage der Trapetzblecheindeckung habe ich bezahlt, da der Auftragnehmer

gemäß seinen Angaben ansonsten die PV-Anlage nicht montiert hätte.

Auch war zu diesem Zeitpunkt zwar die Blechbedachung nicht komplett fertiggestellt,

denn hierzu wurden falsche Firstblechteile seitens des Blechlieferanten geliefert.

Auch war zu diesem Zeitpunkt noch kein Mangelfolgeschaden auf der Trapetzblech-

bedachung erkennbar.

Weder die Trapetzblechbedachung, noch die PV-Montage wurde meinerseits

abgenommen.

 

Gehe ich richtig der Annahme aus, dass folgedessen der Auftragnehmer zur Rechnungsstellung in diesem Sinne nicht berechtigt ist und somit keine Verzinsung

zum Rechnungsbetrag seitens des Auftragnehmers in Anspruch genommen werden kann ?

Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 4 Jahren.
Mangels Abnahme kann in der Tat keine Schlussrechnung erstellt werden. Mögliche Zahlungspflichten ergeben sich dann nur wenn entsprechende Abschlagsrechnungen nach Baufortschritt gemäß Leistungsbeschreibung vereinbart werden.

In den meisten Verträgen ist bei einer nicht erfolgten Abnahme geregelt, dass ein Sachverständiger der zuständigen IHK oder Handwerkskammer bestimmt wird.

Aus Ihren Angaben kann es wie folgt weitergehen. Der Werkunternehmer macht seine Forderung gerichtlich geltend und unterliegt, da die Forderung mangels Abnahme und Schlussrechnung nicht fällig ist. Die Voraussetzungen für eine Abnahme müssen dann über einen Sachverständigen geklärt werden.

Unabhängig von der Geltendmachung der aus meiner Sicht nicht fälligen Zahlung, ist es in Ihrem Interesse den Schaden gerichtsfest festzualten. Soweit Sie sich dem Werkunternehmer nicht auf einen Sachverständigen einigen können, wäre daher das angesprochene Beweissicherungsverfahren einzuleiten, für das Sie allerdings in Vorleistung (Gutachterkosten) treten müssen.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

 

Zum Montageauftrag beider Gewerke wurde kein schriftlicher Vertrag mit Unterschrift

ausgearbeitet. Lediglich hat der Auftragnehmer sein Angebot mündlich wie schriftlich

unterbreitet. Meinerseits wurde somit kein Werksauftrag unterschrieben.

 

Also Geschäftsmann bin ich stets bemüht die Dinge im beidseitigem Einvernehmen,

möglichst ohne gerichtliche Verfahren, Gutachten und Rechtsanwälten zu regeln.

 

Mein Ansinnen zur einvernehmlichen Einigung wäre somit den Auftragnehmer zur

Benennung des Haftpflichtversicherers zu bewegen und dessen Haftungsübernahme

zum Gesamtschaden zu erwirken.

Es liegt keinesfalls in meinem Sinne gerechtfertigte Rechnungsbeträge einzubehalten,

doch stellt dies das alleinige Druckmittel zur Mängelbeseitigung dar.

 

Wäre es möglich, insofern der Haftpflichtversicherer die Angelegenheit im Detail

überprüft und folgedessen grobe Fahrlässigkeit seitens unqualifizierter Hilfskräfte

feststellt, dass der Versicherungsschutz verweigert würde ?

 

Immerhin bewegt sich die Schadenssumme im höchst anzunehmenden Falle bei

bis zu 300 000,-€ und darüber insofern unkontrolliert Regenwasser in das Produktionsgebäude eindringt und die Dachkonstruktion in Laufe der Zeit instabil

würde.

 

Muß der Auftragnehmer seinen Haftpflichtversicherer preisgeben ?

Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für die Nachfrage. Grundsätzlich muss Ihnen der Auftragnehmer Ihnen den Namen und Versicherungsnummer der Betriebshaftpflicht mitteilen. Allerdings handelt es sich nach meiner Einschätzung nicht um einen Versicherungsfall.

Die Betriebshaftpflichtversicherung reuliert Schäden, die aus der Tätigkeit des Auftragnehmers verursacht werden.

Allerdings reguliert die Versicherung nicht die Erfüllung von vertraglichen Verpflichtungen. Da es sich hier um eine vertragliche Hauptplicht des Auftragnehmers handelt ein mangefreies Werk herzustellen, geht der Vertragsanspruch einem Anspruch gegen die Versicherung vor.

Etwas anderes gilt dann, wenn an Ihrem Eigentum ein Schaden durch den Auftragnehmer verursacht wurde und dieses Eigentum nicht Gegenstand des Werkvertrages war.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

 

Hallo, zur Ihren Ausführungen bin ich Ihnen äußerst dankbar und verbunden.

Wie ich bereits eingangs den Fall geschildert hatte, handelt es sich zum beschädigten

Trapetzblechdach um das Eigentum meiner Gesellschaft ...GmbH&Co.KG.

Dieses Blechdach wurde nachweislich während der Montage der PV-Unterkonstruktion

durch Alubohrspiralen, die sich in die Schuhprofile der Arbeiter festhakten, bzw. durch

spitze Steine im Profil nach nicht erfolgter Schuhreinigung vor dem Betreten der Blechbedachung verursacht.

Als Privatperson wurde meinerseits die Dachfläche der Produktionshalle der GmbH&Co.KG wiederum angemietet und auch als Privatperson der Auftrag zur

Montage der PV-Anlage erteilt.

d.h. 2 verschiedene Gewerke: 1. Trapetzblechbedachung Auftrag GmbH&Co.KG

deren alleiniger Gesellschaft wiederum ich wäre.

2. PV-Montage Privatperson mit seperatem Privat-

unternehmen als Betreiber dieser PV-Anlage.

d.h. der Auftragnehmer hat in diesem Sinne nicht das Eigentum des Auftraggebers,

sondern das Firmeneigentum der GmbH beschädigt und somit wäre der Haftpflichtversicherer in der Haftung. Korrekt ?

 

Ich denke die Fertigstellung der einzelnen Gewerke ist gewiss nicht das Problem,

jedoch die verursachten Folgeschäden im auge zu behalten und evtl. die komplette

Bedachung incl. PV-Anlage zu demontieren und zu erneuern wird das Hauptproblem werden.

 

Ist es richtig, dass sowohl der Auftraggeber, als auch der Auftragnehmer jeweils zu

Schadensminimierung verpflichtet ist und im Bedarfsfall Dritte beauftragen darf um

diverse Schäden, bzw. Unfallgefahren zu beseitigen ?

 

Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 4 Jahren.
Die einzelnen Gewerke wurden zwar von verschiedenen Auftraggebern an einen Auftragnehmer vergeben. Daher gehen aus meiner Sicht entsprechende vertragliche Ansprüche sowohl für die KG als auch für Sie als Privatperson vor.

Was Sie jedoch in jedem Fall der Betriebshaftpflichtversicherung rein vorsorglich melden sollten, sind etwaige Einnahmeverluste bei einer Demontage der PV Anlage. Sie als Privatperson beziehen keine Einspeisungsvergütung und die KG erhält keine Miete.

Dies ist aus meiner Sicht ein sinnvoller Ansatzpunkt, um die Haftpflichtversicherung des Werkunternehmers einzubeziehen. Sicherlich sind beide Parteien zur Schadesnminderung verpflichtet. Jedoch sollten Sie hierdurch sich nicht die Beweisbarkeit eines Folgeschadens abschneiden, wenn Sie im Wege der Ersatzvornahme entsprechende Schäden beseitigen. Hier sollte immer eine Beweissicherung vorausgehen, wenn mit dem Werkunternehmer zuvor noch keine Einigung erzielt wurde.

Viele Grüße

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

 

Hallo Herr RA. Schröter,

 

zu den verursachten Folgeschäden kann derzeit der Umfang nicht abgeschätzt werden.

d.h. es bleibt abzuwarten bis eine Korossion der Trapetzblechbedachung eintritt und

folgedessen kann erst dann sinnvoll gehandelt werden.

 

Im Klartext sollte das heißen man muß nunmehr abwarten in welchem Umfang die getätigten Schrammen und Kratzer durchrosten.

Gerade aus dieser Erkenntnis heraus ist es äußerst schwierig den tatsächlichen Schaden zu beziffern. Auch ist mir nicht bekannt wie lange der Auftragnehmer seine

üblen Spielchen treiben kann und er sich in Folge der schwierigen Lage insolvent meldet

nachdem er das Kapital aus der Firma gezogen hat.

 

Ist es hierzu richtig den Schaden in Form einer Bankbürgschaft in entsprechend höchst anzunehmenden Summe einzufordern, bzw. eine Deckungszusage des Haftpflicht-versicherers auf unbegrenzt zu erwirken ?

Experte:  hat geantwortet vor 4 Jahren.
Mit einem solchem Anliegen eine Sicherheit in unbegrenzter Höhe in Form einer Bankbürgschaft zu erhalten oder eine unbegrenzte Deckungszusage werden Sie nicht durchsetzen können. Hier wird von Ihnen eine Konkretisierung des Schadens verlangt, was dann das von mir angesprochene Beweissicherungsverfahren emöglicht. Hier wird der Mangel und der finanzielle Schaden ermittelt. Im Nachgang kann dann eine Schadensbeseitigung erfolgen, so dass keine weiteren Schäden und Folgeschäden entstehen. Den in dem Beweissicherungsverfahren ermittelten Mangel können Sie von dem Werkunternehmer beseitigt verlangen oder im Wege der Ersatzvornahme selbst mit anderen Unternehmern beseitigen und die Kosten dann gegen den Werkunternehmer einfordern.

Gleichwohl ist eine Schadensanzeige an die Versicherung wegen des möglichen Einnahmeausfalles ratsam.

Viele Grüße
RASchroeter, Rechtsanwalt
Kategorie: Schadensersatz
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