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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Schadensersatz
Zufriedene Kunden: 17047
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Hallo... Ich wende micht auf Empfehlung einer Vertragsverwerkstatt

Kundenfrage

Hallo... Ich wende micht auf Empfehlung einer Vertragsverwerkstatt von VW an sie.
Ich habe im Oktober vergangenen Jahres einen PKW mit Frontschaden bei einem freien Händler erworben. Die Garantie läuft also dieses Jahr aus. Welchen Frontschaden genau, kann ich nicht sagen, da mit hier die Unterlagen dazu fehlen. Beim kauf wurde mit lediglich der TÜV Bericht übergeben. Laut handbuch wäre 2008 eine grosse Wartung fällig gewesen. Inwiefern diese durchgeführt wurde kann ich nicht nachvollziehen. Lediglich ein Schild sagt einen Oelwechsel aus. Nach Aufforderung dieser Unterlagen wurde mir mitgeteilt, dass er diese nicht finden und notfalls neu gemacht werden.

Das eigentliche Problem, bereits nach 14 Tagen habe ichn einen Mangel am Fahrverhalten, vorwiegend auf der Autobahn angezeigt. Bei einer ca. 140kmh schauckelt sich das komplette Fahrzeug auf. Mehrfaches Auswuchten der Winterräder half nicht. Auf Grund der Witterungsverhältnisse (Winterzeit) haben wir uns darauf geeinigt, dass wir den Radwechsel abwarten. Dieser erfolgte und der Mangel bliebt bestehen, zum teil noch schlimmer.
Weiterhin wurde jetzt beim Radwechsel festgestellt,dass bereits nach einem halben Jahr und ca. 20.000km die Bremsbeläge gewechselt werden müssen.
Auf Grund dessen hab ich mich jetzt in einer Vertragswerkstatt von VW vorgestellt.
Es wurde festgestellt: Räder nicht ordnungsgemäß gelagert und montiert
Dies wurde behoben. Es ist zwar jetzt etwas besser, jedoch immernoch vorhanden, also kann es an den Räder nicht liegen.

Mit dem Vorbesitzer hab ich mich telefonisch in Verbindung gesetzt um etwas genaueres über den Unfall herraus zufinden bzw. eventuell das Gutachten zu erhalten. Keine Chance.
Lediglich die Information, dass dieses Fahrzeug im Oktober 2009 an die VW Leasing zurück gegeben wurde. Und in diesem Fall stimmt etwas nicht, dass der PKW 2 Jahre (ab meinem Kaufdatum - ca. Oktober 2010) gestanden haben soll.

Die km Leistung bis Februar 2008 betrug laut Servicebuch ca. 75.000km. Die letzte Wartung bzw. Service bei VW erfolgte September 2008 mit einem Kilometerstand von ca. 94.000km. Lt. Kaufvertrag 98.000km. Fuhr der Wagen aber jetzt noch bis Oktober 2009 stimmen meiner Meinung nach die Kilometer nicht.

Ich benötige hier dringend Hilfe, wie ich weiter verfahren kann.

Ihre Möckel Cindy
08301 Bad Schlema
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Schadensersatz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Die von Ihnen beschriebenen Probleme an dem Fahrzeug sind Mängel nach § 434 BGB.

Das Vorliegen der Mängel berechtigt, vom Verkäufer nach § 437 BGB deren Beseitigung zu verlangen.

Kann der Verkäufer die Mängel nicht beseitigen, kann der Kaufpreis gemindert oder der Rücktritt von dem Kaufvertrag erklärt werden.

Sie müssen hier also den Verkäufer schriftlich auffordern, zu den Mängeln Stellung zu nehmen. Setzen Sie ihm dazu eine Frist und verlangen, dass er einen Termin zur Reparatur vereinbart.

Lässt der Verkäufer die Frist fruchtlos verstreichen oder kann bzw. will er die Mängel nicht beseitigen, dann können Sie am besten schriftlich den Rücktritt vom Kaufvertrag erklären.

Der Verkäufer muss dann den Kaufpreis erstatten und Sie können Ihr Geld zurückverlangen.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

dh. nach Wechsel der Sommerreifen nochmals auffordern?

 

Er ist schon gewillt den Mangel zubeseitigen, allerdings hat der PKW dann 1 Woche Aufenthalt in seiner Werkstatt. Ist er hierfür dann verpflichtet mir einen Leihwagen auf seine Kosten zur Verfügung zustellen?

 

Und meine Bedenken gegenüber dem Kilometerstand und sonstigen Nachweisen z.B. Durchführunger der großen Wartung die 2008 fällig war. Darunter fällt im Übrigen der Austausch der Bremsflüssigkeit. Und dies stellt in meinen Augen ein Risko dar, da ich wöchtentlich ca. 400km fahre.

 

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Der Verkäufer muss alle Mängel beheben, die vorlagen, als Sie das Fahrzeug bei ihm gekauft haben.

Problematisch ist hier die Beweisführung, falls der Verkäufer nicht gewillt ist, alle relevanten Mängel zu beheben.

Soweit er aber Willens ist, die Mängel zu beheben, sollten Sie nicht mehr lange damit warten.

Der Verkäufer muss dann die Sache mit den Rädern regeln und sämtlich anderen Mängel beheben.

Da er die Mängel nicht gleich mit Verkauf an Sie behoben hat, hat er sich auch schadensersatzpflichtig gemacht und muss Ihnen einen Leihwagen für die Zeit bezahlen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

und bis zu welcher Klasse muss ich den Leihwagen akzeptieren???

Angeboten wurde mit ein 8-10 Jahre alter Chiquecento. Ich selbst fahren einen VW Passat Baujahr 2006.

 

Wäre es sinnvoll diesen Fall einer rechtsberatung vorzutragen???

 

Lt. meiner Vertragswerkstatt gibt es Widersprüche zu meinen Unterlagen und der VW-Historie. Und hinzu kommt, dass der PKW vom Vorbesitzer nicht 2008 zurück gegeben wurden, sondern 2009! Zu diesen Daten passt jedoch der Kilometerstand meines Fahrzeuges nicht.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.

und bis zu welcher Klasse muss ich den Leihwagen akzeptieren???

Angeboten wurde mit ein 8-10 Jahre alter Chiquecento. Ich selbst fahren einen VW Passat Baujahr 2006.

 

- Es trifft Sie eine Schadensminderungspflicht nach § 254 BGB. Danach dürfen Sie kein höherwertiges Fahrzeug verlangen. Es steht Ihnen aber ein Fahrzeug vergleichbarer Klasse zu.

 

Wäre es sinnvoll diesen Fall einer rechtsberatung vorzutragen???

 

- Das machen Sie doch gerade.

 

Lt. meiner Vertragswerkstatt gibt es Widersprüche zu meinen Unterlagen und der VW-Historie. Und hinzu kommt, dass der PKW vom Vorbesitzer nicht 2008 zurück gegeben wurden, sondern 2009! Zu diesen Daten passt jedoch der Kilometerstand meines Fahrzeuges nicht.

 

- Genau hier liegt eben das Problem. Dies ist aber zu Ihrem Vorteil. Wenn die Unterlagen nicht eindeutig sind, haftet der Verkäufer dafür.

 

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Ich weiß, dass ich keinen Anspruch auf ein höherwertiges Fahrzeug habe.

Auch weiß ich, dass ich eine Klasse tiefer akzeptieren muss. Das wäre in meinem Fall z.B. ein VW Golf. Der Chiqucento ist jedoch nocht eine Klasse tiefer als VW Polo.

Muss ich diesen akzeptieren und was kann ich tun, wenn er mit keinen anderen Wagen zur Verfügung stellen kann oder will???

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
In der Tat müssen Sie nicht solch ein kleines Fahrzeug akzeptieren.

Sie sollten den Verkäufer auffordern, Ihnen ein Fahrzeug Klasse Golf zur Verfügung zu stellen.

Macht er das nicht, können Sie sich auch bei einer Autovermietung ein Fahrzeug mieten und die Kosten dem Verkäufer in Rechnun stellen.