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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 19796
Erfahrung:  Erfahrung mit schadensersatzrechtlichen Mandaten.
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Schadensersatz hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Eine Privatperson hat sich zum Ziel gesetzt mich als Unternehmer

Kundenfrage

Eine Privatperson hat sich zum Ziel gesetzt mich als Unternehmer und Privatperson schlecht zu machen resp. zu schädigen. Er hat gedroht mich Privat und geschäftlich zu vernichten.
mittlerweile musste ich das Geschäft aufgeben, den Nebenverdienst als Schadenexperte wurde mir gekündigt und Privat so wie geschäftlich wurde ich betrieben. Ebenfalls hat er unterstellt dass wir arglistige Täuschung betrieben haben sollen. Mittlerweile ist es so dass unsere Kinder von ehemaligen Kunden schlecht gemacht werden diese erzählen die gleichen Geschichten wie die Person die uns gedroht und auch umgesetz hat. Es handelt sich hierbai um eine geschäfts sowie Privatperson. Was ist zu tun. kann man diese Person und deren Gefolgen habftbar machen? kann ein schadenersatz geltend gemacht werden?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Schadensersatz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Soweit Ihnen bezifferbare Schäden aus unwahren Behauptungen entstanden sein sollten, können diese grundsätzlich ersatzfähig sein, wenn ein Fall der Kreditgefährdung gemäß § 824 BGB vorliegen sollte.

Die Bestimmung lautet wie folgt:

Wer der Wahrheit zuwider eine Tatsache behauptet oder verbreitet, die geeignet ist, den Kredit eines anderen zu gefährden oder sonstige Nachteile für dessen Erwerb oder Fortkommen herbeizuführen, hat dem anderen den daraus entstehenden Schaden auch dann zu ersetzen, wenn er die Unwahrheit zwar nicht kennt, aber kennen muss.

Werden also über Sie unwahre Tatsachen behauptet - etwa der Anwurf arglistiger Täuschung - , und haben Sie als Folge dessen konkrete Vermögensschäden erlitten, so besteht dem Grunde nach ein Schadensersatzanspruch gegen den Urheber der Behauptungen.

Allerdings sind Sie hierfür voll darlegungs- und beweispflichtig. Das bedeutet, dass Sie konkrete Tatsachen und Umstände vortragen müssen, aus denen sich ergibt, dass diese Behauptungen auch wirklich in der kreditgefährdenden Form des § 824 BGB aufgestellt und/oder verbreitet wurden. Dies müssten Sie auch nachweisen können, indem Sie beispielsweise Zeugen beibringen, die bekunden können, dass diese Bemerkungen in der von Ihnen behaupteten Form gefallen sind.

Ebenfalls nachweisen müssten Sie darüber hinaus, dass Ihnen gerade aufgrund dieser ehrenrührigen Behauptungen die geltend gemachten Schäden entstanden sind. Mussten Sie als Folge der behaupteten unwahren Tatsachen Ihr Geschäft aufgeben, und ist Ihnen daher auch Ihr Nebenjob gekündigt werden, so sollte eine entsprechende Bezifferung der Ihnen erwachsenen Nachteile auch möglich sein.

Sollten die gefallenen Äußerungen zudem strafrechtlich erheblich sein, so können Sie auch eine Strafanzeige in Erwägung ziehen. Die von Ihnen erwähnte Anschuldigung einer arglistigen Täuschung in Ihrer Geschäftstätigkeit überschreitet jedenfalls schon das rechtlich noch Hinnehmbare. Hier wäre bereits der Anwendungsbereich der Beleidungsdelikte gemäß §§ 185ff. StGB eröffnet.



Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten oder Zweifeln gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)



Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Soweit Ihnen bezifferbare Schäden aus unwahren Behauptungen entstanden sein sollten, können diese grundsätzlich ersatzfähig sein, wenn ein Fall der Kreditgefährdung gemäß § 824 BGB vorliegen sollte.

Die Bestimmung lautet wie folgt:

Wer der Wahrheit zuwider eine Tatsache behauptet oder verbreitet, die geeignet ist, den Kredit eines anderen zu gefährden oder sonstige Nachteile für dessen Erwerb oder Fortkommen herbeizuführen, hat dem anderen den daraus entstehenden Schaden auch dann zu ersetzen, wenn er die Unwahrheit zwar nicht kennt, aber kennen muss.

Werden also über Sie unwahre Tatsachen behauptet - etwa der Anwurf arglistiger Täuschung - , und haben Sie als Folge dessen konkrete Vermögensschäden erlitten, so besteht dem Grunde nach ein Schadensersatzanspruch gegen den Urheber der Behauptungen.

Allerdings sind Sie hierfür voll darlegungs- und beweispflichtig. Das bedeutet, dass Sie konkrete Tatsachen und Umstände vortragen müssen, aus denen sich ergibt, dass diese Behauptungen auch wirklich in der kreditgefährdenden Form des § 824 BGB aufgestellt und/oder verbreitet wurden. Dies müssten Sie auch nachweisen können, indem Sie beispielsweise Zeugen beibringen, die bekunden können, dass diese Bemerkungen in der von Ihnen behaupteten Form gefallen sind.

Ebenfalls nachweisen müssten Sie darüber hinaus, dass Ihnen gerade aufgrund dieser ehrenrührigen Behauptungen die geltend gemachten Schäden entstanden sind. Mussten Sie als Folge der behaupteten unwahren Tatsachen Ihr Geschäft aufgeben, und ist Ihnen daher auch Ihr Nebenjob gekündigt werden, so sollte eine entsprechende Bezifferung der Ihnen erwachsenen Nachteile auch möglich sein.

Sollten die gefallenen Äußerungen zudem strafrechtlich erheblich sein, so können Sie auch eine Strafanzeige in Erwägung ziehen. Die von Ihnen erwähnte Anschuldigung einer arglistigen Täuschung in Ihrer Geschäftstätigkeit überschreitet jedenfalls schon das rechtlich noch Hinnehmbare. Hier wäre bereits der Anwendungsbereich der Beleidungsdelikte gemäß §§ 185ff. StGB eröffnet.



Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten oder Zweifeln gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Kunde,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Eine kostenlose Rechtsberatung ist nicht Gegenstand dieser Internetpräsenz. Sie ist nach zwingendem Recht zudem auch nicht gestattet. Aus diesem Grunde besteht die Pflicht zur Akzeptierung auch dann, wenn das Resultat der Rechtsberatung nicht Ihren persönlichen Vorstellungen entsprechen sollte.

Bestehen dagegen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Kunde,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Rechtsanwälten ist die Erbringung kostenloser Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet. Aus diesem Grunde besteht die Pflicht zur Akzeptierung auch dann, wenn das Resultat der Rechtsberatung nicht Ihren persönlichen Vorstellungen oder Wünschen entsprechen sollte.

Bestehen dagegen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)

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