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Rechtsanwalt Newerla
Rechtsanwalt Newerla, Diplom Jurist
Kategorie: Schadensersatz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt
26039601
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Rechtsanwalt Newerla ist jetzt online.

Guten Tag, ich fahre einen Firmenwagen. Damit hatte ich 3-Unf lle.

Kundenfrage

Guten Tag, ich fahre einen Firmenwagen. Damit hatte ich 3-Unfälle. 1x Vorfahrt genommen, 1x ist mir jemand aufgefahren und 1x bin ich aufgrund glatter Tiefgaragenauffahrt weggerutscht und und gegen eine Mauer geditscht. Jetzt habe ich zum 30.11.2009 gekündigt und werde den wagen abgeben. Kann mich der Arbeitgeber zur Rechenschaft ziehen bzw. an den Kosten beteiligen? Es war kein Alkohol o.ä. im Spiel. Danke für Ihre Rückmeldung
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Schadensersatz
Experte:  Rechtsanwalt Newerla hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank zunächst für Ihre Anfrage!


Nachfolgend möchte ich gerne unter Berücksichtung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts zu Ihren Fragen wie folgt Stellung nehmen:



Die von Ihnen gestellte Haftungsfrage beurteilt sich nach den sog. Haftungsgrundsätzen zur betriebsbezogenen Tätigkeit.


Der Schaden muss also bei einer betrieblich veranlassten Tätigkeit entstanden sein. Unter einer solchen versteht man alle Tätigkeiten des Arbeitnehmers, die im Interesse und auf Veranlassung des Arbeitgebers durchgeführt werden, auch wenn sie nicht unmittelbar zur beruflichen Tätigkeit des Arbeitnehmers gehören. Dies ist bei Ihnen der Fall, da es sich um Fahrten mit dem Dienstwagen im Zusammenhang mit Ihrer arbeit handelte.


Die Frage nach der Haftung wegen betrieblich veranlasster Tätigkeit (oder früher innerbetrieblichem Schadensausgleich) behandelt grundsätzlich die Fälle, in denen der Arbeitnehmer den Arbeitgeber, Dritte oder Kollegen schädigt. Dies ist vorliegend der Fall, da Sie Ihren Arbeitgeber bzw. dessen Eigentum am Fahrzeug geschädigt haben..


Hierbei gilt, dass Sie bei leichter Fahrlässigkeit nicht haften, bei mittlerer Fahrlässigkeit anteilig haften und bei grober Fahrlässigkeit sowie Vorsatz gegebenenfalls voll haften.

Was bei Ihnen zutrifft lässt sich im Rahmen einer Erstberatung ohne genaue Kenntnis des Tathergangs leider nicht abschließend beurteilen. Jedenfalls wird nicht von einer leichten Fahrlässigkeit mehr auszugehen sein, so dass Sie sich leider darauf einstellen müssen , zumindest anteilig zu haften .


Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann.

So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine
völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können mich natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Freitagmorgen!


Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
[email protected]
Tel. 0471/3088132
Fax. 0471/57774





Verändert von Rechtsanwalt Newerla am 04.12.2009 um 00:03 Uhr EST