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Mustermann
Mustermann, Diagnosetechniker
Kategorie: Renault
Zufriedene Kunden: 1427
Erfahrung:  10 Jahre Erfahrung im Bereich Diagnose
37181644
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Mustermann ist jetzt online.

Getriebeschaden? Scenic 2.0 16V (Bj. 2004) 4-Gangautomatik.

Kundenfrage

Hallo, ich fahre einen Scenic 2.0 16V (Bj. 2004) mit 4-Gangautomatik.
Mein Problem ist diesmal bei 164.000km das Automatikgetriebe (bei ca.160.000 war es die Motorelektronic :-/ ).
Der Wagen will nicht so richtig aus dem Stand anfahren. Er zieht kurz an und dann scheint "er von selbst" in den Leerlauf zu schalten um dann bei erhöter Drehzahl wieder kurz zu greifen. Gibt man sehr wenig Gas, kann man sogar beschleunigen. Hat er dann die Geschwindigkeit erreicht, um in den 2ten Gang zu schalten, schaltet das Getriebe ganz normal weiter ohne "durchzurutschen".
Es leuchtet keine Lampe vorher auch und auch sonst klingt nichts ungewöhnlich.
Das Autohaus Renault König sagt, dass es sich um ein Getriebeschaden handelt (schwarzes Öl mit "verbranntem" Abrieb) und für 3900,-€ erneurt werden muß !

Nun muß ich dazu schreiben, dass das mein zweiter Renault mit dem gleichen Symptom ist und mir das spanisch vorkommt.
Auch kann ich in meinen Rechnungen für die jährlichen Inspektionen keinen Wechsel des Getriebeöls finden. Aber das Waschwasser wurde zumindest immer artig nachgesehen !

Muß ich nun tatsächlich von einem Exitus ausgehen oder lohnt sich der Gang zu einem Getriebespezialisten ?
Im Grunde bin ich mit dem Wagen schon zufrieden! Aber nun dieses und das Ding mit der Motorelektronik gibt mir zu denken.

Würde mich über hilfreiche Hinweise freuen.

Vielen Dank XXXXX XXXXX Eure Zeit und Mühe

Gruß
Marco
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Renault
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Marco,

vielen dank, XXXXX XXXXX sich für Justanswer entschieden haben. Nach bestem Wissen und Gewissen möchte ich Ihre Frage beantworten.

Das Ganze klingt nach einem defekten,Schaltschiebergehäuse. Dieses kann jedoch aufgrund eines defekten Wandlers oder Getriebeölkühlers verursacht worden sein.
Wenn das Öl kontrolliert wurde und stark “verbrannt“ riecht könnte dies tatsächlich auf einen Getriebeschaden hindeuten.
Sollten Metallspäne im Öl vorhanden gewesen sein, ist dies ein eindeutiges Indiz für einen defekten Wandler.
Wenn man die Sicherung des Getriebes bei laufendem Motor und Wahlhelbel in Stellung “N“ entfernt, sollte man bei diesem Getriebe noch bis Stufe drei hydraulisch fahren können.
Sollte der Fehler dann immernoch auftreten ist das Schaltschiebergehäuse defekt.
Tritt der Fehler nicht mehr auf kann dies auf eine mechanische Störung des Getriebes hindeuten.
Durch diese Prozedur wird die Mechanik umgangen und nur die Hydraulik zum schalten genutzt.

Aber auch ein defektes Schaltschiebergehäuse muss nicht bedeuten dass das Getriebe mechanisch in Ordnung ist.
Wenn der Drehmomentwandler beschädigt ist kann es schnell genauso teuer werden als würde man das Getriebe tauschen.

Bei Rückfragen stehe ich Ihnen unter dem Button “dem Experten antworten“ kostenfrei zur Verfügung und würde mich über eine Bewertung und Akzeptierung Ihrerseits sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Widlock
Mustermann und weitere Experten für Renault sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo Widlock,

vielen Dank XXXXX XXXXX ausführliche Beschreibung.
Ja, es wurden Metallspäne gefunden und Ja, das Öl roch verbrannt. Es ist tatsächlich noch möglich in den Gängen 2-4 zu fahren. Zumindest schaltet er dort normal. Der Rückwärtsgang funktioniert auch ganz normal, nur der Erste und beim anfahren gibts Probleme.

Was genau ist mit "... wird nur die Hydraulik zum schalten genutzt" gemeint ? Ich habe ja auch die Möglichkeit wie eine Art Tiptronic die Gänge zu schalten, also quasi per Hand.
Auch hier reagiert das Getriebe wie im Automatik Mode.

Ich will natürlich nicht nochmehr zerstören und würd den Wagen dann abschleppen lassen.
Ich weiß eben nur nicht, ob sich die Reparatur noch lohnt.

Was mich aber viel mehr ärgert ist, dass es bei keiner Wartung das Getriebeöl überprüft wurde aber dafür das Waschwasser immer brav aufgefüllt wurde.
Ist den das Getriebeöl nicht in der Tunismäßigen Wartung vorgesehen ? Der Wagen hat schon 164.000km, da muss doch sowas durchgesehen werden, oder ?

Vielen Dank XXXXX XXXXX Ihre ausführliche Beschreibung.

Viele Grüße
Marco
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo Marco,

das Getriebe ist wartungsfrei. Es muss im Normalfall weder der Ölstand kontrolliert, noch das Öl in regelmässigen Abständen ausgetauscht werden.

Also wenn es tatsächlich zu einer Spanbildung gekommen ist wird sich eine Reparatur kaum noch lohnen. Der Aufwand das Fahrzeug wieder komplett in Ordnung zu bringen ist einfach zu enorm.
Die Späne müssten restlos entfernt werden, was vom Aufwand her so kostenintensiv wäre wie ein neues Getriebe zu verbauen.
An sich ist der Wert des Fahrzeugs jedoch nur noch in einem Bereich um die 5000Euro anzusiedeln.
Sie müssen natürlich selbst entscheiden, jedoch wäre es durchaus eine Überlegung wert, sich ein neues Fahrzeug zuzulegen und diesen abzustossen.
Vielleicht können Sie diesen in Zahlung geben und ein günstiges Angebot wahrnehmen.

Grüße

Widlock

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