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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Reiserecht
Zufriedene Kunden: 3662
Erfahrung:  Zugelassen als Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe eine Frege zur Reisestornierung. Wir

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine Frege zur Reisestornierung.
Wir hatten eine Reise vom 11.Dez.2011 bis 18.Jan.2012 gebucht. Leider konnten wir die Reise nicht antreten, weil mein Mann schwer krank wurde. Eine Reiserücktrittversicherung hatten wir zwar abgeschlossen, aber da es eine gleiche Vorerkrankung gab bekamen wir keine Entschädigung.
Ich habe diese Reise am 04. Sep.2011 gebucht und am 18.10.2011 storniert.
Die Vermieterin konnte zwar für 3 Wochen wieder vermieten, aber ich mußte für 2 1/2 Wochen den vollen Betrag bezahlen.

Meine Frage ist: Ist es korrekt den vollen Betrag für diese 2 1/2 Wochen zu bezahlen, oder ist es nur ein Prozentsatz den ich bezahlen muß? Wenn ja, wieviel Prozent wären es denn dann?

Für Ihre Antwort auf diese Frage wäre ich sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Rosmarie Ernst
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Reiserecht
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 5 Jahren.

Grundsätzlich gilt, dass der Vermieter den Schaden ersetzt verlangen kann, der ihm durch die Stornierung entstanden ist.

Eine gesetzliche Regelung zur Höhe des zu ersetzenden Betrages gibt es nicht.

Der Vermieter muss den tatsächlichen Schaden nachweisen. Im Einzelfall kann dies ein für den Vermieter umständliches Beweisverfahren erfordern, abhängig davon, ob die Wohnung noch an Dritte hätte vermietet werden können oder nicht. Außerdem muss der Vermieter sich ersparte Aufwendungen anrechnen lassen, wie z.B. Heiz- und Stromkosten, die nicht anfallen, wenn die Wohnung nicht bewohnt wird, u.ä.

Um diese Beweisführung zu vermeiden, ist es üblich, in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen einen Pauschalschaden zu vereinbaren, gestaffelt nach dem Zeitpunkt der Stornierung.

Die Höhe des pauschierten Schadenersatzes richtet sich z.B. bei Reiseveranstalter prozentual nach dem Wert einer Reise.

Im Streifall müsste ein Richter über diesen Prozentsatz entscheiden. Dieser würde möglicherweise auch den Grund der Stornierung, hier die Erkrankung Ihres Mannes, mit in die Bewertung einbeziehen, was zu Ihren Gunsten wirkte.

Im Interesse einer gütlichen Einigung könnten Sie dem Vermieter ein Vergleichsangebot unterbreiten. In Ihrem Fall könnte die Miete herangezogen und als Verhandlungsbasis pauschal 50-60% angesetzt werden. Sie sollten aber vorher prüfen, ob es AGB gibt, in denen Regelung im Falle der Stornierung festgelegt worden sind.