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hhvgoetz
hhvgoetz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 2787
Erfahrung:  LL.M. in International Trade Law (Newcastle upon Tyne, UK)
48877684
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Reiserecht hier ein
hhvgoetz ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe folgendes Anliegen:

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe folgendes Anliegen: mein Name ist Nadine Frank, und ich arbeite seit 01.04.2011 im Reisebüro des ADAC in Karlsruhe; seit 1995 bin ich in der Reisebranche tätig.
Nun ist mir etwas passiert, was noch nie passiert ist:
Eine ältere Dame, Frau Haberkorn, 79 Jahre, hat am 03.08.2011 bei mir einen FLug gebucht: 26.09. FRA-Chicago, Inlandsflug 27.10. Chicago-Fort Myers, Rückflug 24.03.2012 Fort Myers - Düsseldorf (mit Stop in Toronto) für gesamt € 914,75 inkl. € 53,- Service Entgelt. Wir haben kurz noch über Einreise-Bestimmungen gesprochen; da wir aber beim ADAC im August Hochbetrieb hatten, musste ich mich kurz fassen. Allerdings gebe ich JEDEM Kunden ein Infoblatt mit den Einreisebestimmungen mit, die Bestandteil des ADAC TourSets sind. Am 08.08.2011 kam die Dame wieder und wollte ein ESTA von mir haben, da sie kein Internet hat. Ich habe zugesagt und das ESTA ausgestellt; habe sie unterschreiben lassen. Da einfach zuviel los war, hab ich nicht darauf geachtet, dass das ESTA ja nur 3 Monate gilt - sie aber ein Visum für 6 Monate braucht. Nungut, bisher hatte ich noch keine Kunden, die länger als 3 MOnate in den USA geblieben sind; dann wäre mir das EVENTUELL eher aufgefallen... Die Kundin fliegt in die USA und dann ruft mich deren Schwager an, den sie dort besucht, ob ich denn das Visum für Frau Haberkorn nachschicken könnte, sie wurde bei der Einreise darauf hingewiesen, dass sie nur eine Aufenthaltsgenehmigung für 3 Monate habe. Dann habe ich nachgeforscht und das Malheur festgestellt.... sie hatte nur das ESTA und kein Visum! Ich habe direkt mit diversen Visa-Diensten telefoniert, denn in solchen Fällen kenne ich mich nicht aus... Ich habe dann beim Visa-Dienst Berlin mit Herrn Thomas Reichel gesprochen, der mir versicherte, dass sie noch ein Visum nachträglich bekommen kann; sie solle das aber so schnell wie möglich machen - ich habe daraufhin dem Schwager per Email geschrieben, dass wir noch nachträglich ein Visum bekommen können, habe alle Fragebögen mitgeschickt - und angeboten, dass sie mir alles schicken kann, ich prüfe alles nochmal und schicke es nach Berlin oder die Kunden machen dies selbst.
Danach kam keine Antwort mehr.... ich habe per Email mehrmals nachgefragt...ohne Erfolg....
Letzte Woche rief mich Frau Haberkorn aus Fort Myers an, wo sie nun bei ihrem Bruder und ihrer Schwester ist, mit der Bitte, ich solle den Rückflug umbuchen in eine Nonstop-Verbindung. Sie hätte nie eine Umsteigeverbindung gewollt.... (Hinweis: LH/AC/UA bieten keine Nonstopverbindungen an - deshalb habe ich bestmöglich Verbindung herausgesucht; nur Air Berlin fliegt nonstop von Fort Myers nach DUS; aber dann hätte sie die Flüge einzeln buchen müssen und das wäre sehr sehr teuer geworden; was sie ja nicht wollte...) - ich fragte bei der Gelegenheit direkt nach, ob denn alles geklappt hätte und sie sagte mir, dass ihr Schwager es "versucht hätte aber ohne Erfolg" - als ich genauer nachfragte, ob er die Unterlagen nach berlin geschickt hätte, kam keine vernünftige Antwort und als sie sagte, dass sie ihren Reisepass nie aus der Hand gäbe, war mir klar, dass sie nie ein Visum beantragt haben kann; denn dies ist ja nur mit Pass möglich.... ich sagte ihr, wieso sie nicht per Einschreiben alles an mich geschickt hätte - es gibt versicherte Einschreiben, mit denen man Pässe verschicken kann... ihr SChwager hätte ihr gesagt, dass sie kein Visum bekommen würde... und damit war das Gespräch erstmal beendet. Gestern rief mich Frau Haberkorn erneut an und diesmal in scharfem Ton! Ich hatte ihr per Mail zurückgeschrieben, dass wir den Flug nicht in eine non-stop-Verbindung umbuchen können, da die Airlines, die sie gebucht hat, ganz einfach keine Non-Stop-Verbindungen anbieten, weder nach DUS noch nach FRA. "Sie verlange von mir, dass ich einen Direktflug zurück buche und das auch zahle, denn schliesslich habe sie soviel zahlen müssen um nun nach Kanada zu reisen, und dann wieder zurück in die USA, um weitere 3 Monate bleiben zu können. Und wenn ich den Flug nicht buche und zahle, dann nimmt sie sich einen Anwalt" - ich erklärte ihr, dass es keine Absicht war, sie ohne Visum reisen zu lassen, es aber nicht verstehe, wieso sie sich wegen dem nachträglichen Visum nicht gemeldet hat; zudem meinte sie, dass sie nie Einreisebestimmungen von mir erhalten habe; letztendlich will sie mir alle Schuld geben. --- So, das war sehr viel aber ich musste leider ausholen, da es ja auch eine längere und komplizierte Geschichte ist. Ich habe hier in Karlsruhe einen tollen Job und normalerweise ernte ich grosses Lob von meinen Kunden. Mein Vertrag läuft noch bis 31.03. und danach kriege ich einen fristlosen Arbeitsvertrag - das will ich nicht riskieren wegen so einer Sache...deswegen bin ich sogar bereit, den Flug von Fort Myers zurück zu zahlen (€ 370,- Euro). Auch wenn ich eigentlich kein Geld dafür habe... Können Sie mir einen Rat geben? Vielen Dank XXXXX XXXXX!! Nadine Frank,[email protected]
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Reiserecht
Experte:  hhvgoetz hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Ratsuchende,

 

die Frage zur Rechtslage haben Sie sich schon selbst beantwortet. Ohne explizite vertragliche Abrede sind Sie bei reiner Flugbuchung nicht über Einreisebestimmungen beraten oder informieren. Natürlich ist es sinnvoll, grundsätzliche Informationen zu geben.

 

Sie sollten den Sachverhalt in Stichworten notieren und Ihren Arbeitgeber bitten, über die weitere Vorgehensweise (ev. Kulanz) zu entscheiden.

 

Ich denke, unbeliebt können Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber nur machen, wenn Sie eigenmächtig handeln, ohne ihn zu informieren. Letztlich gibt es auch gar keinen Grund, Ihr Handeln zu verschweigen!

 

Gruß und frohes Fest!

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo,

danke für Ihre Antwort.

meine Sorge ist, dass mich eventuell doch eine Schuld trifft, weil ich ja der Kundin ein "falsches Visum" ausgestellt habe d.h. ich habe für sie ein ESTA ausgestellt, das allerdings nur für 3 Monate gilt - leider fiel mir dies nicht auf, da die Kundin erst einige Tage später damit zu mir kam; und mich bat, dieses auszustellen; zudem hatten wir in dieser Zeit viel zu tun im Büro... mich ärgert sehr, dass mir nicht aufgefallen ist, dass dieses ESTA nicht ausreicht.... was ich aber auch nicht verstehe, wieso der Kundin dies nicht aufgefallen ist... bei den Bestimmungen die ich ihr bei der Buchung mitgegeben hatte (die ich jedem Kunden mitgebe - als Teil des ADAC Services), steht ja auch ausdrücklich drin, dass dieses ESTA 3 Monate gilt....

Viele Grüße

Nadine Frank

Experte:  hhvgoetz hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ok, hier stellt sich die Frage, ob die Ausstellung des ESTA-Visums eine bloße Gefälligkeit war oder Teil des Reisevertrages.

 

Ich gehe von ersterem aus, da dies lediglich übernommen wurde, da die Kundin selbst kein Internet hatte und wohl als reine Gefälligkeit zu werten ist, wenn dies sonst nicht zu Ihren Dienstlesitunegn zählt. Natürlich ist es theoretisch möglich, dass ein Gericht hier eine Nebenpflichtverletzung aus dem Reisevertrag annehmen würde.

 

Dennoch würde ich hier ggü. Ihrem Chef mit offenen Karten spielen. Wenn Sie ernsthaft befürchten, in der Probezeit Schwierigkeiten zu bekommen, würde ich ggf. anbieten, den Schaden (ggf. teilweise) zu übernehmen, wenn Ihr Chef hier aus Kulanz und zur Vermeidung eines Streites etwas an die Kundin zahlen würde, zumal der geringe Schaden von 370 Euro einen Rechtsstreit kaum lohnend erscheinen lässt.

 

Fehler können leider passieren, insbesondere wenn bei der Buchung schon sowieso einiges neben der Spur lief.

 

Das Vertrauen Ihres Chefes verlieren Sie nur, wenn Sie die Angelegenheit totschweigen, bis der fristlose Vertrag vorliegt. Wenn die Sache später ans Licht kommt, werden Sie auch mit einem unbefristeten ev. einen schweren Stand haben.

 

Da die Kundin auch noch andere wohl unberechtigte Forderungen hatte (Direktflug DUS), ist leicht davon auszugehen, dass die Kundin selbst nach Zahlung von 370 Euro durch Sie wieder im Reisebüro auftaucht und ggf. mit der Geschäftsleitung irgend eine Diskussion vom Zaun bricht. Insofern sind Sie wirklich schlecht beraten, die Angelegenheit irgend wie unter den Teppich zu kehren.

 

Gruß und guten Rutsch!

 

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