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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1086
Erfahrung:  Verhaltenstherapeut, Systemischer Berater und Coach, Supervisor
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Narzissmus und endlich in den Kopf bekommen, dass man nicht

Beantwortete Frage:

Narzissmus und endlich in den Kopf bekommen, dass man nicht schuld ist. Ich bin mittlerweile über den Punkt, dass ich verrückt bin, drüber. Dazu machten seine Aussagen mir gegenüber: "Ich wünschte, Du würdest endlich mal totgefahren." Bis hin anderen Dingen, die eigentlich das menschliche Übersteigen. Kleines Beispiel: Ich habe meine Mutter bis zum letzten Atemzug allein begleitet. Ich kann froh sein, dass er in der Nähe Sport getrieben hat, sonst wäre er nicht gekommen, denn ich hätte Beistand gebraucht. Als er dann kam um mit mir gemeinsam auf den Bestatter zu warten, hat er in der Küche gesessen und Kreuzworträtsel gelöst. Er betrügt mich immer wieder und ein riesen Harem, wo die Damen ihn huldigen. Warum ich nicht gehe? Ich würde...der Mann hat mich bereits zwei Wohnungen und 20.000€ gekostet. Ich habe keine Familie mehr und kann nicht einfach zur einer Freundin. Ich habe ihn um die Trennung gebeten, zum einen ist es besser für mich, wenn er den Schritt tut und er allen erzählen kann, ich bin schuld und zum anderen ist er wenigstens so "aufopferungvoll" um die Kosten der Scheidung zu tragen. Ich freue mich auf den Moment endlich wieder ruhe zu haben, aber es macht Angst. Ich habe viel zu viel investiert. Ich bin eine gestandene Persönlichkeit, bin hochsensible, was die Sache für mich auch noch schlimmer macht, weil ich leider alles mitbekomme und ich bin psychologische Beraterin, die normalweise andere unterstützt. Ich versuche mich ihm zu entziehen, entweder ich arbeite länger oder treffe mich mit Freunden.
Assistentin: Vielen Dank. Können Sie mir noch ein paar weitere Informationen geben, damit ich den passenden Experten für Sie finden kann?
Kunde: Gut, ich bin 46 Jahre alt, 5 Jahre mit dem Menschen zusammen, bzw. 4 Jahre verheiratet. Zum Glück keine gemeinsamen Kinder, nur eine gemeinsame Wohnung.
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Psychologie
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Monat.

Guten Tag,

Sie beschreiben eine Leidenszeit von 6 Jahren an der Seite eines Narzisten. Sie haben das lange ausgehalten und getragen, Sie haben meinen Respekt dafür.

Können Sie mir noch schreiben, welche konkrete Frage an justanswer Sie mit Ihrer Beschreibung verbinden?

Freundliche Grüße

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ich finde keinen wirklichen Emotionalen Abstand. Mein bestreben ist und war es nie in zu therapieren. Ich empfinde Mitleid, aber auch das ist für mich und seine Taten schon zu viel. Ich bin ein Mensch, der andere nicht ablehnt, nur weil diese nicht funktionieren, ergo fällt es mir auch mehr als schwer Abscheu zu empfinden, bzw. bete ich mittlerweile, dass die nächste ihm auf dem Leim geht. Ich würde meinen, es sind mehrere Baustellen als nur eine, in denen ich mich bewege. Es muss doch noch mehr geben in mir als ein gesundes Selbstwertgefühl? Ich krame, aber ich merke ich bin nicht stabil...was kann ich tun, damit ich es werde?
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Monat.

Vielen Dank

Ja, Sie haben offenkundig ein starkes Selbstwertgefühl, das lässt Sie leiden. Zugleich haben Sie wohl eine außerordentlich große Leidensbereitschaft und -fähigkeit. Dieses trägt dazu bei, dass Sie ihn schon so lange ertragen.

Sie sagen, Sie seinen nicht stabil. Könnte es sein, dass Sie sich selbst überfordern, von sich selbst zu viel verlangen? Zu viel an Leidensfähigkeit?

Sie sollten sich selbst schützen. Sie nehmen zu viel Last auf sich. Ihre Angst hindert Sie, Last abzuwerfen. Ihre hohe Leidensfähigkeit führt dazu, dass Sie die Grenze Ihrer Leidensfähigkeit nicht wahrnehmen oder ignorieren.

Wenn Sie sich selbst wirklich etwas Wert sind, sollten Sie sich davor schützen, dass Sie irgendwann dekompensieren. Damit wäre niemandem geholfen, am wenigsten Ihnen selbst.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Was meinen Sie mit dekompensieren?
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Monat.

psychisch zusammenbrechen

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Lach, dass bin ich bereits öfters...und das ohne es zu merken. Aber irgendwie sagte das kleine Männchen in mir, äh, bist Du noch ganz bei Dir? Was tust Du da...??? Was lässt Du mit Dir machen? Ich setzt mittlerweile Grenzen. Die führen auch zu Konflikten, nicht von meiner Seite aus, ist für mich wie Slalom Ski fahren...ich schaue nach Wohnungen, mangelware. Da man mit ihm nicht reden kann (er schließt sich dann in seinem Zimmer ein und macht es unmöglich etwas zu klären), ich habe Angst einfach die Sachen zu packen und los. In meinem Büro stehen bereits Umzugskartons...ich habe Angst, dass ich meinen Mietanteil kündige und ich nicht weiß, wie schnell ich weg kann, so viel Geld habe ich zum einen nicht, zum anderen war mein Ziel weg und nicht noch mehr Geld durch ihn zu verbrennen. Es kostet alles so viel Kraft...auch wenn ich mir es sage und auch weiß, ich schaffe alles, weil ich alles geschafft habe...kommt das nicht in meiner Birne an.
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Monat.

Sie haben ja schon einen Plan und Vorbereitungen getroffen, auszuziehen. Die Trennung wäre ein großer Schutz für Sie. Es ist sicher schwer, eine Wohnung zu finden, aber es ist möglich. Es dauert leider eine Zeit lang. Also in Ihrem Kopf ist alles schon klar.

Wenn Sie sagen, irgendetwas kommt nicht in Ihrer Birne an, meinen Sie das Gefühl, dass sie es schaffen können, kommt da nicht an?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ja, ich habe immer ein selbstbestimmtes Leben geführt, mit gesunden Kompromissen...wahrscheinlich sollte ich auch einfach akzeptieren, dass ich endlich aufgeben muss, dass das in dieser Beziehung nicht möglich ist.
Ich hätte mir soetwas normalerweise nie angetan und befremdet mich immer wieder, wenn ich mich von außen betrachte.
Na, ich habe gerade ein Angebot gefunden...nur ist das der Vermieter, den mein Mann und ich jetzt haben...ich habe Angst vor den Konsequenzen. Wobei auch das sollte mir egal sein, denn es geht um mich und nicht um die anderen. So sollte ich das sehen, oder?
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Monat.

Ja, Sie sollten sich selbst schützen. Sie bieten sich nahezu schutzlos für die Befriedigung seiner narzistischen Bedürfnisse an. Das ist eine nahezu unbegrenzte Opferbereitschaft.

Sie können ihm sowieso nicht helfen. Aber Sie können sich selbst helfen.

Johann Schweißgut und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ich danke Ihnen!