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webpsychiater
webpsychiater, Dr
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1557
Erfahrung:  Ärztlicher Psychotherapie (Verhaltenstherapeie
88574332
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Meine Mutter ist 61 Jahr alt und ist wahrscheinlich

Beantwortete Frage:

meine Mutter ist 61 Jahr alt und ist wahrscheinlich mindestens ihr halbes Leben lang psychisch erkrankt-eine Diagnose gibt es nicht. Denn die Einsicht ist nicht gegeben und entsprechend lässt sie sich, trotz meiner Hinweise und Bitten, nicht professionell behandeln. Wenn, lässt sich meine Mutter Tabletten vom Hausarzt verschreiben, die sie dann nach Bedarf und eigenem Ermessen nimmt. Meine Mutter ist zudem einfach strukturiert und sozial inkompetent. Wie kann ich meiner Mutter helfen?

Gepostet: vor 2 Monaten.
Kategorie: Psychologie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 2 Monaten.

Guten Tag

Vielen Dank für Ihre Anfrage. Zunächst stellt sich für mich die Frage, warum Sie denn ihre Mutter therapieren wollen. Wenn Ihre Mutter keinen Leidensdruck hat, wird man sie kaum behandeln können. Es gibt leider eine Reihe von Erkrankungen (z.B. aus dem Formenkreis der Psychosen), wo es keine Krankheitseinsicht gibt. Dann ist es gut und richtig, wenn eine Begleitung durch den Hausarzt passiert.

Bei Menschen, die sich nicht ausreichend selbst versorgen können, könnte man eine Gesetzliche Betreuung einrichten. Das bezieht sich auf Bereiche, die mit Behörden, Finanzen etc zu tun haben. Das würde man aber nur machen, wenn eben die Selbstständigkeit nachhaltig eingeschränkt ist.

Sonst könnte man versuchen, Angebote des sog. sozialpsychiatrischen Netzes vor Ort zu aktivieren. Damit meine ich eine Tagesstätte, ggf. weitere Angebote des Sozialpsychiatrischen Dienstes etc. Das sind dann Hilfen, die zur Alltagsstruktur und zu Kontakten von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen existieren. Auch hier muss man aber natürlich eine Einsicht bzw. Krankheitswahrnehmung haben

Nicht selten hilft auch psychisch-funktionelle Ergotherapie, damit man vor Ort Hilfen zur Alltagsbewältigung hat. Das könnte der Hausarzt verschreiben.

Da sich Ihre Mutter aber ja offenbar nicht helfen lassen will (bzw. ihr krankheitsbedingt die Einsicht dazu fehlt) wird sie vermutlich auch die nächsten 20 bis 30 Jahre so leben wie vorher. Leider

webpsychiater und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Vielen Dank, für Ihre schnelle Antwort!Meine Mutter leidet allerdings sehr, sie ist traurig, hat Schlafstörungen durch das Gedankenkarussell und alle anderen sind Schuld an ihrem Zustand. Sie sieht alles und jeden negativ.
Ein paar Beispiele, wer ihrer Meinung nach für ihren trostlosen Zustand verantwortlich ist:
Mein Bruder hat die Kirchengemeinde und den Posaunenchor verlassen (in dem er viele Jahre gespielt hat), mit der Schwiegertochter kommt sie nicht zurecht, zu den Enkelkindern pflegt sie keinen Kontakt (weil der Kontakt zu den Eltern und der Familie ihrer Schwiegertochter intensiver ist), ihr Ex-Mann, mein Vater, hat sie unglücklich gemacht, mit ihrem jetzigen Mann ist sie ebenfalls unzufrieden.
Soziale Kontakte pflegt sie nicht.Der Konflikt mit ihrer Mutter und ihren beiden Brüdern vor ca. zwei Wochen, scheint der Auslöser zu sein, dass sich ihr Zustand verschlechtert hat. Sie kommt nicht auf die Beine, legt "Schlafkuren" ein, schafft eine kleine Putzstelle nicht mehr und möchte morgen nicht zu dem 1. Geburtstag ihrer Enkelin gehen.Bisher ist es mir einigermaßen gelungen, die Verhaltensweisen meiner Mutter auf ihre Krankheit zu schieben und das alles nicht zu sehr an mich herankommen zu lassen, aber damit ist ihr nicht geholfen und es fällt mir immer schwerer damit umzugehen. Für die Familie ist es inzwischen auch unerträglich geworden.Wie kann ich denn weiter damit umgehen, wenn meine Mutter nach wie vor keine Hilfe in Anspruch nehmen möchte? Wie soll ich auf sie reagieren, wenn sie alles negativ betrachtet und so traurig ist?
Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Schade, ich dachte, ich bekäme noch eine weitere Antwort.
In der ersten Anfrage habe ich wohl nicht ausführlich genug über meine Mutter berichtet, aber in der zweiten.
Die erste Antwort hat mir nicht wirklich weitergeholfen.
Bekomme ich noch eine zweite Antwort von Ihnen?
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 2 Monaten.

Hier kann man letztlich nur sowohl bei Ihnen, wie auch Ihrerr Mutter die Selbstfürsorge stärken. Wenn es gelingt, dass SIE und vielleicht Ihre Brüder das Verhalten gegenüber der Mutter anders (bewusst freundlich, zugewandt) bzw. eben gerade nicht aggressiv bzw vorwurfsvoll (wie es ja eigentlich verdient wäre) zu reagieren, mag sich was ändern.

Ich glaube nicht an "eine" Krankheit. Es wird eher eine Persönlichkeitsakzentuierung bzw. lange Entwicklung sein, dass sie sich so verhält. Das mag mal als Strategie früher ganz hilfreich bzw. vielleicht notwendig gewesen sein. Jetzt verunmöglicht sie damit soziale gute Kontakte. Allerdings wird sie für sich dann die ablehnenden Reaktionen der anderen Menschen quasi als Beweis bzw. Bestätigung nehmen, dass man mit diesen Menschen besser sich nicht öffnet bzw. sich so verhält, wie sie es macht

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Vielen Dank, für die zweite Antwort!Ist es abschließend vielleicht noch möglich, dass Sie mir zwei, drei-möglichst leicht verständliche Bücher oder Quellen (für Laien wie mich, ohne Psychologie-Studium :-))-empfehlen, um mich noch etwas mit der Materie zu befassen?MfG