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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1044
Erfahrung:  Verhaltenstherapeut, Systemischer Berater und Coach, Supervisor
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Wir haben eine fünfjährige Tochter, die eine geistige

Beantwortete Frage:

wir haben eine fünfjährige Tochter, die eine geistige Behinderung hat und im Moment ungefähr drei Jahre in ihrer Entwicklung hinterher hinkt. Wir wissen von ihrer Behinderung, seitdem sie zwei Monate alt ist. Natürlich war es anfangs ein Schock und wir mussten da erst einmal rein finden. Aber ist es normal, dass ich immer noch immer wieder das große Heulen bekomme, wenn ich gesund Kinder in ihrem Alter sehe usw. Meine Umwelt meint, es müsse langsam mal gut sein....

Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Psychologie
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Monat.

Guten Tag,

es ist im Grunde immer ein sehr schwerer Schock, wenn man von so einer schweren Behinderung des eigenen Kindes erfährt. Es ist extrem schwer, mit so einem Schock fertig zu werden. Viel Menschen werden damit ihr ganzes Leben lang nicht fertig. Jeder Betroffene kann aber versuchen, einen Weg zu finden. ihn so zu verarbeiten, dass er ohne Beeinträchtigung damit leben kann.

Sie sagen, Sie haben von der Behinderung erfahren, als das Kind 2 Monate alt war, also vor ca 5 Jahren. Sie leiden immer noch so schwer daran, dass Sie immer wieder "das große Heulen" bekommen. Es wirft Sie noch jetzt immer wieder aus der Bahn.

Haben Sie in den vergangenen Jahren eine Hilfe erhalten für die Verarbeitung Ihres Schocks? So etwas kann es etwas leichter machen, damit zu leben. Die Einrichtungen, die für behinderte Kinder zuständig sind, bieten den Eltern häufig solche Hilfen an oder verweisen sie an geeignete Stellen.

Können Sie mir sagen, welche Art von Hilfen Sie erhalten haben? Vielleicht könnten wir uns dann über geeignetere oder alternative Interstützungen unterhalten?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ich danke ***** *****ür Ihre Antwort. Es gibt eine Elterninitiative zu der Behinderung unserer Tochter. Der haben wir uns angeschlossen und ein paar Kontakte knüpfen können. Leider ist ihre Behinderung so selten, dass es in unserer Nähe keine weiteren Betroffenen gibt (von denen wir wissen). Ansonsten war anfangs die Unterstützung in der Familie recht groß, aber das hat nachgelassen. Immer wieder bekomme ich da zu hören, wie gut sich unsere Tochter macht usw. Es stimmt natürlich, es hätte uns noch deutlich schlimmer treffen können und sie hat grundsätzlich ein sehr sonniges Gemüt. Aber das sorgt scheinbar dafür, dass niemand mehr hinter die Kulissen schaut und die ganzen Schwierigkeiten sieht.
Von "professioneller Seite" haben wir bisher keine Hilfe gesucht. Wir waren vor einigen Wochen auf einer Veranstaltung der Lebenshilfe, aber das war für mich auch recht schwer zu ertragen...
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Monat.

Der Lebenshilfe e.V. ist ja ein Verein von Eltern behinderter Kinder. Er bietet Förderung für die Kinder und Unterstützung für die Eltern an.

Auch wenn diese eine Veranstaltung für Sie schwer zu ertragen war, könnten Sie vielleicht bei der Geschäftsstelle der Lebenshilfe nachfragen, wo Sie psychologische Hilfe vor Ort für Ihre Situation erhalten könnten.

Falls Ihnen auch das schwer fallen sollte, können Sie sich vor Ort an eine Praxis für Psychotherapie wenden, die Adressen finden Sie in den Gelben Seiten. Das kann dann ganz diskres laufen und wird von der Krankenkasse bezahlt.

Sie sollten jedenfalls eine Hilfe dieser Art suchen und annehmen. Ich denke Sie lieben Ihr Kind sehr innig und haben es deshalb besonders schwer, seine Behinderung psychisch zu verarbeiten. Deshalb sind Sie nicht unnormal oder krank, aber Sie brauchen Hilfe. Niemand wird Ihnen den Schock nehmen können, aber man kann Ihnen helfen, etwas leichter damit zu leben.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Selbstverständlich liebe ich unsere Tochter! Ich möchte sie auch kein bisschen anders haben, als sie ist! Sie zeigt uns so viele neue und spannende Seiten! Aber es macht mir Angst, wenn ich an ihre Zukunft denke, die sie irgendwann ja auch mal ohne uns bestreiten muss! Und es laugt fürchterlich aus, dass man für alles kämpfen muss (3 Jahre für den Schwerbehindertenausweis, 2 Jahre für die Pflegestufe, etc.) Und der Schlafmangel macht mich fertig. Unsere Tochter kommt mit ihrer Schlafstörung gut zurecht, aber ich habe seit 5 Jahren nicht mehr länger als insgesamt 4,5 Stunden - am Stück maximal 2 Stunden - geschlafen...
Danke für Ihren Hinweis. Also bin ich wohl doch nicht ganz normal...
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Monat.

Es ganz normal, wenn man darunter leidet, dass das Kind so behindert ist, aber man sollte trotzdem Hilfe annehmen.

Johann Schweißgut und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.