So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Johann Schweißgut.
Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1084
Erfahrung:  Verhaltenstherapeut, Systemischer Berater und Coach, Supervisor
75300426
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychologie hier ein
Johann Schweißgut ist jetzt online.

Ich habe folgendes Anliegen. Momentan geht es mir solala.

Kundenfrage

Ich habe folgendes Anliegen. Momentan geht es mir solala. Ich bin Lehrerin an einer Hauptschule. Ich hatte mein erstes Dienstjahr. So gegen Ende des Schuljahres merkte ich schon öfters, dass mir immer häufiger schwindlig wurde, vor allem dann, wenn ich länger auf einen Fleck stand. In der letzten Schulwoche war es sehr stressig. Ich musste jeden Tag um halb 8 in der Schule sein dann um 13 Uhr waren wir (Kollegen) immer irgendwo eingeladen. Ich bin leider auch so, dass ich dann auch nicht die Erste sein wollte, die aufsteht und geht. Also musste ich immer warten, bis jemand als Erstes ging. Immer wieder hatte ich Schwindelattacken. Dazu kam noch die Hitze. Am letzten Schultag war es am Schlimmsten. Ich bekam am Schulschlussgottesdienst richtig Panik. Immer wieder diese Angst umzukippen vor all den Leuten/Schüler. Endlich war Schulschluss. Leider ging mein Leiden weiter. Als ich mit einer Freundin einkaufen war, ging der Schwindel wieder los. Anschließend im Restaurant musste ich raus, weil mir schwindelig und eiskalt wurde. Außerdem zitterte ich und hatte ein Beklummungsgefühl. Vor ein paar Jahren hatte ich eine Panikattacke in der U Bahn und beim Einkaufen. Eigentlich plagt mich immer wieder die Angst. Ich war dann auch bei meinem Hausarzt. Er gab mir Betablocker. Der Blutbefund war unauffällig.
Ich hab viel über Panikattacken gelesen und mich versucht meinen Ängsten zu stellen (Was mir sehr schwer fällt)
Einigermaßen gehts jetzt. Ich war auch bei einer Energetikerin, die mir ein Hanfsamenöl verschrieben hat. Ich muss sagen, seither bin ich wesentlich ruhiger geworden.
Mich plagt nur jetzt die Angst, da ja bald die Schule wieder beginnt. Könnte die Ursache meiner Angstzustände vielleicht an meinem Job liegen? Irgendwie freue ich mich ja auf die Kidis, aber irgendwie habe ich Angst davor. Ich muss sagen, ich bin dieses Jahr von ein paar Schüler gemobbt worden. Es war alles andere als ein leichtes erstes Dienstjahr. Ich bin Single und mein Leben drehte sich eigentlich immer nur um die Schule. Anstatt mich am Wochendende mit Freunden zu treffen, saß ich bei den Vorbereitungen. Was kann ich machen, damit die Angst vor dem umkippen besser wird? Gibt es irgendwelche Möglichkeiten außer einen Jobwechsel? Ich möchte schon irgendwie gerne in diesem Beruf bleiben, auch wenn ich heute diesen Beruf nicht mehr wählen würde....

Gepostet: vor 2 Monaten.
Kategorie: Psychologie
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 2 Monaten.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 2 Monaten.

Ja, Sie haben schon selbst eine Verbindung zwischen Ihren Schwindelanfällen und Ihren Ängsten hergestellt. Ich habe den Eindruck, das Grundproblem ist Ihre Angst, die sich ja schon vor Jahren in Panikattacken gezeigt hat. Die Schule ist also nicht die Ursache oder der primäre Auslöser. Wenn man einen hohen Angstlevel hat wie Sie, dann kann alles Mögliche zum Auslöser werden.

Ängste kann man sehr erfolgreich durch Psychotherapie, speziell durch Verhaltenstherapie behandeln. Haben Sie schon einmal an die Mögichkeit gedacht, vor Ort eine Psychotherapeutische Praxis aufzusuchen? Dort könnte man Ihnen nachhaltig helfen.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Danke für Ihre Antwort
Ich verstehe nicht ganz... Wie meinen Sie das "das Grundproblem ist meine Angst". Gerade war ich mich meinem Hund spazieren und mir ging es gar nicht gut dabei. Wieder der Schwindel und die Angst bei der Hitze umzukippen. Vor allem soll es ja am Wochenende wieder sehr heiß werdenMomentan bin ich bei einer Mentaltrainerin. Sie "zwingt" mich regelmäßig in angstauslösende Situationen zu gehen...
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 2 Monaten.

Sie hat wohl ebenfalls erkannt, dass Ihre Schwindelanfälle der Ausdruck von Angst sind. Sie sind der somatische Ausdruck der Angst, die sich früher ja auch schon in Gestalt von Panikattacken gezeigt hat. Im Laufe der Zeit hat sich dann zusätzlich eine Angst vor der Angst entwickelt.

'Wenn eine starke Angst unterdrückt wird, z.B. durch Medikamente (Betablocker) oder durch Ignorieren, dann zeigt sie sich in verschiedensten Situationen (wie von Ihnen bescrieben) und mit unterschiedlichen Symptomen (u. a. Schwindelanfälle). Aber dann sollten nicht die Schwindelanfälle etwa mit Medikamenten behandelt werden, sondern die Angst, für die der Schwindelanfall ein Symptom ist.

Ich weiß nicht, was Sie unter einer Mentaltrainerin verstehen - eine Psychotherapie mit den Methoden der Kognitiven Verhaltenstherapie führt bei solchen Ängsten am schnellsten zum dauerhaften Erfolg.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Mit den Medikamenten fällt es mir etwas leichter mich den Angstsituationen zu stellen. Diese Mentaltrainerin zeigt mir, wie ich in Akutsituationen durch "umprogrammieren" der angstauslösenden Gedanken lerne kann mich der Angst zu stellen. Ich zwinge mich jetzt sozusagen immer Bewusst mal einkaufen zu gehen, oder in ein Restaurant etc.
Ist das nicht gut, sich den Angstsituationen zu stellen? Hört dann nicht irgendwann der Schwindel auf wenn man solche Situationen immer und immer wieder aufsucht?
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 2 Monaten.

Es ist durchaus sinnvoll, sich den Ängsten zu stellen. Und wenn das richtig gemacht wird, verschwinden die Ängste nach einiger Zeit und damit auch die Schwindelanfälle.

Wichtig ist dabei auch die Art des Einsatzes von Medikamenten. Sie können am Anfang dieses Prozesses tatsächlich hilfreich sein, wie Sie es ja erleben, sie müssen aber nach einigen "Durchgängen" weggelassen werden, denn sie verhindern im weiteren Verlauf den entgültigen Erfolg.

Es sind noch einige andere wichtige Aspekte zu berücksichtigen, wenn man diesen Behandlungsprozess durchführt. Sie haben nichts über die Arbeitsweise und Kompetenz der "Mentaltrainerin" gesagt, deshalb kann ich nicht beurteilen, ob der Prozess in allen Teilen richtig gestaltet ist.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute