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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1085
Erfahrung:  Verhaltenstherapeut, Systemischer Berater und Coach, Supervisor
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Guten Tag Wie soll ich damit umgehen, möchte das

Beantwortete Frage:

Guten Tag
Wie soll ich damit umgehen, möchte das Selbstvertrauen meines Sohnes (3-jährig) wieder stärken bzw. ihn wieder zu seinem Selbstvertrauen finden was er vorher hatte. Ein Beispiel: er spiett mit den Kindern meiner Tochter (sind alle zwischen 6-9jährig) und wenn sie ihm z.B. Nein sagen weil er ein Spiel mitmachen möchte das er aber halt in seinem Alter noch nicht kann dann fängt er an zu weinen. Hab das Gefühl er ist sensibler geworden.
Gepostet: vor 3 Monaten.
Kategorie: Psychologie
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Er will auch meistens immer dabei sein mit der grossen Schwester und den anderen Kindern. Und das geht halt nicht immer. Dann schreit er oder weint manchmal weil er die Schwester will
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 3 Monaten.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 3 Monaten.

Ihr kleiner Sohn scheint da in eine schwierige Situation geraten zu sein, weil er wohl nur diese viel älteren Geschwister als Spielkameraden hat.

Darf ich noch etwas nachfragen bevor ich Ihre Frage beantworte?

Können Sie mir Ihre Familienkonstellation kurz erläutern?

Wer ist außer Ihnen und seiner großen Schwester noch für ihn da?

Wie alt sind Sie, wie alt ist Ihre große Tochter?

Gibt es andere Kinder in der Nähe (Nachbarschaft), die im Alter Ihres Sohnes sind?

Geht Ihr Sohn in nächster Zeit in den Kindergarten?

Vielen Dank ***** ***** und freundliche Grüße

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
In der Nachbarschaft gibt es nur kleinere Kinder als er. Sie sind halt nicht so oft draussen oder bei uns wie halt die Freunde meiner Tochter. Meine Tochter ist 6 Jahre alt.
Enge Freunde von uns haben 2 Söhne, der eine ist so alt wie mein Sohn (ist jedoch von der Entwicklung her nicht so weit wie mein Sohn) und der kleinere wird bald 2jährig. Im Kindergarten wird er dann mit 4 Jahren gehen (in der CH ist das anders). Er besucht bald eine Spielgruppe.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Mein Mann geht manchmal auch in der Nähe zu einem Freund, sein Sohn ist 3,5 jährig. Aber sehen sich halt nicht so oft.
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 3 Monaten.

Vielen Dank.

Ich habe Sie so verstanden: Sie und Ihr Mann haben 2 Kinder, eine 6-jährige Tochter und eben diesen 3-jährigen Sohn, wegen dem Sie sich Sorgen machen. Ihre Tochter hat häufig Kontakt zu anderen Kindern im Alter von 6-9 Jahren. Ihr Sohn möchte oft mit diesen mitspielen, diese älteren Kinder möchten das aber nicht und dann weint Ihr Sohn. Er möchte gern immer bei seiner Schwester sein.

Sie fürchten, dass dadurch sein Selbstvertrauen bleibenden Schaden bekommt und möchten ihm helfen.

Sie haben einen Lösungsweg bereits selbst angedeutet: Der Junge braucht Kontakt zu anderen Kindern im Alter von ca 2,5 bis 4 Jahren. Er ist in einer Altersphase, in der ihm das Spiel mit anderen Kindern in ähnlichem Alter sehr wichtig ist. Sie haben Nachbarn und Freunde genannt, die etwa gleichaltrige Kinder haben. Die Spielkameraden für ihn müssen nicht ebenso gut entwickelt sein wie er oder sie können auch besser entwickelt oder etwas älter sein. Es wäre gut, wenn er mit diesen Kindern so oft wie möglich spielen könnte.

Sie sagen, dass er demnächst in eine Spielgruppe geht. Wenn möglich sollte er die Spielgrupper mehrmals in der Woche etwa halbtags besuchen.

Wenn er auf diese Weise regelmäßig mit etwa Gleichaltrigen in der Nachbarschaft, bei Freunden und in der Spielgruppe zusammen sein kann,

dann wird das seinem Selbstvertrauen gut tun. Dann wir er auch die Zurückweisung von der Schwester und den anderen älteren Kindern verkraften können, auch wenn er dann weinen muss.

Im Übrigen: Für das Selbstvertrauen eines Kindes ist zu allererst die Liebe seiner Eltern wichtig. Die ist ja bei Ihnen offenkudig gegeben., sonst würden Sie sich nicht solche Sorgen wegen ihm machen. Ihre Liebesbezeugung ist das wirkungsvollste Heilmittel für ihn, wenn er eine Enttäuschung erlebt, weil er nicht mit seiner Schwester spielen kann.

Rückfragen beantworte ich selbstverständlich und gern.

Alles Gute für Sie und Ihren kleinen Sohn

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Es ist so dass die Freunden meiner Tochter sowie sie (die Schwester) auch viel mit ihm spielen, nur eben er kann nicht immer dabei sein oder alles mitmachen weil er eben kleiner ist und weil meine Tochter nicht immer (obwohl das für sie kein problem ist) mit ihm zusammen sein muss da ich finde sie hat ein Recht darauf. Wenn wir draussen sind dann gehe ich irgendwann mit meinem Sohn nach Hause und meine Tochter darf und soll auch weiter alleine draussen spielen dürfen ohne ihn. Und das akzeptiert er halt nicht so gerne oder möchte das sie auch nach Hause kommt. Versuche es ihm zu erklären aber ist auch denke ich schwierig für ihn das zu verstehen.
Leider ist es uns nicht immer möglich wie eben erwähnt die anderen Kinder in seinem Alter oft zu sehen. Auch wohnen wir nicht in der Nähe.
Die Spielgruppe die er besuchen wird ist 2 x pro Woche für 2,5h.
Wir geben ihm viel Liebe sind aber auch konsequent da er das auch verstehen muss
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 3 Monaten.

Ihr letzter Satz ist das Wichtigste. Zuallererst braucht er (wie jedes Kind in diesem Alter) elterliche Liebe. Es war schon vorher in Ihrer Beschreibung für mich deutlich, dass Sie ihm diese Liebe geben.

Es ist gut, dass Sie mit ihm früher nach hause gehen und Ihre Tochter weiter mit ihren Freunden spielen darf, sie hat auch ihre Bedürfnisse. Der Kleine ist dann verständlicherweise enttäuscht und akzeptiert das nicht, aber Sie haben recht, es muss so sein.

So etwas kann man einem Kind in diesem Alter nicht verständlich machen, es hat keine Chance, es zu verstehen. Wichtig ist, dass Sie konsequent handeln, das versteht auch ein kleines Kind.

Ich meine, Sie können ihm die Enttäuschung nicht ersparen, dass er manchmal nicht mit seiner Schwester spielen kann. Und wie gesagt, verständlich können Sie es ihm auch nicht machen. Aber das wird sein Selbstvertrauen nicht dauerhaft beeinträchtigen.

Aber Sie sollten versuchen, ihm noch etwas mehr Kontakt zu anderen Gleichaltrigen zu ermöglichen. Neben der elterlichen Liebe ist das der zweite Weg, ihn zu stärken.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Das Nein akzeptiert er eben auch sensibler bei Erwachsenen oder hab ihn auch schon beobachtet bei Kindern in seinem Alter. Er war ja vorher (sagen wir vor ca. einem Jahr) nicht so. Ich sehe auch bei Kindern in seinem Alter dass sie kein Problem damit haben wenn jemand Nein sagt. Hat das mit Charakter zu tun? Oder da er vorher nicht so war kommt das wieder?
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Normalerweise verteidige ich ihn und tröste ihn. Aber manchmal sage ich ihm sagst du den Kindern du darfst auch. Und viele Male klappt das
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 3 Monaten.

Guten Morgen,

im Alter von ca 2,5-4,0 entwickelt sich bei jedem Kind das Selbstbewusstsein. Das Kind hat jetzt ein Gefühl dafür, was "ich" bedeutet und es grenzt sich von anderen ab (ich will das, auch wenn du es anders willst). Das ist eine normale und gesunde Entwicklung, es ist die Grundlage für das spätere Selbstbewusstsein und die Durchsetzungsfähigkeit als erwachsener Mensch.

Je nach Temperament (Charakter) des Kindes ist diese Entwicklung beim kleinen Kind für die Umgebung mehr oder weniger deutlich spürbar. Und innerhalb der Familie der Mutter, dem Vater, der großen Schwester gegenüber ist es besonderts ausgeprägt. Bei Jungen ist diese Entwicklung meistens stärker ausgeprägt als bei Mädchen.

Der Wunsch sich durchzusetzen wird mit dem Älterwerden des Kindes bleiben. Das ist auch gut so und wichtig für seine Position im sozialen Feld. Aber das Kind lernt ab dem Alter von ca 4 Jahren viele Strategien, an sein Ziel zu kommen. Und die Fähigkeit, Enttäuschungen auszuhalten, wird stärker. In diesem Sinne wird sich sicher auch das Verhalten Ihres Sohnes weiter entwickeln.

Sie fragen, ob er wieder so wird wie vorher. Dazu muss ich sagen, dass die Entwicklung eines gesunden Kindes immer vorwärts und nicht rückwärts geht. Ihr Sohn wird nicht mehr so wie früher, aber er wird anders, reifer, so wie ich es oben beschrieben habe.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Guten morgen!
Letzte Frage hätte ich noch: Was raten Sie mir wie damit umzugehen wenn er kommt und mir sagt die Person hat ihn geschumpfen oder Nein gesagt? Oder ein Kind nimmt ihn was weg? So wie ich oben beschrieben habe?
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 3 Monaten.

Liebkosen, trösten, beruhigen.

Aber nicht gegen das andere Kind oder die andere Person reden.

Johann Schweißgut und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Alles klar, Dankeschön!