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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1087
Erfahrung:  Verhaltenstherapeut, Systemischer Berater und Coach, Supervisor
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Ich leide seit dem Tod meiner Oma vor 5 Jahren an einer

Kundenfrage

ich leide seit dem Tod meiner Oma vor 5 Jahren an einer Angststörung mit teilweise schlimmen Panikattacken. Es ging mir die letzten Monate besser, bis vor zwei Wochen meine beste Freundin plötzlich verstarb. Sie war gerade 38 und niemand weiss, warum. Ich habe eine schlimme Herzphobie und die letzten schlimme Symptome wie Herzstolpern, Schmerzen und Druck in der Brust. Sobald ich mich abends zum Schlafen hinlege, stolpert mein Herz, ich komme nicht zur Ruhe. Kann das alles psychosomatisch sein? Ich habe Angst und stecke gerade ganz tief drin.

Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Psychologie
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Jahr.

Guten Abend,

ja, das kann alles psychosomatisch sein. Herzstolpern, Schmerzen und Druck in der Brust sind häufig der somatische Ausdruck von Angst.

Das hat bei Ihnen wohl angefangen mit dem Tod Ihrer Oma. Sicher war die Oma ein sehr wichtiger Mensch für Sie, deshalb kamen die Angststörungen, als Sie sie verloren haben. Jetzt wurde nach dem Verlust Ihrer besten Freundin diese Störung wieder neu verstärkt.

Nach dem Verlust von Menschen, zu denen eine starke emotionale Beziehung besteht, leiden Menschen manchmal an Beschwerden dieser Art.

Die Beschwerden lassen meistens nach einiger Zeit nach, aber niemand kann sagen, wie lange da dauert. Sie können sich eine Erleichterung durch pflanzliche oder chemische Medikamente verschaffen. Das kann aber nicht verhindern, dass die Beschwerden auch in Zukunft bei emotionalem Verlust wieder auftreten. Eine nachhaltige Hilfe gelingt am ehesten durch eine Psychotherapie mit den Methoden der Kognitiven Verhaltenstherapie.

Rückfragen beantworte ich selbstverständlich gern.

Freundliche Grüße

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.

Ist es auch normal, dass ich die ersten zwei Wochen wie betäubt war? Da hatte ich eigentlich mit verstärkten Symptomen gerechnet, aber ich war wie in einer Blase.
Nun kommt das alles raus und ich bin damit völlig überfordert. Sobald ich zur Ruhe komme, geht das Herzstolpern los.

Ich habe das Gefühl, dass die Schmerzen in der Brust auch von den dadurch entstandenen Verspannungen kommen können. Ich bin so angespannt und mein Rücken tut eh immer weh.

Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Jahr.

Ja, das sind alles Anzeichen der selben Reaktion auf den Verlust einer emotional wichtigen Person: Zuersterschaffen eine Art von "Lähmung", dann die Angstreaktion, die bei Ihnen stark durch psychosomatische Beschwerden in Erscheinung tritt.

Wenn es unerträglich wird, sollten Sie sich kurzfristig Erleichterung durch Medikamente verschaffen. Lanfristig möchte ich Ihnen aber eine Psychotherapie empfehlen.