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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1005
Erfahrung:  Verhaltenstherapeut, Systemischer Berater und Coach, Supervisor
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Ich habe am Mittwoch eine feste Spange lingual bekommen, ab

Kundenfrage

ich habe am Mittwoch eine feste Spange lingual bekommen, ab Freitag bekam ich Panikattacken, am Sonntag hatte ich mir die Spange herausnehmen lassen. Alles war gut. Aber in der Nacht von Mo auf Di bekam ich wieder eine heftige Attacke und komme davon nicht los. Nehme für die Nacht Tavor und bin arbeitsunfähig geschrieben.
Hatte vorher nur im MRT Panik bekommen, verstehe das nicht, habe ich Angst vor der Angst? Das vermeindliche Problem ist ja gelöst. Versuche nun einen Psychologen zu finden, das geht aber auch nicht so schnell.
Kann ich irgendwas tun, was mir hilft?
VG Tanja
Gepostet: vor 9 Monaten.
Kategorie: Psychologie
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 9 Monaten.

Guten Tag,

ja, auf Anhieb ist es tatsächlich schwer zu verstehen. Können Sie noch etwas mehr über den Zusammenhang erzählen?

Aus welchem Grund erhielten Sie die Spange? Ist das im Alter von 46 Jahren nicht ungewöhnlich?

War die Anbringung der Spange für Sie ein Vorgang, bei dem Sie sich unwohl gefühlt haben? Oder hat Sie irgendetwas in diesem Moment an das MRT erinnert?

Hatten Sie früher schon mal mit Panikattacken oder Ängsten zu tun - außer beim MRT?

Vielen Dank ***** *****

Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
Mein Zahnarzt wies mich daraufhin, dass sich die Zähne gegenseitig abnutzen. Ganz gerade sind sie auch nicht, wobei dies kaum auffällt. Da die Spange lingual gemacht werden konnte, dachte ich, gut, wenn man sie nicht sieht dann kann ich das ja machen.
Das Anbringen der Spange war nicht so leicht, da mein Mund recht klein ist, deshalb auch nicht so angenehm und ich war sehr angespannt. An das MRT habe ich mich nicht erinnert.
Hatte noch nie solche Panikattacken, manchmal (nicht oft) bin ich nachts aufgewacht und leicht panisch, hat sich aber gleich wieder gelegt als ich merkte, es ist alles ok.
Ich versuche nun professionelle Hilfe zu finden, ist aber nicht so leicht einen zeitnahen Termin zu bekommen.
Gestern war ich bei einer Heilpraktikerin für Psychotherapie. Sie versuchte Hypnose, dies gelang aber leider nicht. Bin aber seitdem etwas entspannter...
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 9 Monaten.

Vielen Dank für Ihre Ergänzungen.

Sie haben offenbar eine leichte Neigung zu Angstreaktionen, vor allem erkennbar an den gelegentlichen nächtlichen leichten Attacken. In bestimmten Situationen, in denen die Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist oder eine starke Anspannung auftritt können dann auch solche Panikattacken ausgelöst werden. Dann besteht die Gefahr, dass die Angstreaktion sich verfestigt und auch ohne den ursprünglichen Auslöser immer wieder auftritt, so wie wohl bei Ihnen geschehen.

Es ist sinnvoll, dass Sie sich professionelle Hilfe suchen. Schade, dass die Hypnose nicht geklappt hat, aber manche Menschen springen nicht auf Hypnose an, vielleicht gehören Sie dazu.

Wenn Sie eine Psychotherapie machen, sollten Sie Therapeuten bevorzugen, die mit der Methode der Kognitiven Verhaltenstherapie arbeiten. Die Erfahrung hat gezeigt, dass diese Methode bei Angst und Panik am besten hilft.

Sie können in der Wartezeit aber zur Entlastung von der Angst auch in Selbsthilfe etwas machen.

Man kann leicht eine Entspannungsübung erlernen, die man gezielt einsetzen kann. Dafür eignet sich vor allem die "Progressive Muskelentspannung nach Jacobson", eine Anleitungs-CD ist im Handel erhältlich.

Wenn Sie ein wenig sportlich sind, können Sie zur Abschwächung Ihrer "Angstneigung" laufen, joggen, mögl. mehrmals in der Woche, ohne Anspruch auf Leistungssport, das hilft ebenfalls gut.

Alles Gute für Sie.