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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 840
Erfahrung:  Verhaltenstherapeut, Systemischer Berater und Coach, Supervisor
75300426
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Bin 25 Jahre alt und lebe noch immer Zuhause bei meiner

Kundenfrage

bin 25 Jahre alt und lebe noch immer Zuhause bei meiner Mutter. Hatte noch nie wirklich einen richtigen Job und auch aktuell arbeite ich nicht. Kurz zu meiner Vergangenheit: Bin nach der Grundschule auf die Realschule versetzt worden, anschließend aber auf die Hauptschule heruntergestuft worden. Dort habe ich dann das Internet und onlinespiele für mich entdeckt, mich komplett aufgegeben und meine Leistungen sind komplett in den Keller gegangen. In der Folge musste ich dort 2 Jahre wiederholen. Habe dann nach der 9. Klasse mit dem normalen Hauptschulabschluss abgeschlossen und anschließend eine Art "Berufsorientierungsjahr" absolviert, welches ich aber vorzeitig abgebrochen habe, da ich mich entschlossen habe, doch noch in meine Schulische Ausbildung zu investieren. Habe dann an einer 2 jährigen Handelsschule meinen Realschulabschluss und darauffolgend an einer gymnasialen Oberstufe (war noch g9, also 3 jahre) mein Abitur nachgeholt. Mit dann 23 jahren war ich fertig und relativ unentschlossen was ich denn überhaupt machen will. Habe mich dann mehr oder weniger spontan für Psychologie entschieden, allerdings keinen Platz auf einer regulären Präsenzuniversität bekommen und infolgedessen an der Fernuniversität Hagen angefangen.
Ich leide seit meiner Jugend an einer Sozialphobie, hatte deswegen auch noch nie eine Freundin. (Einige soziale Kontakte besitze ich allerdings schon in der Form von wenigen Freunden) arbeite aber aktuell daran und meine Angst habe ich mittlerweile besser unter Kontrolle.
Habe mich in diesem Jahr sehr viel mit Philosophie und der Natur unserer Realität beschäftigt, und die Erkentnisse haben dazu geführt, dass ich mich nun nur noch fremder in dieser Gesellschaft fühle als es ohnehin schon der Fall war. (Kurz zusammengefasst, was genau ich meine:
-unsere Identität, unsere gesamte Persönlichkeitsstruktur, ist eine reine Fiktion die nur in der Betrachtung der Vergangenheit (also in Gedanken) überhaupt existiert aber garkeine Realität in der Gegenwart (und damit in der einzigen Wirklichkeit die immer existiert hat und immer existieren wird hat) wir werden aber so enorm von dieser Persönlichkeitsstruktur gesteuert weil uns diese Art zu denken von Kind an von unseren Eltern/der Gesellschaft auferlegt wird. Dieses denken führt zu allerhand leid, da man sich so stark mit der eigenen Persönlichkeit identifiziert und infolgedessen in ständiger Angst und Verteidigung lebt, weil natürlich im Kern das Bewusstheit besteht, dass der Tod irgendwann diese Existenz auslöschen wird. (Idr kommt die Angst natürlich subtiler zum Vorschein, es sei denn es stirbt mal wieder ein Prominenter und man erfährt davon im Fernsehen)
-Die Gegenwart ist das einzige was WIRKLICH existiert, alles andere ist nur eine verzerrte Fantasie im Kopf. Und mit Gegenwart meine ich alles das was hier und jetzt direkt wahrgenommen wird ohne es in irgendwelche konzepte oder wörter zu hüllen.
-alles was wir glauben ist letztlich nichts weiter als das: ein reiner Glaube. Glaubt man an Religion?glaubt man an Wissenschaft? glaubt man dass Hitler böse war? glaubt man dass Moral außerhalb des menschlichen Bewusstseins irgendeine Rolle spielt? Ist Logik mehr als ein simples Werkzeug dass außerhalb des menschlichen Bewusstseins keine Relevanz hat? All unsere Übrzeugungssysteme basieren nur auf anderen Ü erzeugungen, und die wiederum auf anderen Überzeugungen, und schlussendlich ist da im Kern nichts was wirklich Real ist. Bewusstsein ist unendliche ewige Gegenwart die unsere Identität nur wahrnimmt, wir uns aber fälschlicherweise für die Identität halten.
Unsere Realität und das wir überhaupt existieren ist so skurril und doch scheint es niemanden überhaupt zu interessieren?
Sie halten mich jetzt wahrscheinlich für einen pseudointelektuellen irren, oder für einen Psychotiker. Bitte versuchen sie zumindest anzunehmen dass dies nicht der Fall ist.
Ich glaube die Psychologie wäre schon das richtige Fach für mich, allerdings ist die Form des Fernstudiums sehr isolierend und ich will auch endlich von Zuhause ausziehen und irgendeine Form von Plan/Orientierung haben die mir Motivation gibt. Ich weiß nicht ob es das ansich interessante Fach wert ist weiterhin in dieser unglücklichen Lage zu verweilen.
Ich fühle mich absolut wertlos, weil ich einfach komplett in der Luft schwebe und keine Perspektiven für mich sehe, und in nahezu allen Aspekten die unsere Gesellschaft als relevant/wertedefinierend betrachtet weit hinter Altersgenossen hinterherhinke. Außerdem fühle ich mich gefangen hier Zuhause, weil ich nicht blind ausziehen will ohne einen konkreten Plan zu haben der sich mit dem Umzugsort verbinden lässt. Ich fühle mich mittlerweile wie ein Außerirrdischer.
Habe über all das noch nie mit irgendwem gesprochen, (habe auch niemandem den ich auch nur ansatzweise persönliche probleme erzählen kann) weiß auch nicht inwiefern sie mir da jetzt helfen können.
Aber habe dieses Portal grad in meiner Verzweiflung gefunden und dachte, dass es vielleicht nicht schaden könnte mal eine andere Perspektive als meine eigene zu hören.
Grüße
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Psychologie
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Kunde,

zunächst möchte ich ganz klar sagen, dass ich Sie jetzt keineswegs für einen "pseudointellektuellen Irren" oder "Psychotiker" halte. Ich bin seit 46 Jahren praktizierender Diplom-Psychologe und Psychotherapeut und teile Ihre Vorstellung vom Wesen des Menschen und seines Bewusstseins sehr weitgehend. Sie hinken vielleicht hinter Ihren Altersgenossen hinterher, was die erfolgreiche Gestaltung des aktuellen Lebens betrifft, aber Ihre Sichtweise ist geprägt von einer für Ihr Alter ungewöhnlich intensiven und erfolgreichen Beschäftigung mit den grundsätzlichen Fragen des Menschseins.

Sie haben es in Ihrem jungen Alter vielleicht noch nicht erleben können: Mit diesem Bild vom Menschen und der Wirklichkeit kann sich eine sehr von Humor getragene Sicht auf den Alltag entwickeln, gewissermaßen nach dem Motto "die Welt ist verrückt, schauen wir mal, was wir für uns daraus machen können".

Aber ich kann Ihr Leiden an dieser Situation gut verstehen. Man braucht in der Regel erst einmal einige Erfolgserlebnisse im Umgang mit der Verrücktheit dieser Welt, um sich dann darin wohl fühlen zu können.

Ich habe verstanden, dass Sie ein Präsenzstudium im Fach Psychologie anstreben. Ich denke, das wäre für Sie der richtige Weg. Wegen des Nummerus Clausus gibt es wahrscheinlich für Sie Wartezeiten, deshalb meine Frage: Erfüllen Sie durch die Wartezeit die Aufnahmebedingungen für eine Präsenzstudium? Das wäre ja zunächst die Grundlage für eine Planung. Deshalb war es auch richtig, dass Sie nicht "blind" zuhause ausgezogen sind.

Können Sie zu den Aufnahmebedingungen für Sie noch etwas sagen?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Hallo
Vielen Dank ***** *****ür ihre Antwort. Sie haben Recht, mit dieser Erkenntnis geht auch eine gewisse Erleichterung einher. Bevor ich all das erfahren habe, war ich weit depressiver verstimmt als ich es nun bin. Dennoch fühlt es sich einfach beklemmend an, keinen wirklich klaren Weg vor mir zu haben. Mit den Aussichten auf ein Präsenzstudium in Psychologie sieht es nicht gut aus. Wartesemester sammelt man nicht mehr sobald man in einen Studiengang eingeschrieben ist. Einen Wechsel in höhere Fachsemester ist auch sehr unwahrscheinlich: die Bewerberzahl in diesem Fach ist sehr hoch und deswegen ist der NC auch in höheren Semestern noch astronomisch. Bliebe noch das Losverfahren oder das Ausland. Beides ist aber mehr oder weniger mit (sehr) viel Glück verbunden. Beim Losverfahren ist die Chance nahezu 0, im Ausland sind entweder hohe Studienkosten vorhanden die ich mir nicht leisten kann oder es gibt Aufnahmetests bei den mehrere 100 Anwärter auf wenige Plätze konkurrieren. Ich habe darüber natürlich schon nachgedacht, bin aber zu dem Entschluss gekommen, dass ich mir dieses Risiko eigentlich nicht leisten kann, da ich sowieso schon älter bin als der Durchschnitt und auf diesem weg vermutlich noch mehr Zeit verliere wenn es nicht klappt (was wiegesagt nicht gerade unwahrscheinlich ist)
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Monat.

Ja, es ist in der heutigen Zeit für junge Menschen sehr schwierig, für sich einen klaren Weg zu finden, die Umstände in der Ausbildungs- und Berufswelt machen es nicht leicht.

Sie befinden sich ja jetzt bereits in einem Studium. Ein Wechsel im selben Studiengang von einer Uni zu einer anderen ist meines Wissens leichter als ein Neubeginn an einer Uni. Haben Sie schon mal daran gedacht, zu einer Studienberatung zu gehen. Diese Beratungsstellen kennen sich gut aus mit den Regelungen und Chancen und können Ihnen wahrscheinlich wertvolle Hinweise geben. Ich nehme, auch an der Fernuni gibt eine solche Beratungsstelle.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ja, ein Fachwechsel in höheren Semestern ist idr einfacher als die Zulassung für das erste Fachsemester. Da aber Fächer wie Psychologie und Medizin so beliebt sind ist es dort leider schon ein wenig anders, denn es muss ja erstmal ein Platz in einem höheren Fachsemester frei werden. Ich habe mich darüber schon informiert und und kann nahezu mit voller Gewissheit sagen, dass ich die Voraussetzungen dafür momentan leider nicht erfülle. Ich befürchte die Beratungsstelle wird mir da nicht viel neues mitteilen können, und mich höchstens an die Beratungsstellen der Wunschuniversität verweisen. Vielleicht ist diese Problematik hier im Psychologie Bereich auch Fehl am Platz, ich kann ja schließlich nicht von ihnen erwarten sich mit all diesen organisatorischen Angelegenheiten zu befassen und zusätzlich noch Kenntnisse über meine Neigungen zu besitzen um mich hinsichtlich meiner Karriere beraten zu können. Ich sehe nur einfach trotz schon längerem Bestehen dieser Situation keine Lösung. Dachte deshalb, ich benötige vielleicht mal einen anderen Blickwinkel.
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Monat.

Sie haben recht. Es ist schwierig, die Voraussetzungen zur Erlangung eines Studienplatzes zu erfüllen. Das gilt leider vor allem auch für Sie wegen Ihres ungewöhnlichen bisherigen Lebensweges.

Ich vermute aber, Sie sich zusätzlich beeinträchtigt durch Ihre Sozialphobie. Diese psychische Störung hindert Sie an Kontakten, an "Verhandlungen", am konkreten Ausloten und Ausprobieren von Möglichkeiten.

Haben Sie schon mal daran gedacht, Ihre Sozialphobie in einer Psychotherapie behandeln zu lassen? Eine Phobie dieser Art kann erfolgreich therapiert werden, die Mothoden der Kognitiven Verhaltenstherapie haben sie da besonders bewährt. Sie sollten sich vor Ort einen Psychotherapeuten suchen. Die Therapie wird von der Krankenkasse bezahlt.

Das würde Sie psychisch aufbauen und Ihnen zusätzliche Kraft für die Bewältigung der schwierigen äußeren Probleme geben.

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