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webpsychiater
webpsychiater, Dr
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1435
Erfahrung:  Ärztlicher Psychotherapie (Verhaltenstherapeie
88574332
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Mein Sohn, 8 Jahre (Scheidungskind mit 5 Jahren) ist immer

Kundenfrage

Mein Sohn, 8 Jahre (Scheidungskind mit 5 Jahren) ist immer sehr bemüht, ziemlich schlau (7x Note 1 im Zeugnis der zweiten Klasse) und stets sehr besorgt und einfühlsam.
Heute war er mit dem Bus, einer grossen Gruppe wovon er 3 kannte im Zoo. Gegen 18 Uhr kam einzurücken und spülte noch mit seinem Freund bis ca 21 Uhr. Kurz vor dem späten Essen sollte er aufräumen, bat jedoch nach kurzer Zeit ein paar Minuten in sein Zimmer gehen zu können um sich dort auszuruhen. Ich habe ihm dies untersagt, da das Essen gleich fertig war und die Aufräumarbeiten nur noch kurz angedauert hätten.
Beim Essen dann die Tränen, dass ihm der ganze Tag zu viel war er völlig überfordert sei und in einer anderen Welt leben würde. Als ich ihn fragte was das denn für eine Welt sei antwortete er: Eine, keine kümmert sich um Max, Welt.
Ich war ziemlich erschrocken das er es so klar ausgesprochen hat. Und immer wieder betonte das er völlig überanstrengt sei.
Als Alleinerziehende habe ich schon viel zu tun und eine 3 Jahre jüngere Schwester hat er auch noch, aber ich habe schon das Gefühl das ich mich um ihn kümmere...
Er sagt dauernd das er mich liebt, mehr als ich ihn und umarmt mich ständig... Aber ich liebe ihn doch auch!
Dein letzter Satz war als er heute ins Bett ging: Mama ich werde dich immer lieben, das sollst du wissen!
Ist es vielleicht ratsam mit dem Söhnchen mal zum Psychologen zu gehen?
Gepostet: vor 12 Monaten.
Kategorie: Psychologie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 12 Monaten.

Guten Tag !

Ich kann die Sorge schon gut verstehen. Aber Ihr Sohn macht eigentlich total schlaue Dinge, um selber mit emotionaler Belastung umzugehen. Tagtrräumereien bzw. innere Helfer und innere Welten sind eigentlich sehr gesunde Strategien, um mit den typischen Problemen eines Kindes umzugehen. Das ist nicht krank.

Natürlich könnte und würde an sich wünschen, dass er da auch drüber sprechen kann, es vielleicht aufmalt oder andere Strategien später entwickeln kann. Aber die Überforderung bei ihm liegt eigentlich eher darin, dass er emotionale Belastungen stärker spürt (er wird sehr emphatisch) sein und dann noch nicht filtern kann. Das ist nicht schlimm.

Schauen Sie vielleicht mal auf die Webseite www.emoflex.com. Das ist ein zunächst merkwürdig erscheinendes Verfahren über innere Bilder mit Stress und Belastungen umzugehen. Wir haben da aber quasi die Fähigkeit von Kinder in Bildern zu fühlen übernommen und daraus eine Art Aufräumstrategie für Belastungen gemacht. Bei Kindern würden wir dann Stress, Trauer, Belastungen z.B. in Obst oder Gemüse übersetzen lassen. Damit sie einen Ausdruck finden können.

Grundsätzlich würde ich mal schauen, wie es sich weiter entwickelt. Ein Termin beim Kinderpsychologen zu bekommen wird schwierig, ggf. wird der auch gar nicht wissen, was und wie er nun Ihnen oder ihrem Sohn helfen sollte.
Wichtiger wäre vielleicht, ihm immer ein Gesprächsangebot zu machen. Vielleicht auch noch durch eine (männliche) andere Bezugsperson. Ich denke hier z.B. an einen Sportverein oder eine andere Jugendgruppe, wo er auch den "männlichen" Part an Problembewältigungen und "Gesprächen unter Männern" erleben könnte.