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diplompsychologe
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1216
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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Ich lebe in einer Patchwork Familie, ich 1, mein

Kundenfrage

ich lebe in einer Patchwork Familie, ich 1, mein Partner 2 Kinder. seit Beginn gibt es immer wieder Ärger mit seiner Exfrau. Ihren Frust trägt sie immer wieder auf dem Rücken der Kinder aus. Bisher können wir das am Ende immer wieder ausgleichen, die Belastung ist allerdings ernorm und kostet Nerven. Nun gibt es allerdings einen neuen Aspekt. Sie will meinen Partner zurück und der alten Familie eine Chance geben. Man muß dazu sagen, sie hat meinen Partner betrogen und verlassen. Für ihn ist das keinerlei Thema, selbst würde es mich nicht geben, wäre das niemals mehr eine Option. Das Problem: Sie sucht nun verstärkt Kontakt, Vorwand immer die Kinder, z.B. Anrufe mitten in der Nacht. Die Kinder mögen mich, aber natürlich war der Wunsch nach der heilen Familie immer da. Was bisher von beiden Seiten ausgeschlossenen war, entzündet sie nun.. also kommen Ansagen sie würde sich die alte Familie wieder wünschen, aber das ginge ja nicht, weil der Papa hat ja eine Freundin.. Die Kinder sind mittlerweile völlig durch den Wind.

Was können wir tun? ich hatte in meiner vorherigen Beziehung dieselbe Konstellation, die Ex führte Regie in unserem Leben. Die Kommunikationen zw. meinem damaligen Partner war allerdings nicht ansatzweise so toll wie es jetzt der Fall ist. Letztendlich bin ich daran zerbrochen u war ausgeblutet, war 1,5 Jahre in Behandlung wegen Depressionen. Jetzt kommt diese Angst wieder auf es könnte sich alles wiederholen. ich bin so empfindlich, wenn ich ihren Namen schon höre bildet sich ein Kloß im Hals. Ich kann mit meinem Partner immer reden, aber allein schon, daß dieses Thema fast täglich präsent ist nervt mich abartig.

Für ihn entsteht eine Spagatsituation. Er hat Angst seiner Ex auf die Füße zu treten und somit die Kinder wieder darunter leiden. Und er möchte mich nicht verletzen, hat Angst daß es mir mit der Tyrannei zu viel wird. Bitte um Tipps.

Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 2 Jahren.
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Sehr geehrte Ratsuchende,guten Tag und vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrem Problem justanswer anvertrauen.Sie beschreiben ein sehr großes Problem in Ihrer Patchworkfamilie, unter dem Sie alle wohl sehr leiden.Und ich kann es aus Erfahrungen in der psychologischen Praxis bestätigen: So ein Problem ist für die ganze Familie eine Grenzsituation.Ich habe dazu aber auch noch Rückfragen an Sie. Deshalb würde ich mich gern mit Ihnen hier im Chat unterhalten.Meine Fragen: Wie alt sind die 3 Kinder? Gibt es für die 2 Kinder Ihres Partners eine feste Besuchsregelung mit der Kindesmutter? Wie sieht die Regelung aus? Wird sie von allen Beteiligten zuverlässig eingehalten? Wie reagieren die Kinder auf die Aktionen der Mutter?/* Style Definitions */
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Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Meine Tochter ist fast 10, sein Sohn 5, Tochter 3.

Anfangs waren die Kinder alle 14 Tage bei meinem Partner. 1 Nachmittag pro Woche hat er sie besucht. Mittlerweile kommen sie jedes Wochenende, da sie ihn sehr vermissen, gerade sein Sohn möchte auch unbedingt bei uns wohnen, nicht bei der Mutter. Die Mutter bezeichnet dies als Bonus, den wir ihr zu verdanken haben, tatsächlich ist es aber so, dass sie mit den Kindern alleine schwer zurecht kommt, und die Kinder fordern zu ihrem Papa zu dürfen. Bei jeder Kleinigkeit droht sie allerdings die Zeit zu kürzen.

Der Sohn ist im Zwiespalt, da sie auch immer wieder fragt, ob er sie weniger lieben würde als den Papa. Aus Angst dass sie traurig ist, geht er dann widerwillig nachhause. Die kleine Tochter ist im Moment sehr schwierig. Weint viel. Will unbedingt zu uns, aber kaum da, schreit sie nach ihrer Mutter, beruhigt sich zwar auch wieder aber die Nächte sind dann sehr anstrengend. Wie es bei der Ex genau ist wissen wir nicht (da läuft immer alles perfekt). Nur von dem Sohn wissen wir dass die kleine Maus viel nach ihrem Papa ruft.

Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 2 Jahren.
Vielen Dank für die ausführlichen Ergänzungen.Und ich verstehe, die Situation ist derzeit unerträglich, sowohl für die beiden Kinder wie auch für Sie und Ihren Partner. Da wird es sehr schwierig sein, kurzfristig Entspannung hinein zu bekommen.Für Ihren Partner und seine Ex scheint es sehr schwierig zu sein, mit einander so zu reden, dass es zu Lösungen kommt. Aber ohne Kommunikation kann man leider gar nichts verändern. Und bei der Kommunikation fällt es dann häufig schwer, nicht die verschiedenen Ebenen zu vermischen.1. Ebene: Wenn es um die Kontakte und Besuche zu den Kindern geht, kann die Ex nicht wirklich drohen. Der Kindesvater und die Kinder haben einen Anspruch auf regelmäßigen Kontakt, der auch rechtlich durchsetzbar ist. Bei der bestehenden Praxis ist Ihr Partner sogar benachteiligt, er könnte mehr Kontakt verlangen (wenn es aus seiner Sicht realierbar wäre). Aber er sollte sich nicht von seiner Ex beunruhigen lassen, sondern auf die Einhaltung der Termine und Zeiten konsequent bestehen. Dazu sollte er ein Gespräch mit seiner EX führen, wenn er sich in ausgeglichener Verfassung befindet, damit er sich nicht zu einem Streit provozieren lässt. Wenn sie den Kontakt wirklich behindert, dann kann im Notfall ein Schreiben eines Familienrechtsanwalts die richtige Wirkung bringen.2. Ebene: Die Beziehung Ihres Partners zu seiner Ex ist vielleicht nicht ganz klar kommuniziert. Ich unterstelle, dass er wirklich nicht zu ihr zurück will: Dann sollte er ihr das - falls noch nicht geschehen - klar mitteilen, evtl. auch in einem kurzen Gespräch. Darüber kann ja nicht diskutiert werden (ebensowenig wie über den Kontakt mit den Kindern), aber es sollte klargestellt werden. Und das übergriffige Verhalten der Ex sollte dann klar unterbunden werden: "zu viel" Kontaktversuche klar zurückweisen, bei Telefonanrufen nachts Hörer nicht abnehmen oder sofort wieder auflegen usw.. Eine solche Abgrenzung ist sehr wichtig, denn jeder gelungene Übergriff nährt die Hoffnung der Ex, dass er sie doch wieder haben will.3. Das alles kann nur Ihr Partner machen. Er ist der Ex der Ex und der Vater der Kinder, deshalb muss er diese Dinge persönlich klären. Sie sollten sich da heraushalten, denn Sie sind eben nicht die Mutter der Kinder und sind aus Sicht der Ex die böse Feindin. Ihre Beteiligung an diesen Themen könnte daher nicht zur Entspannung beitragen. Aber ist wäre sicher sehr hilfreich, wenn Sie Ihrem Partner bei jeder sich bietenden Gelegenheit den Rücken stärken würden.4. Falls keine Entspannung zu erreichen ist könnte es sinnvoll werden, eine professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, z.B. in einer Psychologischen Beratungsstelle vor Ort.Hier online zu finden: http://www.bke.de/Da ich annehme, dass Ihr Partner (gemeinsam mit der Ex) das Sorgerecht über die Kinder hat, empfehle ich, dass er sich auch unabhängig von der Ex die Hilfe holen kann. Bei Bedarf werden die Psychologen sicher Wege finden, die Ex mit einzubeziehen. Im schlimmsten Falle, falls die Ex die Kontakte mit den Kindern verhindert, sollte das Jugendamt und, wenn es noch weiter geht, ein Familienrechtsanwalt einbezogen werden.Wenn Sie Rückfragen haben, schreiben Sie, ich werde sie so bald wie möglich beantworten.Freundliche Grüße