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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 27
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Hallo, ich bin weiblich 52 Jahre, verheiratet, 2 erwachsene

Kundenfrage

Hallo,
ich bin weiblich 52 Jahre, verheiratet, 2 erwachsene Kinder (wohnen nicht mehr zuhause) und beruflich selbständig. Mann arbeitet seit ca. 11 Jahren in einem anderen Bundesland, so das wir uns nur aller ca. 2-3 Wochen für ein Wochenende sehen.
Seit ca. 2 Monaten, leide ich unter immer stärker werdenden Depressionen? Verstimmungen? die mir immer mehr zu schaffen machen.
Einen Auslöser für denn Zustand kann ich nicht benennen.
Ich lebe zur Zeit wie in einer Art Erstarrung und der inneren Leere, aber auch extremer Unruhe. Ich habe das Gefühl das es täglich schlimmer wird. Ich bin ständig total erschöpft, antriebslos und müde, kann in der Nacht kaum schlafen bzw. wache öfters mitten in der Nacht auf und kann nicht mehr einschlafen. Mein Kopf fühlt sich total leer an und fühlt sich an als wäre er in Watte gepackt.
Ich grüble ewig lange über vergangene Begebenheiten und was ich in bestimmten Situationen hätte anders machen können/ müssen. Es fällt mir extrem schwer Entscheidungen im privaten wie auch notwendige Entscheidungen im beruflichen Bereich zu fällen. Habe ich mich dann mal durchgerungen eine Entscheidung zu treffen, grüble ich ewig lange ob die Entscheidung richtig war.
Bei anstehenden Problemen traue ich mich nicht, diese anzusprechen nach der Vogel Strauss Methode – Kopf in den Sand bzw. Problem aussitzen.
Ich habe das Gefühl das alles was ich mache sinnlos ist.
Soziale Kontakte habe ich nur in der nächsten Familie und mit einen Kollegen. Kontakte ausserhalb der Familie, gehen kurzfristig wieder auseinander da ich diese auf Grund meiner Schüchternheit nicht pflege obwohl ich es sehr gern ändern würde.
Auf fremde Menschen zugehen kann ich wegen meiner Schüchternheit und Selbstzweifeln nicht so gut. Die Schüchternheit und Selbstzweifel hatte ich schon als Jugendliche, so das ich das Problem eigentlich schon immer habe.
Ich würde gern mehr rausgehen aber ich traue mich nicht!
Was kann bzw. muss ich tun um aus diesen Kreislauf rauszukommen?
Ich bitte um Hilfe.
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
es klingt tatsaechlich als ob Sie unter immer staerker werdenden Depressionen leiden. Sie beschreiben eine lange Liste von typischen Symptomen, inklusive Gruebeln, Selbstzweifel, Schlafproblemen und Antriebslosigkeit.
Eine erste Vermutung ist, dass diese Verschlimmerung der Symptome moeglicherweise durch die Hormonveraenderungen der Wechseljahre ausgeloest und/oder verstaerkt wird.
Sie sagen auch, dass Sie diese Symptome eigentlich schon Ihr ganzes Leben kennen. Depressionen kommen tatsaechlich in "verschiedenen Staerken" vor und wenn sich im Koerper oder im Leben etwas veraendert, dann veraendert sich oft auch die Staerke der depressiven Symptome.

Eine Vogelstraussmethode hilft leider selten. Als erstes sollten Sie mit Ihrem Hausarzt und/oder Frauenarzt sprechen - ueber Hormone und moeglicherweise andere Medikamente, die Ihnen helfen koennen.

Dann wuerde ich Ihnen eine Psychotherapie empfehlen. Die Methode, die sich bei Depressionen (und auch den Aengsten, die Sie andeuten) am besten bewaehrt hat, nennt sich "kognitve Verhaltenstherapie". Ihre Krankenkasse sollte dazu die Kosten uebernehmen. Depressionen gehen einher mit einem besonders negativen Erleben der Welt, mit sogenannten katastrophisierenden Gedanken, in denen man sich ausmalt, welche schlimmen Dinge passieren könnten. Die Wahrnehmung liegt auf dem: Was fehlt noch? Was habe ich noch nicht erreicht? Was kann ich noch nicht? Was läuft schief in meinem Leben? Es gibt immer Dinge, die noch nicht so gut laufen, die noch fehlen und die schief laufen, aber depressive Menschen sehen vor allem diese negativen Tatsachen und verlernen mit zunehmender Krankheitsdauer immer mehr, die positiven Dinge auch wahrzunehmen und zu fühlen.


Bei einer Depression kommt es oft zu kognitiven Verzerrungen, zu Fehlinterpretationen der Wirklichkeit, die zu einer pessimistischen Sichtweise der Welt, der eigenen Möglichkeiten und der Zukunft führt. Unangemessene Verallgemeinerungen (Depressionen kann doch niemand heilen) oder übertreibungen (ich werde nie wieder etwas in meinem Leben schaffen), emotionale Beweisführung (ich habe das Gefühl, dass sie mir nicht helfen kann, also stimmt das) und das weit verbreitete Gedankenlesen (ich weiss, dass er/sie mich nicht leiden kann) sind typische kognitive Verzerrungen. Das Bewusstmachen von kognitiven Verzerrungen und das Auflösen dieser Verzerrungen führen zu einer Verbesserung des subjektiven Erlebens. Auch Ihre "Schuechternheit" wuerde in der Therapie zur Sprache kommen und Sie werden hoffentlich alternative Gedanken lernen, um leichter auf Menschen zugehen zu koennen.

Auch die Gehirnchemie ist bei depressiven Menschen verändert. Bestimmte Neurotransmitter wie Noradrenalin und Serotonin sind entweder zu wenig oder zu viel verfügbar. Genau hier setzen Psychopharmaka an. Leider weiß man bis heute nicht genau, wie diese wirken. Man weiß auch nicht, ob die Verschiebung der Neurotransmitterhaushalte die Depression verursacht oder ob die Depression die Neurotransmitterhaushalte negativ beeinflusst. Tatsache ist, dass viele depressive Patienten sehr gut auf die Behandlung mit Antidepressiva reagieren. Die Kombination von Antidepressiva und Kognitiver Verhaltenstherapie gibt heute als die Methode der Wahl für die Behandlung der Depression.


Zusaetzlich koennen Sie auch selbst einiges tun - wie Sport, Bewegung, Hobbies, Ernaehrung usw. Hier finden Sie viele gute Vorschlaege dazu:

http://www.depression-behandeln.de

Yoga und Meditation haben sich ebenfalls als sehr effektiv in der Behandlung von Depressionen erwiesen. Gibt es da vielleicht etwas in Ihrer Gegend?

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesen Vorschlaegen den richtigen Weg weisen konnte. Fuer Ihre Rueckfragen stehe ich natuerlich gerne zur Verfuegung.

Mit freundlichem Gruss,

Annegret Noble

Experte:  daniela-mod hat geantwortet vor 2 Jahren.

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