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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
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seitdem ich meine tochter bekommen habe

Kundenfrage

Hallo seit einem jahr seitdem ich meine tochter bekommen habe traue ich mich nicht mehr alleine auf die straße es is auch ein großer kampf mit jemanden anderes raus zu gehen zb einkaufen oder so es wird mir schwindlig und habe ein gefühl das ich umkippe bekomm schweisausbrüche habe angst das mir was passiert ich würde sogern mal wieder weg gehen ohne dieses gefühl zu haben was ist das wie kann man mir helfen

Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,
was sagt Ihr Hausarzt dazu? Bevor wir uns ueberlegen, was fuer psychologische Gruende das haben koennte, sollten wir koerperliche Gruende ausschliessen. Gerade nach der Geburt eines Kindes veraendert sich im Koerper einiges. Wie wuerden Sie die Geburt an sich beschreiben?

Falls Ihr Arzt koerperliche Gruende ausschliesst, dann koennte es sich um eine Angststoerung zu handeln, denn das, was Sie da an Symptomen beschreiben, koennte eine Panikattacke sein. Hat jemand anders in Ihrer Familie Panikattacken? Oder eine Angststoerung?

Vielen Dank ***** ***** weitere Information.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Hallo ich war damit nicht beim Hausarzt da ich dachte es geht alleine weg aus meiner famile hat sowas niemand auser ich und körberlich bin ich fit

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
vielen Dank ***** ***** weitere Information. Dann waere meine erste Empfehlung, dass Sie so schnell wie moeglich mit Ihrem Hausarzt ueber Ihre Symptome sprechen, denn der kann moeglicherweise Medikamente verschreiben und/oder Sie zu einem Psychiater ueberweisen. Und dann wuerde ich Ihnen hier gerne etwas ueber Panikattacken schreiben, damit Sie entscheiden koennen, ob das auf Sie zutrifft.

Typische Symptome einer Panikattacke sind:

  • Atemnot, Engegefühl in Brust und Kehle, Kurzatmigkeit, Erstickungsgefühle,

  • Schneller Atem/Hyperventilation (darauf folgen oft Kribbelgefühle in Gesicht und Händen und Muskelkrämpfe)

  • Herzrasen, unregelmäßiger Herzschlag

  • Schweißausbrüche, Hitzewallungen oder Kälteschauer

  • Enge oder Kloß im Hals

  • Übelkeit oder Bauchschmerzen

  • Taubheits- oder Kribbelgefühle.

  • Innerliches Zittern oder Beben – das für Außenstehende sehr oft nicht erkennbar ist

  • Schwindel

  • Angstgedanken („Das ist ein Herzinfarkt“, „Jetzt sterbe ich gleich“, „Ich werde verrückt“ “Ich ersticke,” “Ich werde ohnmaechtig.”)

  • Depersonalisationsgefühle („Neben sich stehen“, „Nicht mehr ich selber sein“, “Alles zieht sich zusammen.” “Ich explodiere.”)

  • Derealisationsgefühle (Umgebung wird als fremd oder unwirklich wahrgenommen)

Da diese Symptome so angsteinfloessend sind, setzt man alles daran, sie zu vermeiden. Man verlaesst das Haus weniger, man vermeidet Situationen, in denen man eine Panikattacke hatte, man lebt in staendiger Angst vor der naechsten Attacke. Dadurch verliert natuerlich das Leben an Qualitaet und es kann zu begleitenden Depressionen kommen. Wenn man anfaengt foermlich auf die Symptome zu warten, dann kommt es oft zu Fehlwahrnehmungen und -interpretationen: Man bewegt sich etwas schneller und atmet schneller und nimmt den schnelleren Atem als Anfang einer Panikattacke wahr.

Angst und Panikgefühle sind körperliche Reaktionen, die in erster Linie durch Angst- und Panikgedanken ausgelöst werden. Wenn wir etwas als lebensgefährlich bewerten, dann reagiert unser Körper mit Angst. Deshalb ist es sehr wichtig den Zusammenhang zwischen ihren Angstgedanken und Angstgefühlen zu erkennen. Durch ängstliche Gedanken bekommt man Angstgefühle und landet schnell in einem Teufelskreis, der oft in Panikattacken endet. In der kognitiven Verhaltenstherapie lernt man Methoden der Gedankenkontrolle, um Angstgedanken und den Teufelskreis der Angst während einer Attacke zu kontrollieren oder zu unterbrechen. Das waere also etwas, worueber Sie nachdenken sollten. Therapeuten findet man durch die Krankenkasse und die Behandlung wird in der Regel von der Krankenkasse uebernommen.

Zu Hause koennen Sie ausserdem Entspannungsuebungen machen. Man kann nicht gleichzeitig Angst haben und entspannt sein. Wenn man also lernt, sich ganz zu entspannen, dann kann man die Angst damit abgrenzen. Schauen Sie mal im Internet nach. Am einfachsten ist die "progressive Muskelentspannung", dazu gibt es recht viel, auch zum Runterladen. Je mehr Sie ueben, sich zu entspannen, desto weniger Raum hat die Angst.


Zusaetzlich empfehle ich Ihnen, Yoga und Meditation in Erwaegung zu ziehen. Vor allem durch die Meditation lernt man, seine Atmung zu kontrollieren. Vielen Menschen mit Panikattacken hilft es, wenn sei im Anfangsstadium einer Panikattacke Ihre Atmung ganz bewusst verlangsamen, und damit der Teufelskreis aus emotionalen (Angst vor der Angst, Depression), gedanklichen ("nicht schon wieder") und koerperlichen (Herzrasen usw.) Symptomen unterbrochen wird.

Reden Sie also bitte mit Ihrem Arzt, schauen Sie sich nach Entspannungsuebungen um und ueberlegen Sie, ob Sie eine Therapie machen koennten.

Wahrscheinlich haben SIe noch Rueckfragen, die ich natuerlich gerne beantworte.
Mit freundlichem Gruss,
Annegret Noble
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Ich danke ***** *****ür ihre tips wie kan man das aber ohne arzt zuhause ein wenig nehmen den im moment tritt das sehr häufig auf und ich wollte keine Medikamente nehmen da mir selbst der Gang zum Arzt Attacken beschaffen und ich es nicht schaffe dahin zu gehen

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
Sie koennen sich zu Hause durch Entspannungsuebungen, Yoga und Meditation ein wenig helfen. Aber wahrscheinlich wird das nicht genug sein. Das ist so aehnlich, wie wenn man sagt: Mein Bein ist gebrochen, aber ich will nicht zum Arzt und ich will auch keinen Gips. Dann kann man zu Hause eine Schiene aus Besenstilen anlegen, aber das hilft halt nur ein bisschen. Ich weiss, dass das nicht genau das ist, was Sie hoeren moechten, aber wenn Sie so oft Attacken haben, dann sind Medikamente wahrscheinlich notwendig, damit Sie ueberhaupt eine Therapie machen koennen. Und Sie fragen ja hier einen Experten, damit Sie eine ehrliche Antwort bekommen und nicht, damit ich Ihnen hier falsche Hoffnungen mache.
Kann jemand Sie begleiten, damit Sie das schaffen?
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Und was wären das dann für Medikamente

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 2 Jahren.
Das kommt darauf an, was der Arzt sagt.Oft wirkt bei Panik eine Kombination aus Antidepressiva, die fuer Angst zugelassen sind, und Benzodiazepinen fuer den Notfall am besten.