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diplompsychologe
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1216
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

ich bin 60. meine tochter 27. aber ich mache mir immer sorgen

Kundenfrage

ich bin 60. meine tochter 27. aber ich mache mir immer sorgen um sie. ich ließ mich scheiden, als sie 12 war. papa war der gute - weil nur jeden 2. Tag zu Hause (feuerwehrmann) und trotzdem hat er sie nach der Scheidung genauso links liegen gelassen wie mich. sie leidet darunter. ihr tollster freund hat sie auch verlassen. ich fühle mich immer für sie verantwortlich. versuche alles finanzielle zu regeln (war eine Zeitlang SEHR wichtig !pfändungen) habe mein Haus verkauft und ihr den Großteil gegeben für eine Wohnung - die auch ich suche.... zur zeit hat sie einen türkischen freund. arbeitslos, wohnt bei den Eltern, zahlt Alimente. ich kann nicht schlafen und mit niemand darüber reden. mein freund ist sehr einfach gestrickt - wahrscheinlich hat er recht - lass sie "anrennen" - aber das kann ich nicht
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin und Mutter,
Sie moechten nicht, dass Ihre Tochter noch mehr Schmerz in ihrem Leben erlebt - das ist verstaendlich. Sie moechten Ihre Tochter beschuetzen, weil sie schon einiges schwieriges in ihrem Leben erlebt hat. Auch das ist sehr verstaendlich.
Und dann wuenschen Sie sich sicherlich auch, dass Ihre Tochter das Gefuehl hat, etwas im Leben erreicht zu haben, auf das sie stolz sein kann, und auf eigenen Beinen stehen zu koennen. Das wuenschen sich fast alle Eltern fuer ihre Kinder und das ist sehr viel schwieriger zu erreichen, denn dazu gehoert tatsaechlich, dass Sie Ihrer Tochter erlauben, fuer sich selbst zu sorgen, ihre Angelegenheiten zu regeln und nicht alles fuer sie uebernehmen. Denn jedesmal, wenn Sie etwas fuer Ihre Tochter tun, dann ist die Botschaft ja: Du kannst das nicht, darum muss ich das fuer dich tun.

Es ist sehr schwierig zuzusehen, wenn das eigene Kind Fehler macht, aber gleichzeitig lernen wir alle aus unseren Fehlern am besten.

Koennten Sie sich vorstellen, da vielleicht ein besseres Gleichgewicht zu finden, wo Sie weniger fuer Ihre Tochter tun, damit sie erleben kann, dass sie nicht lebensunfaehig ist, wenn die "Mama" nicht fuer sie sorgt? Gibt es BEreiche, in denen Sie etwas mehr in den Hintergrund treten koennen, damit Ihre Tochter dort Erfolge erleben kann?
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Herzlichen Dank für ihre Antwort.

Das Thema "loslassen" ist mir bekannt und ich glaube auch, dass ich sie nicht wie eine Matrone überschatte. Im Gegenteil - sie hat oft das Gefühl sich um mich sorgen machen zu müssen.....

Es ist eher meine Angst vor dem was kommen könnte und ich im nachhinein wieder hinbiegen (finanziell) muss.

Also - sie ist im beruf sehr gut. Egal welcher Job - sie stellt hohe (viel zu hohe) Anforderungen an sich und kann in kürzester Zeit ihren Posten ausfüllen, aber wenn irgendwas schief läuft, schmeisst sie den Job hin und ich mach mir wieder große Sorgen, bis sie was Neues findet.....

Am Schönsten war die Zeit (wahrscheinlich für uns beide) als sie in Deutschland war. Sie hatte dort einen tollen Freund. Leider ging das schief und sie kam wieder zurück. Das hat sie sehr getroffen. So wie die Trennung von ihrem Vater. Aber sie redet nie darüber - sie ist eine Verdrängerin. Gespräche mit einer Psychologin hat sie abgebrochen, als es ihr zu persönlich wurde....

Ihr jetziger Freund ist Österreicher mit türkischem Hintergrund.

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,
vielen Dank ***** ***** weiteren Informationen. Es klingt so, als ob Ihre Tochter "die Freiheit" hat, Sachen einfach hinzuschmeissen und abzubrechen, weil sie weiss, dass Sie als Mutter sie dann auffangen (v.a. finanziell). Die meisten von uns koennen unsere Jobs nicht einfach hinwerfen, wenn was schief geht, weil wir das Geld brauchen. Wir muessen also durch die schwierigen Situationen "durch". Und lernen dadurch, dass wir es schaffen. Dass man schwierige Situationen meistern kann. Dass man Fehler "reparieren" und aus ihnen lernen kann.
Ich denke, die Situation mit dem Freund in Deutschland war wahrscheinlich aehnlich.

Ihre Tochter muesste erleben, dass sie nicht aufgefangen wird, wenn sie alles hinschmeisst, aber dass sie sehr unterstuetzt wird, wenn sie versucht, aus Fehlern zu lernen und schwierige Situationen zu meistern. Koennten Sie das irgendwie hinbekommen? Dass Ihre Tochter also ganz klar weiss, dass Sie sie nicht finanziell unterstuetzen, wenn sie einen Job hinschmeisst, dass Sie aber fuer sie da sind, wenn es auf dem Job schwierig wird?