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diplompsychologe
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1216
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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Mein Vater (64) hat sich in meine Freundin (35) verliebt. Sie

Kundenfrage

Mein Vater (64) hat sich in meine Freundin (35) verliebt. Sie erwidert diese Gefühle (zum Glück) nicht. Auch er möchte niemanden verletzen, da er ja mit meiner Mutter verheiratet ist ( auch noch nie fremdgegangen ist) und auch uns Kindern nicht dieser Situation aussetzen möchte. Trotzdem sind diese Gefühle schon seit ca 1 1/2 Jahre da und er versucht dagegen anzukämpfen. Obwohl meine Freundin ihm immer gesagt hat, dass sie diese Gefühle nicht erwidert, hat sie sich dennoch immer wieder mit ihm getroffen, zusammen Tennis gespielt, oder er hat ihre Kinder manchmal gemeinsam mit meiner Tochter zum Schifahren mitgenommen usw. Ich habe bis vor ein paar Tagen nichts davon gewusst, obwohl ich mich manchmal schon gewundert habe. Mir hat schließlich, nach langen Fragen meinerseits, meine Freundin davon erzählt und bedauert, dass mein Vater niemanden von uns verletzen möchte. Da ihr jetzt aber auch die Sache zu viel wurde (er hat sich oft in ihrer Nähe aufgehalten, in letzter Zeit noch mehr, da sie sich von ihrem langjährigen Freund getrennt hat und mein Vater sich ev. Hoffnungen gemacht hat?), hat sie ihm jetzt endlich klipp und klar gesagt, dass sie in Ruhe gelassen werden möchte. Sie hat es auch ihrer Mutter erzählt, die meinen Vater ebenfalls kennt, und diese hat meinem Vater dasselbe mitgeteilt.
Da mein Vater wirklich ein sensibler, guter Mensch ist und es ihm immer wichtig war, dass seine Familie von seinen Gefühlen nichts weiß, haben wir ihm auch noch nicht gesagt, dass ich jetzt davon erfahren habe, sondern hoffen,(durch das letzte Gespräch meiner Freundin mit ihm, indem sie ihm ausdrücklich klar gemacht hat, dass seine Hoffnungen umsonst sind, und er schauen sollte, dass er seine Familie nicht dadurch verliert!), dass er es nun schafft wieder einigermaßen zur Vernunft zu kommen. (Da ja seine "Liebe" aussichtslos ist und er uns ja nicht verlieren möchte)
Er meinte dazu, dass sie sich darauf verlassen kann und hat ihr und ihrer Mutter versprochen sie in Ruhe zu lassen, meinte aber auch, dass es ihm eben wirklich nicht gut geht, dass er Schlafstörungen, ev. Depressionen habe, die er aber versuchen wird in den Griff zu bekommen, allerdings hat sie ihn nicht dazu gebracht zu einen Psychologen zu gehen...
Unser Plan wäre, ihn jetzt gut zu beobachten und zu schauen wie er sich verhält, aber ihn(noch) nicht damit zu konfrontieren, dass ich es weiß (weil ich nicht möchte, dass ihn das jetzt auch noch belastet. Auch meine Schwester und meine Mutter wissen nichts davon (ich möchte sie schützen, denn ich weiß das sie dieser Situation nicht gewachsen wären). ´Was soll ich aber tun, wenn er es nicht schafft und ich merke, dass er immer trauriger/depressiver wird oder sich nach wie vor in der Nähe meiner Freundin aufhält?
Für mich ist das ganze natürlich auch eine enorme Belastung, aber ich hoffe doch noch, dass alles gut ausgeht!
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,
das ist wirklich eine schwierige Situation.

Wenn man einen Verlust erlebt - und der Verlust von Hoffnung ist auch ein Verlust - dann gehen die meisten Menschen durch relativ vorhersagbare Phasen. Ich wuerde denken, dass Sie diese in Ihrem Vater beobachten werden:

1. Phase: bezeichnend ist hier der Schockzustand. Man will nicht wahrhaben, dass der Verlust tatsaechlich stattgefunden hat. Der Verlust wird nicht als Realität akzeptiert. Die typischen Symptome dieser Phase (die in der Regel von einigen Stunden bis zu 4 Wochen dauert): Betäubung, Empfindungslosigkeit, Starre, Unglauben, Unwirklichkeit, stilles Weinen, lautes Schluchzen, Depersonalisierung (“nicht wie man selbst fuehlen” oder “neben sich stehen”).

2. Phase: das Aufbrechen der Gefühle, wobei der Schmerz des Verlustes in all seiner Tiefer erfahren wird. Man erlebt oft ein Gefuehlschaos von Trauer, Angst, Wut, Schuld, Depression, unbegruendeter Heiterkeit und Hilflosigkeit. Koerperliche Symptome sind oft Ruhelosigkeit, Muedigkeit, Appetitverlust und Schlafstörungen. Am hilfreichsten ist es, sich die Erlaubnis zu geben, all diese Gefühle zuzulassen, und zu wissen, dass das emotionale Chaos “normal” ist. Problematisch wäre hier eher eine andauernde Gefühlslosigkeit und Unterdrückung der Gefühle durch Verleugnung, Ablenkung, Überaktivität, Missbrauch von suchtfoerdernden Substanzen oder Gleichgueltigkeit.

3. Phase : Akzeptieren einer Umwelt, in der die Person fehlt - und gleichzeitig glauben, dass das Leben ohne diese Person trotzdem gut und schoen sein kann. Man faengt an die Person loszulassen und das Ausmass des Verlustes anzuerkennen ohne in tiefe Depressionen zu fallen. Man faengt an, neue Ziele zu haben und sich eine Zukunft ohne die Person vorzustellen. Diese Phase ist erst eine “Entscheidung” - findet also im Kopf statt – dann erst folgen die Gefuehle. Probleme bekommt man in dieser Phase, wenn man sich zum Ablenkung Suchtverhalten angewoehnt hat, sich weigert, Abschied zu nehmen oder darauf beharrt, dass das Leben nie wieder gut sein kann.

4. Phase: Man faengt wieder an aktiv zu leben. Man empfindet wieder Freude und ist bereit, in neue Beziehungen zu investieren. Man akzeptiert den Verlust als Teil des Lebens und schaut mit neuem Selbstvertrauen und Hoffnung in die Zukunft.

Wir koennen also nicht erwarten, dass Ihr Vater gleich zur 4.Phase "springt", er wird sicherlich Zeichen von Traurigkeit und auch anderen Gefuehlen zeigen. Das waere "normal". Wichtiger waere es wahrscheinlich danach zu schauen, wie er mit diesen Gefuehlen umgeht. Zieht er sich zurueck? Faengt er an, mehr Alkohol zu trinken?

Am hilfreichsten ist es, wenn man "aktiv trauert" - also die Gefuehle zulaesst und gleichzeitig anfaengt, ins "Leben" zu investieren: Sport macht, sich mit Menschen trifft, Hobbies nachgeht usw. Koennten Sie ihn da ermutigen? Oder ihn einladen, da aktiv zu bleiben?

Wenn er sich in der Naehe Ihrer Freundin aufhaelt, hoffe ich, dass die Freundin etwas sagen wird und ihre Grenze noch einmal ganz klar macht.

Haben Ihre Eltern gemeinsame Interessen? Gibt es da etwas, wo Sie gemeinsame Aktivitaeten ermutigen koennten? Es ist ja auch wichtig, dass Ihr Vater wieder Gefuehle fuer seineFrau entdeckt. Oft helfen da "kleine gemeinsame ABenteuer." Koennten Sie sich da etwas vorstellen?

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
hatten Sie die Gelegenheit sich ueber meine Nachfragen Gedanken zu machen?

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