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diplompsychologe
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1216
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

Hallo, jetzt sitze ich hier und wei0 nicht, was ich schreiben

Kundenfrage

Hallo, jetzt sitze ich hier und wei0 nicht, was ich schreiben soll. Ich komme mir ein wenig blöd vor. Vielleicht bin ich ja nur empfindlich? Es in Worte zu fassen ist schwierig.
Es fällt mir schwer es in Worte zu fassen....ich versuch es mal so.....es wird alles immer schwerer..
Seit letztem Jahr ist es so, meine täglichen Arbeiten schaffe ich kaum noch. Manchmal muss ich mich treten, öfters, bis ich in die Gänge komme. Viele Dinge schiebe ich vor mir her, tage oder auch wochenlang.
Ich schlafe schlecht ein oder wenn nicht durch. Aufstehen fällt mir schwer. Ich habe dieses Jahr schon öfters verschlafen. Ist mir früher nie passiert.
Es fällt mir schwer mich zu konzentrieren.
Ich war dieses Jahr dreimal krank geschrieben..Bronchitis..erst im Juli drei Wochen, aber ich fühle mich nicht erholt oder gestärkt.
Meine fehlende Energie versuche ich mit Essen aufzufüllen, was man mir auch ansieht.
Ich habe schon oft versucht abzunehmen, aber es klappt nicht. Ich werde immer wieder schwach. Entweder esse ich gar nichts oder ich fresse.
Ich habe mich sehr zurückgezogen....gehe kaum noch aus...weil ich mich unter Menschen nicht wohl fühle und weil es anstrengend ist.
Heute reizt es mich nicht mehr einen guten Film auf der großen Leinwand zu sehen. War früher ein absolutes Muss!
Was stimmt nicht mit mir? Wieso fällt mir alles so schwer? Wie kann ich das ändern?
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,
ich gehe davon aus, dass Ihr Uebergewicht nichts mit medizinischen Gruenden zu tun hat? V.a. mit der Schilddruese? Das wurde alles geprueft?

Von den Symptomen, die Sie beschreiben, koennte es sich bei Ihnen moeglicherweise um eine Form der Depression handeln, die sich Dysthymie nennt, eine chronische milde depressive Verstimmung, die nie dazu fuehrt, dass man morgens nicht aus dem Bett kann oder Suizidgedanken hat, die einem aber das Leben sehr erschwert. Alltaegliche Dinge, die bei anderen Menschen "nebenherlaufen", kosten einen Menschen mit Dysthymie viel Kraft. Darum sind diese Menschen chronisch muede und erschoepft. Es fuehlt sich so an, als ob die "Autopilot"-Funktion des Koerpers kaputt ist. Dinge, die man eigentlich weiss und kann, laufen nie ganz ohne Anstrengung, man muss trotz allem nachdenken und Energie investieren, um sie zu erledigen. Ausserdem ist es ebenfalls anstrengend, gute Dinge im Leben zu geniessen - wie z.B. eine Beziehung, das Elternsein, eine Befoerderung, einen Erfolg. All diese Dinge sind "nett" , aber man spuert nie die wirklich tiefe Freude, die andere Menschen zu empfinden scheinen. Ausserdem scheint man oefter in Konflikte verwickelt zu werden, einmal weil man einfach zu erschoepft ist, um Probleme zu loesen, aber auch weil man in der "Wut" oder der "Frustration" zusaetzliche Energie findet. Wenn man wuetend ist, ist man nicht muede. Diese "Energietankstelle Konflikt" hat natuerlich langfristig sehr negative Auswirkungen auf wichtige Beziehungen.

Die Dysthymie faengt oft im Jugendalter an und wird dann zu einer Gewohnheit. Man kann sich gar nicht mehr vorstellen, dass das Leben auch weniger anstrengend sein kann - man sieht es nur in anderen Menschen, und fragt sich manchmal, was man denn falsch macht oder warum man so anders zu sein scheint. Menschen mit einer Dysthymie werden selten als depressiv wahrgenommen - sie schaffen ja alles und sie lachen auch mal. Erst wenn man eine Behandlung macht - die oft Medikamente und Therapie beeinhaltet - merkt man auf einmal, wie sehr man die ganzen Jahre hat kaempfen muessen. Ein Satz, den ich oft hoere, ist: "Ich wusste gar nicht, dass das Leben so einfach sein kann."

Was denken Sie? Manchmal kann das Essen ein Weg sein, wie man mit Dysthymie umgeht - Ihr Gewicht also eine Konsequenz der Dysthymie ist und nciht andersherum.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Guten Tag nochmal,


erstmal vielen Dank für die prompte Antwort.


Die Sache mit der Schilddrüse. Mir wurde Blut abgenommen. Es wurde ins Labor verschickt und dann hieß es, mit der Schilddrüse sei alles in Ordnung. ( wobei auch noch andere Dinge gleichzeitig untersucht wurden)


Ich weiß nicht, wieviel Geicht so eine Untersuchung hat.


Zudem muss ich sagen, dass ich momentan mit den Gedanken spiele, mir eine neue Hausärztin zu suchen, da ich bei ihr das Gefühl habe, sie hört mir nicht richtig zu.


z.B. Wenn ich Blähungen oder und Durchfall nach Einnahme bestimmter Lebensmittel habe....ja, damit muss man leben.


Habe ständig ein Pfeifen in den Ohren....ja, da kann man nicht viel machen.


Wie gesagt, ich hab es nicht so mit Ärzten. Ich habe mir auch eine Nummer von einer Psychiaterin rausgesucht, nur trau ich mich da anzurufen. Ich weiß nicht, ob ich mein Problem mündlich genauso schildern kann wie schriftlich.


 

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
vielen Dank fuer Ihre weiteren Gedanken. Die Schilddruesenfunktion laesst sich tatsaechlich sehr leicht testen, wenn man Blut ins Labot schickt. Das ist der typische Test dafuer. Wenn Ihre Aerztin sagt, dass da alle Werte gut sind, dann ist Ihre Schilddruese wahrscheinlich nicht das Problem.

Was denken Sie denn zu meiner Beschreibung der Dysthymie? Passt das?

Eine Psychiaterin waere wahrscheinlich ein guter Anlaufpunkt, wenn Sie darueber nachdenken, Medikamente auszuprobieren. Es ist absolut okay, einer neuen Aerztin Ihre Informationen schriftlich zukommen zu lassen oder auch beim ersten Besuch ein Blatt Papier mit der Beschreibung Ihrer Problemantik zu ueberreichen, damit die Aerztin das lesen kann und danach dann entsprechend Fragen stellt. Waere es dann leichter, die Psychiaterin anzurufen und einen Termin zu machen?