So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an InternetCoach.
InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychologie hier ein
InternetCoach ist jetzt online.

Ich weiß nich wo ich anfangen soll und ich hoffen mir wird

Kundenfrage

Ich weiß nich wo ich anfangen soll und ich hoffen mir wird jetz keine rechnung aufgedrückt aber es sieht so aus das ich jede woche mindestens einmal zusammenbreche ich fange an zu weinen und höre erst nach langer zeit wider auf weil ich mich alleine fühle. Ich fühle mich wie ein nichts. Ich krieg nix mehr auf die reihe. ich hab nich viele freunde und die wo ich habe von denen werde ich meistens entäuscht und viele weitere punkte. bis es dann wieder zu den punkt komme wo ich über alles nachdenke und einfach wieder alles hochkommt und ich anfange zu weinen dabei kommen mir oft die gedanken einfach aufzugeben.
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,
ich werde gerne versuchen, Ihnen zu helfen, wollte aber vorher sagen, dass Sie tatsaechlich fuer eine Beratung hier bezahlen muessen, denn dazu haben Sie ja eingewilligt bei der Anmeldung.
Es klingt so, als ob Sie moeglicherweise an Depressionen leiden. Von den Symptomen, die Sie beschreiben, koennte es sich bei Ihnen um eine Form der Depression handeln, die sich Dysthymie nennt, eine chronische milde depressive Verstimmung, die nie dazu fuehrt, dass man morgens nicht aus dem Bett kann oder Suizidgedanken hat, die einem aber das Leben sehr erschwert. Alltaegliche Dinge, die bei anderen Menschen "nebenherlaufen", kosten einen Menschen mit Dysthymie viel Kraft. Darum sind diese Menschen chronisch muede und erschoepft. Es fuehlt sich so an, als ob die "Autopilot"-Funktion des Koerpers kaputt ist. Dinge, die man eigentlich weiss und kann, laufen nie ganz ohne Anstrengung, man muss trotz allem nachdenken und Energie investieren, um sie zu erledigen. Ausserdem ist es ebenfalls anstrengend, gute Dinge im Leben zu geniessen - wie z.B. eine Beziehung, Freundschaften, ein gutes Zeugnis, einen Erfolg. All diese Dinge sind "nett" , aber man spuert nie die wirklich tiefe Freude, die andere Menschen zu empfinden scheinen. Ausserdem scheint man oefter in Konflikte verwickelt zu werden, einmal weil man einfach zu erschoepft ist, um Probleme zu loesen, aber auch weil man in der "Wut" oder der "Frustration" zusaetzliche Energie findet. Wenn man wuetend ist, ist man nicht muede. Diese "Energietankstelle Konflikt" hat natuerlich langfristig sehr negative Auswirkungen auf wichtige Beziehungen.


Die Dysthymie faengt oft im Jugendalter an - also in dem Alter, in dem Sie gerade sind - und wird dann zu einer Gewohnheit - wenn man nichts dagegen tut. Man kann sich dann irgendwann gar nicht mehr vorstellen, dass das Leben auch weniger anstrengend sein kann - man sieht es nur in anderen Menschen, und fragt sich manchmal, was man denn falsch macht oder warum man so anders zu sein scheint. Menschen mit einer Dysthymie werden selten als depressiv wahrgenommen - sie schaffen ja alles und sie lachen auch mal. Erst wenn man eine Behandlung macht - die oft Medikamente und Therapie beeinhaltet - merkt man auf einmal, wie sehr man hat kaempfen muessen. Ein Satz, den ich oft hoere, ist: "Ich wusste gar nicht, dass das Leben so einfach sein kann."

Falls Sie denken, dass dies auf Sie zutrifft, empfehle ich Ihnen, mit Ihrem Hausarzt zu sprechen. Denn obwohl eine Therapie wichtig ist, um die Denkfehler zu erkennen und herauszufordern, die oft mit einer Depression einhergehen, ist eine Dysthymie oft v.a. physiologisch bedingt und spricht daher gut auf Medikamente an.

Ausserdem waere es sinnvoll, wenn Sie einen Termin bei einem Psychologen machen. Fragen Sie dazu am besten bei Ihrer Krankenkasse nach.

Ihr Problem ist behandelbar. Bitte geben Sie nicht auf. Auch wenn Sie sich das im Moment kaum vorstellen koennen, dann wird Ihr Leben auch wieder besser werden. Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesen Informationen weiterhelfen konnte. Ansonsten stehe ich fuer Nachfragen natuerlich gerne zur Verfuegung.

 

Mit freundlichem Gruss,

Annegret Noble

Ähnliche Fragen in der Kategorie Psychologie