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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
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Hallo

Kundenfrage

Hallo Frau Noble, gestern hab ich wohl keine neue Frage gestellt, Sie sollen aber natürlich auch diesmal ihren Obolus bekommen. Bei uns ist in sofern Familie angesagt, dass wir schon fragen, wie es unseren Familienmitgliedern geht. Ansonsten kann auch hier jeder machen, was er möchte, sofern es halt möglich ist. Natürlich können wir nicht von jetzt auf gleich "springen", wenn Lisa nach xy gebracht werden will. Wir halten auch was von gemeinsam am Tisch sitzen und essen, zumindest einmal am Tag sollte das möglich sein. Is das schon zu viel Familie? Hmm... Nein, zum derzeitigen Zeitpunkt kann ich mir nicht vorstellen, dass Lisa einer Therapie zustimmen würde. Auch wenn ich mit ihrem Vater spreche, auch er hält davon sicherlich nichts. Ich bin ja schon damals mit Lisa einfach überall "hin gerannt", das war ja alles einfach nur unnötig in seinen Augen. Lisa braucht das nicht. Ich denke an dieser Einstellung hat sich nichts geändert... Ich weiß nicht wie das weiter gehen soll... Ich sehe meine Tochter derzeit immer weiter abrutschen und kann nur zugucken... Lieben Gruß, XXX

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  daniela-mod hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

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Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
natuerlich ist es nicht "zu viel" Familie, wenn man gemeinsam isst. Aber Lisa hat ja immer einen Ausweg, wenn ihr irgendetwas "zu viel" wird. Dann geht sie eben zum Vater, wo sie sich, wie es scheint, der Familie weitestgehend entziehen kann.
Ich wuerde Ihnen empfehlen, das nicht als Option anzubieten. Wenn Lisa bei Ihnen ist, dann "halten Sie sie auch aus". Denn sonst senden Sie ja auch die Botschaft: Wenn du schwierig wirst, dann wollen wir dich nicht und schicken dich zu deinem Vater.
Teenager wollen ja einerseits nichts mit der Familie zu tun haben und "schwierig sein", gleichzeitig wollen sie wissen, dass man sie trotzdem liebt und sie aushalten kann, egal wie sehr sie die Grenzen austesten. Da wird es dann wichtig, dass Sie Lisas Launenhaftigkeit weniger persoenlich nehmen. Ohne die Scheidung gaebe es ja auch keinen anderen Ausweg. Das bedeutet nicht, dass Sie die Grenzen nicht setzen. Es bedeutet vor allem, dass Sie Lisas Reaktionen nicht als persoenlichen Angriff sehen. Klare Grenzen mit klaren Konsequenzen sind wichtig - aber die emotionale Reaktion sollte in den Hintergrund treten ("Es tut mir leid, dass du so frustriert bist, ich kann das verstehen. Und so machen wir das hier.")

Ich wuerde auch vorschlagen, dass Sie weiterhin um Gespraeche mit dem Vater und der Schule "kaempfen". Auch das sendet eine Botschaft: Du bist uns so wichtig, dass wir um dich kaempfen. Lisa wird das nicht zugeben, aber sie will das schon, dass sie Ihnen wichtig ist.

Ich wuerde auch vorschlagen, dass Sie mit Lisa durch die Kanaele kommunizieren, die sie in ihrem Alltag benutzt. Schreiben Sie ihr eine whatsapp. Kommentieren Sie ihre Fotos. Chatten Sie oder schreiben Sie ihr anstatt mit ihr zu reden. Zeigen Sie ihr auf diese Weise, dass Sie interessiert an ihrem Leben sind.

Wenn moeglich, beziehen Sie Lisas Freunde mit ein. Je besser Sie die Freunde kennen, desto mehr behalten Sie den Bezug zu Ihrer Tochter.

Viel mehr koennen Sie im Moment wahrscheinlich nicht tun. Ich befuerchte immer noch, dass es in den naechsten Jahren schlimmer wird. Vielleicht koennen Sie sich schon mal erkundigen, was denn passieren muesste, damit Lisa eine Therapie machen koennte oder sogar in eine Klinik gehen muesste - auch gegen ihren Willen.

So oft Sie koennen, sagen und zeigen Sie Ihrer Tochter, dass Sie sie lieb haben und dass sie Ihnen wichtig ist - auch wenn diese Versuche ins Leere zu fallen scheinen. Tun Sie es trotzdem. Erwarten Sie keine positive Reaktion. Tun Sie es, weil es wichtig ist, dass Lisa tief in ihrem Herzen weiss. Und wenn es eine Gelegenheit gibt, dann hoeren Sie zu. Ohne zu hinterfragen, einfach nur, um zu wissen, was in Ihrer Tochter vorgeht.

Ich hoffe, das hilft ein bisschen.
Mit freundlichem Gruss,
Annegret Noble