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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
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Urlaubs-Depression

Kundenfrage

Hallo, ich bin nun von einer 4-wöchigen USA-Reise zurückgekommen und seitdem fühle ich mich mies. Im Urlaub war alles so schön und die Menschen waren ungelaublich nett. Jetzt zurück in Deutschland plagen mich Jetlag Probleme und die Sehnsucht wieder hin zufahren. Es war dort sehr schön. Zu meiner Person: Ich bin 22 Jahre alt, habe einen Beruf der mir Spaß macht und eine diagnostizierte und gut eingestellte Schilddrüsenunterfunktion (hashimoto). Zurzeit bin ich echt deprimiert und habe Lust gleich den nächsten Flieger zu nehmen und wieder hinzufahren aber das geht ja nicht. Hatte vorher noch nie solche Probleme!!!

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,
es ist nicht ungewoehnlich, dass man nach einem tollen Urlaub in ein "Loch" faellt. Durch Jetlag und Stress bringt man oft auch die Hormone genug durcheinander, dass selbst, wenn man sonst gut eingestellt ist auf Medikamente, die Schilddruese nicht so richtig mitmacht (was ja, wie Sie wissen, zu Depressionen fuehren kann).

Es klingt so, als ob Sie erst vor sehr kurzer Zeit zurueckgekommen sind? In der Regel sagt man, dass man etwa einen Tag braucht fuer jede Stunde Zeitverschiebung - also mindestens 6, moeglicherweise 9, je nachdem, wo in den USA Sie waren, um "anzukommen". Haben Sie sich da genug Zeit gegeben? Der Jetlag auf dem Rueckflug ist meist schwerer zu ueberwinden als auf dem Hinflug wegen der "verlorenen Nacht", was meist 1-2 Tage zu dieser Zeit addiert.

Dazu kommt moeglicherweise auch, dass es in Deutschland gerade wolkig oder regnerisch ist? Wie Sie wahrscheinlich wissen, ist die Sonne bei der Zeitumstellung und bei Jetlag sehr wichtig.Wenn die Sonne also scheint, sollten Sie versuchen, so viel Zeit wie moeglich draussen zu verbringen. Versuchen Sie, so gut es geht, einen "geregelten" Tageslauf einzuhalten, also morgens aufzustehen, keinen Mittagsschlaf zu machen, und abends schlafen zu gehen.


Sport und Bewegung sind weitere wichtige Elemente, die Ihnen hoffentlich weiterhelfen. Auch wenn Sie keine Lust haben, tun Sie es trotzdem. Joggen, Radfahren, Rollerskating waeren sehr hilfreich, damit Sie wieder "ankommen" und sich Ihr Koerper wieder eingewoehnt.
Ich wuerde auch empfehlen, dass Sie, wenn sich 2-3 Wochen nach Ihrer Rueckkehr die Symptome nicht verbessert haben, mit Ihrem verschreibenden Arzt sprechen, da sich, wie gesagt, Ihr Hormonspiegel veraendert haben koennte und Ihre Medikamente moeglicherweise angepasst werden muessen.

Ansonsten hilft es oft, wenn man sich erlaubt, die tollen Erlebnisse mit anderen zu teilen und zu schwaermen. Gleichzeitig darf man auch traurig sein und das ganze vermissen. Diese gegensaetzlichen Gefuehle sind normal. Erlauben Sie es sich, diese zu haben. Gefuehle zwingen nicht dazu, dass man etwas tut. Sie wollen nur "anerkannt" werden. Dann werden sie meist weniger stark.

Koennen Sie ganz realistisch, eine weitere Reise (in einem oder zwei Jahren?) planen? Oft hilft das, damit man wieder nach vorne schaut und erkennt, dass auch die Zukunft tolle Erlebnisse beinhaltet.

Vielleicht koennen Sie auch etwas "unrealistisches" tun, wie z.B. an der Greencard Lotterie im Herbst teilnehmen? Damit geben Sie sich Raum zum Traeumen und Wuenschen.

Reden Sie sich gut zu anstatt sich zurechtzuweisen, dass Sie solche Wuensche haben. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Sie damit bald wieder in Ihrem Leben sind. Haben Sie ein bisschen Geduld, auch wenn es schwer faellt.

 

Vielen Menschen hilft das Nahrungsergaenzungsmittel Melatonin, um wieder in den normalen Tages-Rythmus zu finden.

FAlls Sie Nachfragen haben, beantworte ich diese natuerlich gerne.

Mit freundlichem Gruss,
Annegret Noble

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 3 Jahren.
Hier Ihre Antwort:
Ohje, wir sind gestern zurückgekommen. An der Westküste also 9 h zeitverschiebung also 9 Tage bis sich das wieder einpendelt? Eine Reise in 1 oder 2 Jahren ist in der Tat nicht machbar (befristeter Arbeitsvertrag). Aber eine Reise im Herbst diesen Jahres wäre schon drin 1 oder 2 Wochen. Das tröstet bereits ein bisschen. Werde im Laufe des nächsten Monats wohl mit meiner Familie sprechen wo und wie lange es im Herbst hingehen soll. Die Planung ist allerdings daran gebunden das wir neue Mieter für unsere Mietwohnungen finden (finanziell). Im moment kann ich es einfach kaum erwarten wieder am Montag in die Arbeit zu gehen. (hatte heute noch frei).

Hier meine Kommentare:
Ja, geben Sie sich bitte mindestens 9 Tage Zeit fuer den Jetlag - und die damit verbunden Schlafprobleme und moeglicherweise Gefuehlsschwankungen. Es wird von Tag zu Tag besser werden, aber so richtig "drin im Rythmus" werden Sie erst danach sein.

Dann fangen Sie an, ueber eine moegliche Reise im Herbst nachzudenken - vielleicht ja auch ein anderer Teil der USA? - das wird sicherlich Ihre Stimmung heben.

Ansonsten wie gesagt: Bewegung, Sonne (so das Wetter mitspielt), und moeglicherweise Melatonin, falls Sie nicht schlafen koennen.

Ich hoffe, dass Sie damit bald wieder Spass an Ihrem ja eigentlich wirklich schoenen Leben haben koennen.

Fuer weitere Nachfragen einfach hier weiterschreiben. Ansonsten bedanke XXXXX XXXXX fuer eine positive Bewertung.
Herzliche Gruesse (aus Florida),
Annegret Noble
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Jop ok. Naja, nochmal usa gibt wohl der urlaub nicht her 35 (21 bereits verballert) Tage im Jahr. Aber gehen werde ich ganz bestimmt Anfang September oder spätestens mitte November. Mal schauen wohin es geht (Europa hat ja auch ganz schöne Fleckchen außerdem ist dann der Jetlag net da ;-)). Außerdem ist ja WM in 2 Wochen :-)

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,
das klingt nach einem guten Plan. Dann wuensche ich viel Erfolg und viel Spass beim Planen. Geben Sie sich ein bisschen Zeit und geniessen Sie die WM. Vielen Dank XXXXX XXXXX positive Bewertung.

Herzliche Gruesse,
Annegret Noble